Wer in der Welt der Kreativen auffallen will, der muss kreativ sein – klar, das liegt auf der Hand. Aber wie schafft man das, wie erreicht man die Leute, die über wichtige Positionen entscheiden?

Das hat sich auch Alec Brownstein gefragt, ein Kreativer aus New York City. Er hat sich was einfallen lassen, was ich wirklich fast schon genial finde: Er hat eine Google-Anzeige geschaltet (AdWords), die Google immer dann gezeigt hat, wenn jemand die Namen wichtiger Leute aus der Werbebranche aus New York eingegeben hat.

Die Idee dahinter: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die Leute früher oder später selbst googeln – also ihren eigenen Namen eingeben. Das macht wohl jeder mal. Und die erste Botschaft, die Google den Leuten dann präsentiert, war (wenn ich mich gegoogelt hätte und Alec bei mir hätte anheuern wollen): “Hey Jörg Schieb, sich selbst zu googeln macht eine Menge Spaß – mich einzustellen macht aber auch Spaß”. Der Link führte auf die Homepage von Alec Brownstein. Und da gab es dann die virtuelle Bewerbungsmappe.

httpv://www.youtube.com/watch?v=7FRwCs99DWg

Klasse Idee – und äußerst effektiv. Der Mann hatte mehrere Bewerbungsgespräche und wenig später einen neuen Job bei einer Topfirma in New York. Kosten für die Anzeigen: Gerade mal sechs Dollar. Da hätte allein das Porta für die Bewerbungsmappen mehr gekostet.