Wer Netzwerkfestplatten oder Mediaserver betreibt, sollte über ein rasend schnelles Netzwerk verfügen. Ein Gigabit-Netzwerk ist (zumindest auf dem Papier) zehn Mal schneller als das sonst übliche 100-MBit-Netzwerk; in der Praxis ist es rund drei bis fünf Mal flotter. Allerdings nur, wenn alle Komponenten wie Router, Netzwerkkarte und Kabel Gigabit-tauglich sind. Ob es wirklich im Gigabit-Tempo durchs Netz geht, lässt sich überprüfen.

Um das Netzwerktempo zu checken, unten rechts in der Taskleiste auf das Netzwerksymbol klicken und bei Windows 7 oder Vista auf “Netzwerk- und Freigabecenter” sowie “LAN-Verbindung” bzw. “Status anzeigen” klicken. Im Feld “Übertragungsrate” steht die aktuelle Netzwerkgeschwindigkeit. Steht dort “1 GBit/s”, arbeitet das Netzwerk im Gigabit-Tempo. Steht dort allerdings “100,0 MBit/s”, sind es nur lahme 100 Mbit. Dann sind entweder die Netzwerkkabel, der Router oder der Switch nicht Gigabit-fähig und bilden den Flaschenhals.

1 Antwort
  1. Sebastian Fink
    Sebastian Fink sagte:

    Die von Windows angezeigte Übertragungsgeschwindigkeit allein stellt zwar eine erforderliche aber keinesfalls hinreichende Bedingung für den schnellen Datentransfer im Netzwerk statt. Insbesondere bei günstigeren Netzwerkfestplatten und NAS-Geräten findet sich gerne mal eine Netzwerkkarte, die nur 100MBit/s schnelle Übertragungen unterstützt. In diesen Fällen können Switch, der PC des Users und alle Kabel GBit-fähig sein, trotzdem werden Daten nicht schneller als knapp 12MiB/s übertragen werden, da die Strecke zur Netzwerkfestplatte bzw. NAS nur mit 100MBit/s betrieben wird (moderne Switches sind in der Lage an unterschiedlichen Ports unterschiedliche Geschwindigkeiten bereit zu stellen).

    Ein gutes Indiz ist meist der Versuch eine größere Datei (Daumenregel Minimum 1GiB) über das Netzwerk zu kopieren und die Transferzeit zu messen. Liegt der Schnitt über 12,5MiB/s arbeiten Sie auf einem durchgängigen GBit-Netzwerk (es sei denn es kommen alternative Netzwerkverbindungen wie WLAN, PowerLAN oder ähnliches zur Verwendung).

    Eine echte Aussage lässt sich mittels Testsoftware ermitteln, dafür muss aber auch auf dem anderen Endpunkt Software ausführbar sein (bei Netzwerkfestplatten oder fertigen NAS meist nicht möglich).

Kommentare sind deaktiviert.