Geschmack ist Moden unterworfen – Gestaltung und Layouts ebenso. Während Apple bei seinen ersten Versionen von iOS auf ein Design mit 3D-Effekt gesetzt hat – Knöpfe, Buttons und Fenster hatten eine gewisse Tiefe -, setzt Microsoft seit 2010 auf Flat-Design. Zuerst bei Windows 7, seit Windows 8 aber erst recht. Seit iOS 7 setzt auch Apple auf ein Design ohne 3D-Effekte.

Die Welt der Applikationen und Benutzeroberflächen sind seit einigen Jahren eher flach. Klare Kanten, klare Farben, schlichtes Design. Da kann man sich schnell und leicht orientieren. Flat-Design funktioniert auf Mobilgeräten ebenso gut wie auf Tischcomputern. Kein Wunder, dass nicht nur Betriebssysteme wie Windows, iOS oder Android auf den Trend stürzen, sondern auch die meisten modernen Apps. Klarheit ist Trumpf.

Ursprünglich kommt Flat Design aus der Welt der Benutzeroberflächen für mobile Geräte, Webseiten und Onlineshops. Ein grafisch minimalistisches Stilmittel.

Windows 8: App-Kachel verschieben

Form follows function

Beim Flat-Design ist die Darstellung der einzelnen Elemente möglichst einfach gehalten. Die Texturen sind klar, das Layout verzichtet auf Verzierungen, Schlagschatten und vor allem 3D-Effekte. Motto: Möglichst klar und einfach, weniger ist mehr. Form follows function.

Während es im Kino und auch in vielen Computerspielen (Stichwort: Virtual Reality) nicht aufwändig genug zugehen kann, profitieren Applikationen, Webseiten und Benutzeroberflächen von der Reduktion. Die Konzentration auf das Wesentliche ohne Schnickschnack hat einen entscheidenden Vorteil: Ein solches Layout braucht keine lange Ladezeiten und passt sich besser und flexibler den unterschiedlichen Bildschirmgrößen an, was wiederum für das Responsive Design ein wichtiger Faktor ist.

Bedienbarkeit und Usability stehen vor dem Design. Trotzdem kann auch ein Flat-Design ansprechend und schön sein. Am besten kann man das auf der Webseite von Microsoft sehen, die den Trend zum Flat-Desing losgetreten haben. Aber auch Wettbewerber Google hat die Vorzüge des Flat-Designs früh erkannt. Längst haben sich Agenturen wie Credia auf das Erstellen von Web-Layouts im Flat-Design spezialisiert.

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Klar, flach – einfach

Doch nicht nur die Gestaltung der Elemente spielt eine Rolle, sondern auch die Wahl der Farben. Ebenfalls wichtig: Ein klares, gut lesbares Schriftbild, selbstverständlich ohne Serifen (also “Schnörkel”) wie Arial oder Helvetica.

All diese Punkte zusammen – klare, flache Formen, satte Farben und klare Schriften – sorgt für Klarheit. Das wiederum führt zu mehr Bedienfreundlichkeit. Das wird vom Anwender geschätzt. Flat Design bringt den Content einer Webseite bzw. einer Applikation wieder in den Vordergrund, so ganz ohne Aufwand und natürlich mit einem strukturierten Layout.