Das Internet ist der größte Marktplatz der Welt. Hier kann man nicht nur rund um die Uhr einkaufen, sondern auch nahezu überall auf der Welt– per Mausklick. Macht ein Händler einen besonders guten Preis, kann davon heute jeder profitieren, denn wo der Händler seinen Sitz hat, ist (fast) egal. Der Paketbote liefert die Ware, bezahlt wird bargeldlos per Lastschrift oder Kreditkarte.

So viel Wettbewerb war selten, deshalb lohnt es mehr denn je, sorgfältig die Preise zu vergleichen. Preissuchmaschinen können dabei helfen, den günstigsten Anbieter zu finden. Es gibt Preissuchmaschinen für jeden Zweck und Bedarf: Einige finden die günstigsten Elektroartikel, andere die preiswertesten Medikamente, wieder andere ermitteln den günstigsten Anbieter für DSL, Strom oder Gas. Nicht, weil die Betreiber dieser Suchmaschinen wollen, dass die User ein echtes Schnäppchen machen – das vielleicht auch –, sondern vor allem, weil Preissuchmaschinen ein gutes Geschäft sind.

Keine Datenbank enthält alle Preise und Konditionen

Wichtigste Prämisse: Jede Preissuchmaschine ist nur so gut wie ihre Datenbank im Hintergrund – und die will geschickt bestückt werden. Im Idealfall kennt eine Preissuchmaschine natürlich alle aktuellen und korrekten Preise von möglichst allen relevanten Anbietern. Nur dann lässt sich wirklich verlässlich ermitteln, wer etwas am günstigsten anbieten kann. Allerdings lässt sich dieses Ziel in der Realität kaum erreichen: Es gibt keine Preissuchmaschine, die alle Preise kennt – völlig unmöglich. Die meisten Betreiber von Suchmaschinen sind allerdings durchaus bemüht, möglichst viele Anbieter und Preise zu berücksichtigen.

Das Problem: Für den Benutzer ist es schwer bis gar nicht nachvollziehbar, über welchen Kenntnisstand die Datenbank verfügt. Wie oft wird sie aktualisiert? Wer liefert die Preise an – die Anbieter selbst, oder ermittelt das Preisportal die Preise? Werden auch Nebenkosten berücksichtigt? Dem Konsumenten muss klar sein, dass jede noch so professionell wirkende Preissuchmaschine nur einen Ausschnitt des Angebots kennt, im Idealfall einen möglichst großen, und auch nicht unbedingt jeden aktuellen Preis kennen muss. Preissuchmaschinen helfen sind daher eine gute Hilfe, günstige Preise zu finden – es gibt aber keine Garantie, tatsächlich den günstigsten Preis damit zu ermitteln.

Auch Suchmaschinen verdienen Geld – mit Provisionen

Mit Suchmaschinen wird Geld verdienen. Kassiert wird aber nicht bei den Benutzern, sondern bei den Händlern und Anbietern. Preissuchmaschinen leiten die Benutzer am Ende auf einen Onlineshop oder schicken ihn zu einem Anbieter, um sich weitergehend zu informieren. Nicht selten wird am Ende etwas gekauft oder ein Vertrag abgeschlossen. In diesem Fall wird eine Provision gezahlt – an den Betreiber der Suchmaschine. Solche Provisionen können minimal ausfallen, im Centbereich, etwa beim Einkauf eines einzelnen Musiktitels. Es können aber auch mehrere hundert Euro sein, etwa wenn ein neuer Mobilfunkvertrag, ein DSL-Vertrag oder ein Liefervertrag für Strom oder Gas abgeschlossen wird.

Diese Tatsache alleine bedeutet natürlich noch lange nicht, dass der Betreiber einer Preissuchmaschine automatisch die Anbieter mit den besten Provisionen nach vorne holt und nur diese in den Treffern präsentiert. Das wäre unseriös, würde die Ergebnisse verfälschen und sich ganz schnell herumsprechen. Die meisten Suchmaschinen sind schon bemüht, ein möglichst objektives Ergebnis zu präsentieren, zumindest basierend auf die Datenbasis. Allerdings sollte jeder Benutzer wissen, dass es eine gewisse Abhängigkeit zwischen den Betreibern solcher Suchmaschinen und den Anbietern im Web gibt.

Idealerweise mehrere Suchmaschinen nutzen

Allerdings macht kaum eine Suchmaschine die Hintergründe transparent. Selten wird mitgeteilt, wie oft die Datenbank aktualisiert wird, welche Provisionen gezahlt werden und ob alle relevanten Anbieter erfasst sind. Eine wirklich gute Suchmaschine sollte zwar bemüht sein, möglichst alle relevanten Angebote zu erfassen, abzubilden und zu vergleichen – eine Garantie dafür gibt es darauf aber nie. Darüber hinaus gibt es viele Vergleichsportale, die zwar den Eindruck erwecken, möglichst viele Anbieter zu berücksichtigen, klammern aber dann doch viele aus, etwa Konditionen der Konkurrenz in einem Versicherungsportal.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der befragt deshalb besser mehrere Suchmaschinen und vergleicht die Ergebnisse. Unter www.preisvergleichsservice.de gibt es eine nützliche Übersicht über wichtige deutschsprachige Preisvergleicher. Allerdings ist auch diese Liste alles andere als vollständig, so fehlen zum Beispiel die Preisvergleicher für Versicherungen oder Strom und Gas. Aber es ist eine gute Startrampe, um sich umzuschauen. Und eins steht fest: Ohne Preissuchmaschinen findet man garantiert nicht den günstigsten Preis. Mit Preissuchmaschine hat man immerhin gute Chancen.

2 Kommentare
  1. Max Muster
    Max Muster sagte:

    Preissuchmaschinen sind häufig direkt mit dem Anbieter verbunden, mit der Folge, dass die Suche nach einem bestimmten Produkt die Preise sofort in die Höhe schnellen lässt. – Das habe ich mehrfach erlebt.
    Wenn man dann einige Stunden oder auch einen Tag vergehen lässt, pendeln sich die Preise wieder auf dem vorherigen Niveau ein.
    Mein Rat: niemals unmittelbar nach der Suche bestellen.

  2. erwin
    erwin sagte:

    Es kann sich auch lohnen, ein Produkt über den Einstieg einer Preissuchmaschiene zu kaufen. Bei Hardwareversand.de sind Produkte oft billiger wenn man sie sich bei Idealo.de raussucht und sich dann weiterleiten lässt.

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