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Manchmal werden Sie den Bedarf haben, auf einen Rechner oder eine Festplatte zuhause zugreifen zu wollen. Das wird leider meist schwierig, denn im Standard haben Sie ja keinen Zugriff auf eine Adresse, die Ihr Zuhause über das Internet erreichbar macht. LAN (Local Area Network, Ihr Heimnetzwerk) und WAN (Wide Area Network, das Internet) sind eigentlich nicht miteinander verbunden. Das lässt sich aber einfach ändern.

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Firmen haben zu diesem Zweck eine feste WAN-IP, die sich auch beim Neuaufbau der Verbindung zum Internet nicht ändert. Dies ist aber teuer und für den Privatanwender kaum finanzierbar.

Dafür gibt es diverse Anbieter so genannter dynamischer DNS-Dienste“. Internetanbieter wie IONOS und Strato bieten sie an, der bekannteste Dienst ist sicherlich Dyn (http://www.dyn.com). Die Funktionsweise ist recht einfach: Sie bekommen vom Anbieter eine Internetadresse zugewiesen, deren ersten Teil Sie frei bestimmen können, beispielsweise meinzuhause.dyndns.org und zahlen dafür einen jährlichen Obolus. Dieser liegt in der Regel im niedrigen zweistelligen Eurobereich für ein Jahr und damit deutlich günstiger als eine feste IP-Adresse.

Bei jedem Neuaufbau der Internetverbindung meldet eine kleine App auf Ihrem PC, in Idealfall sogar direkt Ihr Router, die neue WAN-IP-Adresse an den Dienst. Dieser hinterlegt dann die jeweils aktuelle IP-Adresse, unter der Ihr Router erreichbar ist, an den Dienst, und der hinterlegt sie Ihrer Internetadresse.

Rufen Sie im Beispiel dann http://meinzuhause.dyndns.org auf, dann geht die Anfrage auf den Dienstanbieter, der sie auf die richtige Adresse Ihres Routers weiterleitet.

Um hier dann Daten an ein bestimmtes Gerät in Ihrem Netzwerk freizugeben, müssen Sie eine so genannte Port-Freigabe einrichten. Das findet in Ihrem Router statt und ist dort eine Standardfunktionalität.  Port 80 ist für Internetanfragen, Port 21 für FTP, eine Liste der Standardports für verschiedene Anwendungen finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_standardisierten_Ports.

Nehmen wir folgendes Beispiel: Ihre Netzwerkfestplatte mit der internen IP-Adresse 192.168.0.45 soll als FTP-Server fungieren. Dann muss im Router der Port 21 für Anfragen von außen umgeleitet werden auf diese IP-Adresse.

Von unterwegs können Sie dann in einem FTP-Programm als Server ftp://meinzuhause.dyndns.org eingeben und landen auf Ihrer Netzwerkfestplatte. Und das, ohne sich um die wechselnden WAN-IP-Adressen kümmern zu müssen!