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Router für den Internetzugang: Auf was kommt es an?

03.12.2018 | Von Jörg Schieb

Hardware

Wer zu Hause online gehen möchte, braucht zwei Dinge unverzichtbar: Ein Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen – und entsprechende Hardware. Ein Router. Viele DSL- und Kabelanbieter stellen dem Kunden einen Router. Doch seit dem Ende des Routerzwangs ist nicht mehr immer der Fall. Der Kunde kann in der Regel frei wählen, welcher Router es sein soll.

Wichtig zu wissen: Der bereitgestellte Router muss keineswegs das beste Modell sein und auch nicht den eigenen Ansprüchen genügen. Aber was bedeutet das? Was sollte ein Router heute können, außer Geräte via WLAN oder LAN mit dem Internet zu verbinden?

succo / Pixabay Welcher Router ist der Richtige? Was sollte so ein Gerät können?

 

Verschlüsselungs- und Zugangsmanagement

Grundsätzlich ist es beim Router schon so, dass der Preis über die bereitgestellten Funktionen und damit auch über das Maß an Sicherheit entscheidet.

Wer den Router vom Anbieter mietet, hat oft sogar die Auswahl zwischen einem „0815-Modell“ und einer anspruchsvolleren Variante, zum Beispiel der Fritz!Box. Solche Geräte sind laut idealo.de je nach Modell schon für 119,90 Euro erhältlich.

Wer selbst für die Bereitstellung des Routers sorgt, hat natürlich die Qual der Wahl. Vom simplen Router bis hin zum Medien-Server für zu Hause bietet der Handel alles Mögliche an. Wichtig sind dennoch einige Elemente, die der Router aufweisen sollte:

  • Zugang Damit dist nicht der bloße Zugriff der im Haushalt vorhandenen Geräte auf den Router gemeint, sondern die Möglichkeit, Gastzugänge anzulegen. Diese sind immer dann sinnvoll, wenn über den Router ganze Mediencenter – also diverse Geräte – verwaltet werden. Soll der Gast zwar das WLAN nutzen können, aber nicht auf Prime, Streamingdienste oder den Drucker zugreifen können, ist der Gastzugang perfekt. Private Bereiche des Hauses werden virtuell somit verschlossen.
  • Anschlüsse Router bieten WLAN, aber auch LAN-Anschlüsse. Es sollte vor dem Routerkauf stets geschaut werden, ob und welche Geräte via LAN angeschlossen werden. Gerade beim reinen TV-Streaming macht LAN großen Sinn, auch Gamer wissen das kabelgebundene Internet aufgrund der besseren Verbindung zu schätzen.
  • Telefonie Es gibt zwar kaum noch analoge Anschlüsse, doch die, die es noch gibt, werden bald umgestellt. Das heißt, der Router muss neben dem Internet auch noch die Telefonie verwalten. Auch hierfür muss der Router geeignet sein und einen Ansteckplatz besitzen. Um dies zu machen, ist allerdings ein DECT-Telefon mit Basisstation notwendig.
  • Sicherheit Der Router funkt die Signale nicht nur innerhalb der Wohnung oder des Hauses. Ein Teil der Signale ist auch außerhalb erreichbar. Das kann jeder für sich selbst testen: Ist das Smartphone mit dem WLAN verbunden, muss nur das Haus verlassen werden. Wenn das Signal abbricht und auf LTE umgestellt wird, befindet man sich außer Reichweite des Routers. Dieser Fakt bietet natürlich auch Nachbarn oder Betrügern die Möglichkeit, auf das Netzwerk zuzugreifen – und das kann gefährlich sein. Daher muss die Übertragung verschlüsselt sein. Eine WPA2-Verschlüsselung muss der Router stets besitzen.

Einstellmöglichkeiten in puncto Geschwindigkeit

Grundsätzlich möchten wir alle eine möglichst hohe Internetgeschwindigkeit, stabile Telefonate ohnr Abbrüche und ganz allgemein möglichst wenig Probleme mit den Verbindungen. Aus diesem Grund wird ein guter Anschluss gewählt.

