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CES in Las Vegas: Die Trends

07.01.2019 | Von Jörg Schieb

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Die „Consumer Electronics Show“ (CES) ist die größte Messe ihrer Art, wenn es um Unterhaltungselektronik, Computer und Internet geht. Grund genug, um über die Trends in diesem Jahr zu sprechen: Was kommt, was entwickelt sich, womit müssen wir rechnen?

Den ersten Datenskandal haben wir bereits. Datenschutz sollte doch vielleicht eins der wichtigsten Themen sein in diesem Jahr – in unser aller Interesse.

Aber auf der Messe spielt das Thema praktisch keine Rolle. Die Industrie denkt sich ständig neue Sachen aus. 8K-Fernseher zum Beispiel. Aber Datenschutz ist kein echtes Thema.

Das müssen wir als Warnsignal verstehen: Würden wir uns alle – also Politik, Industrie und wir Privatleute – für den Datenschutz interessieren und intensiv dafür einsetzen -, würden wir bevorzugt oder ausschließlich Produkte kaufen oder nutzen, die sichere Daten bieten, dann würde die Industrie umschwenken.

Weil wir uns aber nicht sonderlich für Datenschutz interessieren, passiert auch nichts bis wenig. Es gibt jedenfalls kaum Produkte, mit denen wir unsere Daten sicher speichern können, ob zu Hause, in der Firma oder in der Cloud. Und Cloud ist ja ein wichtiges Stichwort: Wie es aussieht, könnte der Hacker sich gerade hier bedient haben. Ich würde mir also wünschen, wenn Datenschutz 2019 zum Trendthema würde.

Neuer Trend 8K

Es sind erste Fernseher zu sehen, die das bieten. Ultrahochaufgelöst. Natürlich nützt es nichts, wenn ein Fernseher 8K beherrscht, aber sonst kein Gerät. Denn es müssen Signale auf den Fernseher, die das auch nutzen. Wer einen 4K-Fernseher hat, schaut nicht schärfer Fernsehen, da die Sender 4K nicht unterstützen.

Aber Amazon und Netflix bieten einige Filme und Serien in 4K. Auch Games lassen sich in 4K dadddeln… Nun ist die nächste Runde eingeläutet. Erste 8K-Kameras gibt es bereits. Davon wird es in Zukunft mehr geben, dann wird es Spiele geben, die 8K können… Bis wir YouTube-Videos in 8K sehen können oder sogar Filme und Serien auf Netflix, werden aber sicher noch ein paar Jahre vergehen. Aber: Der erste Schritt ist gemacht.

Künstliche Intelligenz – KI

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr drei Milliarden Euro zur Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI) in unserem Land ausgelobt. Ein klarer Trend: Alle entwickeln gerade an der sogenannten Künstlichen Intelligenz. Ich sage „sogenannte“, weil es keine echte Intelligenz ist, sondern bestenfalls eine Simulation.

Aber hier stecken die Unternehmen gigantische Summen hinein. Vor allem Unternehmen, die wir alle kennen: Apple, Google, Facebook, Microsoft – und Samsung. Samsung soll 22 Milliarden Dollar investieren in seine KI-Systeme wie Bixby.

Aber auch Apple, Amazon, Google, Facebook und Microsoft wollen ihre Digitalen Assistenten schlauer machen. Sie sollen alle Fragen verstehen, besser und schneller. Ein Wettbewerb, der viel Umsatz verspricht, denn die Betreiber binden die Nutzer an ihre Dienste und Plattformen. Die meisten nutzen nur einen Assistenten, nicht mehrere. Wer den Job am besten macht, bekommt die meisten User – und verdient Geld mit Werbung, Provisionen und überhaupt.

Leider geht es auf der CES praktisch gar nicht um die kritischen Aspekte der KO. Die CES ist halt eine „Show“, eine Verkaufs-Show. Wir brauchen dringend eine kritische Auseinandersetzung mit KI: Was soll die Software dürfen, wo sind Grenzen? Die ethischen Fragen sollten eine größere Rolle spielen.

Augmented Reality boomt

In den letzten Jahren haben wir auf den Messen immer dasselbe Bild gesehen: Menschen mit Cyberbrillen, die sich komisch bewegen.

Doch Virtual Reality (VR) entwickelt sich langsam weiter, wird aber auch dieses Jahr nicht zum Massenthema. Zu teuer, zu wenig sinnvolle Einsatzmöglichkeiten – es sei denn, man spielt gerne Spiele. Was aber groß im Kommen ist, ist Augmented Reality (AR). Hier verschmelzen echte und virtuelle Welt. Wir kennen das von Spielen wie Pokemon: Im Display des Handys sehen wir die echte Welt – und rein montierte Monster.

Das Konzept wird ausgebaut. Aber im sinnvollen Bereich: Google Maps zum Beispiel kommt in einer AR-Version. Da können wir uns mit dem Smartphone umschauen und bekommen Erläuterungen zu Gebäuden, Brücken oder Straßen, die wir gerade sehen. Und die App zeigt uns den Weg: Da musst Du lang… Auch im Arbeitsbereich wird AR zum Einsatz kommen. Hier aber mit speziellen Brillen: Wir sehen die Umwelt – und es werden Extrainfos eingeblendet. Diesen Hebel umlegen. Oder Ärzte schauen sich gemeinsam 3D-Modelle an.

 




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