Spiele-Apps sind bei Kindern sehr beliebt. Besonders gut gelungen ist die neue Maus-App vom WDR – für Kinder und Junggebliebene.

Ein Smartphone oder Tablet zu bedienen, das ist im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht. Einfach dort hin tippen, wo es spannend ist – dazu muss man nicht mal lesen können. Spiele-Apps sind deshalb perfekt für Kinder geeignet. Ein großes  Problem für die meisten Eltern ist allerdings die Frage: Welche App taugt etwas für meine Kleinen?

Doch es gibt sie, die gut gemachten Apps für Kinder. Bestes Beispiel: die MausApp. Die ist ganz neu und kommt von den Machern von der Sendung mit der Maus. Für Kinder und alle Junggebliebenen. Seit 1971 hüpft die Maus bereits über deutsche Bildschirme – und jetzt auch über die Displays von Smartphone und Tablet.

Und dann geht es auch gleich los. Da steht sie, die Maus, mit hängenden Armen und großen, klimpernden Augen. Berührt man den Bildschirm, setzt sich die Maus in Bewegung. Genau so etwas gefällt Kindern: Sie wollen die fremde Welt erkunden. Sie tippen intuitiv alles an, was spannend aussieht, wo sich etwas verstecken könnte. Sie tippen auf die Maus, den Leuchtturm, den Schrank, das Fernglas.

Ausprobieren und Erforschen

Sie wollen eben wissen, was sie damit anstellen können. Die Maus flitzt hin – und es passiert etwas. Und tippt man die Maus selbst an, macht die alle möglichen Bewegungen. Genau so muss eine kindgerechte Bedienung aussehen: Sie muss zum Ausprobieren und Erforschen einladen. Gut gemacht, bei der MausApp.

Natürlich trifft die Maus irgendwann auch auf Elefant und Ente. Die sind mit von der Partie. Besonders lieben es Kinder aber zu spielen. Deshalb bietet die MausApp etliche kleine Spielereien an, die die Kinder beim Erkunden der App-Welt entdecken können, etwa eine Flaschenpost und – ganz modern! – eine Selfie-Funktion.

Da machen die Kinder mit der Kamera im Mobilgerät ein Foto von sich und können es dann schmücken, sich zum Beispiel die Barthaare der Maus ankleben oder die Ohren des Elefanten. Auch Elefantenrüssel, Entenschnabel oder Mausohren sind im Repertoire. Das macht Spaß und sieht witzig aus.

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Wasserski, Tauchen, Schatzsuche

In den verschiedenen Spielen können die Kinder der Maus helfen, etwa beim Wasserski-Fahren. Oder beim Tauchen. Oder beim Klettern unter Tage. Dabei können die Kleinen Geschick und Köpfchen beweisen. Die Maus muss über Hindernisse bugsiert werden. Und wenn sie ins Wasser plumpst, plustern sich die Fische auf, wenn die Kinder auf sie tippen.

Ziel ist es, einen Schatz zu finden. Absolut kindgerecht – allerdings dürften die Maus-Spiele etwas abwechslungsreicher sein. Denn auch das macht eine gute Spiel-App aus: Die Herausforderungen nehmen zu, je besser der Spieler ist, je mehr er kann. Doch hier sind die Spiele in der Maus-App nicht sonderlich flexibel.

Lach- und Sachgeschichten

Natürlich dürfen auch die Lach- und Sachgeschichten nicht fehlen. Die gibt es im MausKino. Dutzende Filme, die einen gewohnt schlauer machen. Die Filme entstammen der TV-Sendung und sind nicht extra für die App gemacht. Was sicher besser wäre, vor allem, wenn sie interaktiv gestaltet würden. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Hinweise auf die jeweils aktuelle Sendung gibt es auch. Die App ist mit der Webseite der Sendung verknüpft. Auf diese Weise ändern sich die Inhalte der App immer wieder. Es kommen neue Inhalte dazu – und das ist Fernsehen auf eine ganz neue Art und Weise. Spielerisch. Kindgerecht. Lehrreich.

Die MausApp ist natürlich kostenlos, durch Gebühren finanziert. Es gibt sie für iOS und Android, für Smartphone und Tablet. Die App ist mit 148 Mbyte allerdings vergleichsweise groß. Man braucht also genügend Speicherplatz in seinem Mobilgerät. Die MausApp ist jedenfalls uneingeschränkt zu empfehlen. Nicht nur für Kinder, sondern natürlich auch für alle großen Maus-Fans.