Lange hat es geheißen: Wer irgendwann einen guten Job will, der sollte soziale Netzwerke meiden. Denn wenn die zukünftigen Chefs dort allzu wilde Partybilder entdecken, um Himmels Willen, dann ist es vorbei mit den Zukunftschancen…

Doch der Wind dreht sich. Nach einer aktuellen Umfrage schauen bereits 91% aller Personaler ins Internet, durchforsten soziale Netzwerke, wenn sich jemand bewirbt. Wenn sie nichts finden, dann ist das für immer mehr Recruiter wie ein leeres Blatt Papier – und das wirkt verdächtig, zumindest ist es nicht interessant und aufschlussreich.

Merke: Künftig gehört ein aufgeräumter Bereich in den wichtigen sozialen Netzwerken ebenso selbstverständlich zur Bewerbung wie früher der tabellarische Lebenslauf. Dank Facebook Timeline lässt sich so etwas heute ja per Mausklick online stellen…

8 Kommentare
  1. Mohamed
    Mohamed sagte:

    Das habe ich auch vor einem Jahr durch das Fach ‚Sozialwissenschaften‘ vermittelt bekommen, dass die meisten das Personal auch im Internet durch checken, ob alles im grünen Bereich ist.
    Ich weiß ehrlich nicht was ich davon halten sollte,denn wenn jemand mit 14 viel auf Partys war und in der Gegenwart sowas nicht mehr macht, gehört es doch nur noch der Vergangenheit an oder ? Sowas kann zu viele Missverständnissen kommen und ist meiner Meinung nach nicht nötig , die Leute auf Social Networks durch zuchecken. Außerdem zählt doch nur wie man sich auf der Arbeit verhält und nicht in der Freizeit.
    Mfg Mohamed

  2. Schwadralla
    Schwadralla sagte:

    [url=http://www.e-recht24.de/news/facebook/6855-facebook-kuendigung-krankschreibung.html]Kündigung wegen Facebook: „Ab zum Arzt und dann Kofferpacken“[\url]

    Das Hirn sollte immer etwas schlauer sein, als die benutze Technik.

  3. Schwadralla
    Schwadralla sagte:

    @Thorsten
    Auf den Personaler warte ich noch, der mir ins Gesicht sagt:
    Sie haben wir nicht eingestellt, weil Sie kein … – Account besitzen.

    Da prallen doch die virtuelle und die echte Realität aufeinander.

    Autsch!

  4. Thorsten
    Thorsten sagte:

    Na toll.
    Und was macht man bitte, wenn man soziale Netzwerke meidet wie die Katze das Wasser?
    Soll man dann etwa der Bewerbung noch eine Zeile beifügen, warum man nicht bei Facebook und Co zu finden ist? So nach dem Motto: Ich hasse den Dreck?

  5. Thomas Scherzberg
    Thomas Scherzberg sagte:

    Ich denke auch, dass ein aufgeraeumter interessanter Bereich in sozialen Netzwerken sich sehr positiv auf dei Bewerbung auswirken kann. Wie kommuniziert der Bewerber, welche Menschen teilen seine Ansichten, ist er Fuehrungspersoenlichkeit,…, dies kann man schon aus manchen Accounts herauslesen.
    Das Private ist und soll aber auch geschuetzt und abgegerenzt von dem Arbeitsbereich sein. Dies ist bei der modernen Art der Kommunikation nicht einfach.

  6. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Tja, dann wird wohl bald eine weitere neue Erkenntnis oder Errungenschaft aus den USA unser tägliches Leben beeinflussen.

    Etwa wie Fast Food, CocaCola und Mickey Mouse.

  7. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    @schwadrala: Kann nicht ganz nachvollziehen, was gemeint ist!? Ich beziehe mich auf eine Studie, die auch verlinkt ist, zugegebenermaßen bei amerikanischen Personalern, aber immerhin — erfahrungsgemäß sieht das bei uns nach einiger Zeitverzögerung genauso aus. 🙂

    Ich „missbrauche meine journalistische Präsenz, um Werbung zu machen“? Sorry, da kann ich nicht folgen. Ich glaube nicht, dass ein Pro oder Contra von mir die Großen der Branche tangiert…

    Ich „gestehe“, soziale Netzwerke nicht nur kritisch zu sehen, jedenfalls nicht in toto. Das bedeutet aber lange noch nicht, dass einzelne Aspekte nicht kritisch betrachtet werden können. Differenzierte Betrachtung halt.

  8. Schwadralla
    Schwadralla sagte:

    Dieser Ratschlag ist wohl nur sinnvoll innerhalb der IT-Brance.

    Ob der ‚Ratschlag‘ für Mitarbeiter in der Spülküche des WDR’s auch gilt?

    Es ist schon fast unerträglich, wie Sie, Herr Schieb, Ihre journalistische Präsenz missbrauchen, um für Google, Apple, Facebook und Konsorten Werbung betreiben. Sie verdienen ja auch kräftig daran. Die Schein-‚Kritiken‘ nehme ich Ihnen nicht ab!

    Journalistische Unabhängigkeit stelle ich mir anders vor!

    Zum Glück habe ich auf WDR 5 ganz entgegengesetzte Meinungen gehört.

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