Eine neue Generation von Kreditkarten soll das Einkaufen erleichtern: Ein Funkchip übermittelt alle relevanten Zahldaten an den Händler. Verbraucher halten beim Bezahlen ihre Karte nur noch an das Kassenterminal. Niemand muss die Karte in ein Lesegerät stecken oder einen PIN eingeben. Vor allem Kreditkarten von Visa und Mastercard, die mit der neuen Funktechnik NFC (Near Field Communication) ausgestattet sind, erlauben diese bequeme Art des Bezahlens. Doch nach Recherchen des ARD-Magazins report MÜNCHEN weist die neue Technik durchaus einige Sicherheitsmängel auf. Hier der Bericht auf BR.de

Nach Recherchen des ARD-Magazins Report München weist die neue Technik allerdigs erhebliche Sicherheitsmängel auf. Die Kollegen des Magazins weisen nach, dass Kriminelle per Funk auf die Kreditkartennummer sowie das Verfallsdatum zugreifen können. Ein Sicherheitsexperte liest mit seinem Handy in einem Abstand von bis zu vier cm die Kreditkartennummer sowie das Ablaufdatum aus, das Handy muss dazu nicht einmal direkten Kontakt mit der Brieftasche haben. Mit den auf diese Weise ergaunerten Daten könnten dann Waren im Internet bestellt werden.

„Datenklau per Handy“ schreibt die Frankfurter Rundschau. Auch hier wird auf die entdeckte Sicherheitslücke hingewiesen. Die Kreditkarten-Firmen Visa und Mastercard weisen die Verantwortung aber zurück- Die vom ARD-Magazin vorgebrachte Kritik sei bereits seit Jahren bekannt. In der Tat ist schwer vorstellbar, dass sich jemand möglichen Opfern auf drei bis vier Zentimeter nähert, um die Daten auszulesen. Aber möglich ist es schon – und man fragt sich, wieso die Daten nicht besser geschützt sind. Rund 1,2 Millionen Mastercard-Kunden in Deutschland nutzten die kritisierten Karten mit eingebauter NFC-Funktechnik bereits. Probleme sind laut Mastercard bislang aber nicht bekannt.

Wer sich heute eine Kreditkarte zulegt, sollte deshalb nicht nur auf die Gebühren schielen, sondern auch andere Kriterien beachten, etwa, welche Sicherheitsmechanismen die verschiedenen Kartenaussteller anbieten. Mastercard hat das SecureCode eingeführt, um Online-Transaktionen sicherer zu machen. Mehr Infos über Gebühren und Sicherheitsstandards gibt es auf der Seite www.kreditkarten-ratgeber.de