Das Internet dringt in jeden Winkel der Erde, und wenn andere Länder nicht so wollen wie wir in der westlichen Welt uns das vorstellen, ist schnell von „Zensur“ die Rede – wenngleich es durchaus auch hierzulande ausgeprägte Kontrollbestrebungen gibt. Stichwort: Internetsperrgesetz. Jedenfalls ist die Frage nicht leicht zu beantworten, ob das Internet für mehr Demokratisierung sorgt – wovon ich persönlich ausdrücklich überzeugt bin -, oder ob es den Mächtigen in Staat und im „industriellen Komplex“ nicht mehr Macht an die Hand gibt, was meiner Meinung nach ebenso der Fall ist.

So gesehen hat die Verbreitung des Internet eindeutig Vor- und Nachteile. Die Menschen können sich besser austauschen, die Welt rückt irgendwie näher zusammen, gleichzeitig wird jeder einzelne aber auch transparenter. Deswegen fragt die FAZ in der aktuellen Sonntagsausgabe: „Die Träume der Netz-Utopisten und die Wirklichkeit: Ist das Internet ein Medium der Emanzipation und des Umsturzes – oder ein Werkzeug der Kontrolle und der Unterdrückung? Haben Twitter und Facebook die Rebellion in Iran befeuert, oder halfen sie, die Rebellen zu enttarnen?

Spannende Fragen, denen man in der heutigen Ausgabe der FAZ am Sonntag unter dem Titel Das Unbehagen an der digitalen Macht nachgehen kann. Unbedingt lesen!