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Karneval und Smartphone

09.02.2018 | Von Jörg Schieb

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Karneval ist bekanntlich die fünfte Jahreszeit und für viele wie Urlaub. Und im Urlaub macht man viele Fotos, von sich, von Freunden, von anderen. Aber darf man das überhaupt? Ist das klug? Sollte man sein Smartphone besser ausgeschaltet lassen, damit man keinen Unsinn anstellt? Und gibt es spezielle Apps für den Karneval? Was man beachten sollte, damit man sich nicht zum Narren macht.

Es ist Karneval. Smartphone besser zu Hause lassen, weil alles zu gefährlich, oder doch lieber einstecken – man weiß ja nie?

Ich würde sagen: Einstecken. Schon für den Notfall. Aber mit Bedacht einsetzen. Denn wer unter Alkoholeinfluss steht, und das soll in diesen Tagen ja vorkommen, der hat womöglich schon Probleme beim Entsperren des Geräts. Nicht die besten Bedingungen, um Partner oder Ex-Partnerin eine Nachricht zu schreiben, egal ob getippt oder diktiert. Aber natürlich kann das Smartphone helfen, etwa ein Taxi zu rufen.

Nützliche Apps für die wilden Tage

Man muss nicht mal die Nummer kennen. Und bei MyTaxi kann man auch per Handy bezahlen – sehr praktisch. Außerdem gibt es auch Apps, die sich im Karneval als nützlich erweisen können.

Apps, die einem den Weg zur nächsten öffentlichen Toilette zeigen, oder Apps, die einem die Liedtexte präsentieren, die man mitgrölen möchte – oder man lässt sich per App zum nächsten Treffpunkt leiten oder schaut nach, wo was los ist. Wenn ich so darüber rede: Doch, man sollte sein Smartphone unbedingt mit dabei haben.

Foto machen oder nicht?

Schnell hat man ein Foto oder sogar ein Video gemacht. Als Selfie gedacht, um sich und die neue Bekanntschaft abzulichten. Doch im Hintergrund sieht man andere Leute, total hacke. Das ist bestenfalls dann in Ordnung, wenn man das Selfie nur zum Selbstanschauen gemacht hat. Sobald das Foto aber auch veröffentlich wird, ob bei Facebook, Instagram, flickr oder wo auch immer, sieht es natürlich anders aus.

Jeder hat das Recht am eigenen Bild – sogar, vielleicht sogar ganz besonders, wenn man unter etwas fragwürdigen Umständen in der Ecke sitzt. Ein solches Bild darf man nicht veröffentlich, streng genommen. Anders sieht es aus, wenn man Teil einer großen Gruppe ist, also nicht von ein bis drei Personen, sondern deutlich mehr.

Dann gibt es kein Recht am eigenen Bild. Oder als „Person des öffentlichen Interesses“. Du (wer?) musst also aufpassen: Dich darf jeder fotografieren, als berühmte/r Moderator/Moderatorin. Generell sollte man wohl sagen: Einfach mal überlegen, ob man selbst von Fremdem abgelichtet werden möchte.

jarmoluk / Pixabay

 

Live-Schalten auf Facebook oder Instagram

Bei Facebook oder Instagram kann man ja sogar live auf Sendung gehen, per Livestream. Technisch. Würde ich aber von abraten. Zum einen wegen der Bildrechte, haben wir ja gerade drüber gesprochen. Dann aber auch wegen der Musikrechte. Wer auf einer Veranstaltung mit Livemusik ist, darf womöglich gar nicht senden… Ist zwar eher unwahrscheinlich, da Ärger zu bekommen, muss aber ja nicht sein.

Telefonieren mit dem Smartphone

Karneval kann es schon mal was später werden. Oder früher. Was, wenn man telefonieren möchte – eine kluge Idee?

Um vier Uhr morgens harmlose Menschen, die nicht Karneval feiern, aus dem Bett zu klingeln, ist nicht besonders höflich. Deshalb sollte man genau darauf achten, dass man wirklich die richtige Person aus dem Menü auswählt. Und Siri ein „Ruf Jörg an“ entgegen zu blöken. womöglich mit verringerten Artikulationsmöglichkeiten und/oder mit unheimlich lauter Umgebung, ist nicht zu empfehlen.

Gut möglich, dass Siri jemand ganz anderes anruft. Und dann kann das doppelt unangenehm werden: Einmal, weil man zur Unzeit anruft, aber dann auch, weil man es vielleicht gar nicht bemerkt und der falschen Person irgend etwas erzählt.

 

 

Surfen im WLAN

Surfen im Netz während Karneval, ist denn das eine gute Idee?

Grundsätzlich muss man sich ja fragen: Ist es eine gute Party, wenn ich den Drang verspüre, mein Handy zu zücken und online zu gehen? Eher nicht. Aber wenn, dann sollte man wissen, dass es Karneval möglicherweise mehr offene WLANs geben könnte, die den Zustand der Besucher ausnutzen wollen und eingetippte Zugangsdaten mitschreiben. Ich würde es lassen. Selten gibt es weniger gute Gründe als Karneval, auf Websurfen zu verzichten.

 




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