Doch wenn die Verbindungsdaten später abgerufen werden, kommt oft das böse Erwachen: Am PC oder Laptop kommt gar nicht die Geschwindigkeit an, die eigentlich bestellt wurde. Das kann durchaus an falschen Einstellungen liegen:

  • VoiP-Telefonate Das Problem kennt jeder. Die Verbindung hakt, bricht ab oder der Empfänger hört einen selbst nicht richtig. Das kann daran liegen, dass die Einstellungen im Router nicht korrekt sind. In den QoS-Einstellungen sollte daher die Internettelefonie priorisiert werden.
  • TV Wer auch das TV übers Internet empfängt, kann die obige Einstellung auch für das Fernsehen festlegen. Bei IPTV wird über die Einstellungen IPTV vor allen anderen Übertragungen berücksichtigt.
  • Filter setzen Manche Anwendungen sind wichtiger als andere. Über die Einstellungen „Filter“ lassen sich einzelne Anwendungen hervorheben. Zudem können einzelne Geräte bevorzugt werden. Ist es beispielsweise wichtig, dass der Desktop-PC immer fix im Internet unterwegs ist, weil beispielsweise Photoshop in der Cloud genutzt wird, kann dieses Gerät die oberste Priorität erhalten. Dasselbe gilt für Echtzeitanwendungen wie Streamingdienste.

Die Geschwindigkeit lässt sich aber – gerade beim WLAN – auch auf anderen Wegen verbessern. Gerade bei Mietroutern oder den bereitgestellten recht einfachen Geräten können WLAN-Repeater schon Wunder bewirken. Dasselbe gilt für WLAN-Adapter, die Computern oder auch TV-Boxen helfen, die Signale schneller zu empfangen.

Ansonsten gilt, dass sich für einige Geräte durchaus die LAN-Verbindung lohnt:

  • Spielen Das Gerät, mit dem Videospiele gespielt und gestreamt werden, ist besser mit einem LAN-Kabel verbunden.
  • TV Auch hier hat das Kabel den Vorteil. Die Kabelvariante unterliegt einfach weniger Streueffekten.

Weitere interessante Aspekte

Und was ist noch wichtig, um den gekauften Router in Schuss und auf dem neuesten Stand zu halten? Da gibt es mehrere Aspekte:

  • Updates Wie der Router auch heißt: Updates kommen immer wieder vor. Die Firmware-Updates halten den Router nicht nur auf einem aktuellen Stand, sie sind auch ungemein wichtig für die Sicherheit.
  • Passwort Viele Internetnutzer behalten das einfache Passwort des Routers bei oder wählen schlichtweg den Namen eines Familienmitglieds. Das Passwort für den Router muss immer sicher sein, da niemand, außer der Routerbesitzer Zugriff auf diesen haben sollte.
  • WLAN-Passwort Auch dieses Passwort sollte geändert werden. Hier empfehlen sich Passwörter mit mindestens 20 Zeichen, die aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
  • Kindersicherung Viele Router bieten eine Kindersicherung an, mit der bestimmte Webseiten nicht mehr aufgerufen werden können. Diese Kindersicherungen können auch an Geräte gekoppelt werden, ähnlich dem Gastzugang.
  • WLAN-Reichweite Ist die Empfangsqualität in der Wohnung oder im Haus hervorragend, das Signal aber auch noch fünfzig Meter entfernt vorhanden, kann die Reichweitenreduzierung sinnvoll sein.


Mit dem richtigen Router lässt sich die eigene Internetverbindung sicherlich beschleunigen.

Fazit – den Router schützen

Es ist wichtig, den Router vor fremdem Zugriff zu schützen – und natürlich, die eigene Empfangsqualität auf einem oberen Level zu halten. Über die Einstellungen des Routers lässt sich grundsätzlich viel regeln. Wer selbst einen Router kaufen möchte, der sollte unbedingt auf die Verschlüsselung und die Möglichkeiten achten, die dieser Router bietet. Gerade mit Kindern im Haus ist es beispielsweise sinnvoll, wenn diese per Kindersicherung von Webseiten »ausgesperrt« werden.

 

 

 

 

 




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