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Was machst Du gerade? Trend: Twitter.com

21.05.2007 | Von Jörg Schieb

Tipps

Da bahnt sich der nächste große Trend im Web an: Bei twitter.com teilen Menschen der Welt auf maximal 140 Zeichen, was sie gerade machen oder denken – live. Die Fangemeinde wächst rasant.

Das Internet ist nicht gerade ein Ort der Diskretion. Irgendwie scheint heute jeder, jedem, alles mitteilen zu wollen. So schnell es geht. Ohne Tabus. Zum Beispiel per E-Mail, Instant Messager oder im eigenen Blog. Wirklich nichts ist mehr privat. Nicht mal, wo man sich gerade aufhält, was man im Augenblick tut oder woran man denkt. Denn auch dafür gibt es seit Neuesten einen Weg, die Welt in Kenntnis zu setzen. Live. Unter http://www.twitter.com.

Unentwegtes Gezwitscher im Web

Immer mehr Menschen „twittern“, was das Zeug hält, zu deutsch: zwitschern. Sie tippen Sätze wie „Bin gerade aufgestanden!“, „Muss zum Arzt“ oder „Lese ein Buch“ in ihre Tastatur. Kaum eingetippt, erscheinen die Minisätze auch schon auf den Bildschirmen völlig Unbekannter, die gerade mit twitter.com verbunden sind. Das ist, mehr oder weniger, auch schon das ganze Konzept von twitter. Hier kann jeder der Welt mitteilen, was er gerade macht. Natürlich unter einem frei wählbarem Pseudonym und mit einem kleinen Foto oder Icon. Aber doch völlig öffentlich.

Das klingt banal und belanglos. Ist es aber gar nicht. Der Ansturm auf den neuen Onlinedienst ist gigantisch. Irgendwie klar, denn zum einen sind die meisten Menschen nun mal neugierig. Sie haben einen riesigen Spaß daran zu lesen, was andere gerade machen oder bewegt. Diese erste Neugierde ist allerdings recht bald erschöpft, denn länger als 10 Minuten liest wohl keiner, was völlig Unbekannte gerade so treiben. Interessant wird es, wenn ein Portal wie twitter.com Freunde oder Kollegen zusammen bringt – oder neue Freundschaften schmiedet.

Auch per SMS kann gezwitschert werden

Genau das können Communitys bekanntlich. Ein Mausklick auf das Pseudonym eines vermeintlich interessanten Beitrags, schon „verfolgt“ man diese Quelle. Jeder kann andere Benutzer zu Freunden erklären, aber natürlich auch Freundschaften ablehnen. Jetzt wird es interessant: Auf Knopfdruck lässt sich ein RSS-Feed abonnieren. Der informiert einen dann automatisch, wenn Freunde irgendetwas bei twitter.com „melden“. twitter wird so zu einer Art Nachrichtenzentrale in privaten Angelegenheiten.

Doch damit nicht genug: Man kann nicht nur am PC „zwitschern“, sondern auch per „Instant Messenger“ (etwa mit einem Notebook oder Organizer) und sogar per SMS. Einfach eine Kurznachricht an eine SMS-Nummer von twitter schicken, schon ist die Nachricht rum. Aus diesem Grund sind twitter-Meldungen auch auf 140 Zeichen beschränkt. Mehr geht nicht, selbst wenn man am PC sitzt. Das zwingt zur Reduktion – und das tut der Sache gut.

Unentwegtes Gezwitscher im Web

Wer mag, kann sich umgekehrt auch per IM oder SMS informieren lassen, wenn Freunde, Bekannte oder Kollegen mal wieder gezwitschert haben. Kostenlos. Wer nun nicht auf der Leitung steht, kann sich ganz schnell ausmalen, was so alles möglich wird. Freunde können sich bequem zu Partys verabreden, ohne mehrere Dutzend Anrufe tätigen oder SMS-Nachrichten schreiben zu müssen. Außendienstler können sich abstimmen und ihre Firmenzentrale informieren. Wer im Team arbeitet, kann sich bequem auf dem Laufenden halten – über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg.

Schon gibt es erste „Mashups“, also Erweiterungen für diesen Service. Das Onlineportal twittervision.com zeigt auf einer Google Map im Sekundentakt neu eingetrudelte Nachrichten. So lässt sich nicht nur verfolgen, wer etwas schreibt und was, sondern auch, wo diese Person sich gerade aufhält. Ich bin sicher: Es werden schon bald jede Menge weitere Extradienste für twitter-Fans folgen.

Homepage twitter.com

http://www.twitter.com




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