Musik kommt heute aus dem Netz. Aber nicht mehr zwingend als Download, sondern immer öfter als Stream – als Musik-Stream. Diese Woche ist mit Spotify ein neuer Musil-Streamingdienst in Deutschland gestartet. In Schweden gegründet, weltweit erfolgreich, 16 Millionen Songs stehen zur Auswahl. Schöner Musikdienst, keine Frage. Auch spannend, dass man sehen kann, welche Musik die eigenen Freunde gerade hören und so schöne Musiktipps bekommt. Aber: Spotify schreibt zwingend einen Facebook-Account vor. Ohne Facebook, kein Spotify. Das ist schon mehr als bedenklich, einige Datenschützer halten das sogar für unerlaubt.

Wer sich trotzdem bei Spotify anmeldet, bekommt eine unglaubliche Auswahl an Musik geboten. Die landet wahlweise im PC, auf dem Tablet, im Smartphone oder auf der Stereoanlage. Auf dem PC sogar kostenlos – wenn man Werbung über sich ergehen lassen will. Wer keine Werbung will, zahlt fünf bis zehn Euro, bekommt dann werbefreie Musik und sogar Musik aufs Smartphone. Zu denselben Preisen bieten auch rdio.com, Deezer und Simfy Musik an. Streamingdienste werden immer interessanter – und werden auch immer besser angenommen.

Auch Google hat diese Woche mal wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Google plant nach eigenen Aussagen, die Suchmaschine zu verbessern. Künftig soll Google öfter Antworten bieten, nicht nur Linklisten und Webtreffer präsentieren. Teilweise geht das heute schon: Wer “Flug Düsseldorf-München” eingibt oder “Aktie xyz” eingibt, bekommt von Google neben den üblichen Anzeigen und Treffern auch schon konkrete Infos geboten, etwa Flugzeigen oder Aktienkurse.

In Zukunft soll das aber viel öfter passieren. Wer dann “Bodensee” eintippt, bekommt Infos zum See, Größe, Durchschittstemperatur, die besten Hotels rund herum… Google tüftelt gerade daran, wo das nötige Wissen herkommt. Vermutlich in erster Linie aus dem Web, weshalb viele Onlinedienste sich jetzt schon beschweren, denn wenn Google Antworten liefert, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass geklickt wird. Stimmt. Die nun beginnende Diskussion ist spannend – Google will zum Weitervermittler selbst zum Antwortengeber werden. Das ist eine neue Situation.

Schauen Sie gerne Webvideos an? Ich weiß: Es gibt so viel Müll in Youtube und Co. Aber es gibt eben auch Perlen, richtig gut gemachte Videos, die anzuschauen eine echte Freude ist. Gut, dass es den Webvideopreis gibt. Denn hier gibt es solche Perlen zuhauf zu sehen: Witzig gemachte, intelligente Videos, die berühren, erheitern, zum Nachdenken anregen. Einige Filmemacher haben richtig Talent. Einfach mal die Videos in den verschiedenen Kategorien anschauen – und auch abstimmen, denn jeder kann sagen, welches Video ihm am besten gefällt. Am 31. März gibt es Auszeichnungen für die besten Videos – in den verschiedenen Kategorien.

1 Antwort
  1. Markus Hilbmann
    Markus Hilbmann sagte:

    Guten Tag Hr. Schieb,

    warum weisen Sie nicht daraufhin, dass man sich bei SPOTIFY nur mit FACEBOOK-Konto
    anmelden kann?

    Bitte noch um Aufklärung über die Hintergründe. Hat Zuckerberg seine Finger im Spiel?

    MfG

    M.Hilbmann

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