Schon einmal von der neuen europäischen Zahlungsrichtlinie PSD2 gehört? Hinter der neuen Richtlinie mit dem sperrigen Begriff Payment Services Directive 2 verbergen sich zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen, die den Zahlungsverkehr und das Online Banking innerhalb der Europäischen Union sicherer machen sollen.

Alle Kunden einer Bank mit bestehendem Online Banking haben im Spätsommer 2019 Post im Briefkasten oder E-Mailfach von ihrer Hausbank erhalten. Darin wurden die neuen Verfahren zum sicheren Zahlungsverkehr im Internet erklärt.

Mit welchen Veränderungen müssen sich Bankkunden in Deutschland beim Online Banking in Zukunft anfreunden? Dieser Ratgeber klärt über die neuen Verfahren für Bankgeschäfte im Internet auf.

Online-Banking ist beliebt

Die Zeiten der gelben Überweisungsträger in Deutschland dürften bald schon Geschichte sein. Immer mehr Menschen tätigen Ihre Bankgeschäfte im Internet. Das Online Banking in Deutschland erfreut sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit. Inzwischen erledigt mehr als die Hälfte der Bevölkerung ihre Bankgeschäfte online.

Junge Menschen unter 40 Jahren nutzen bereits heute überwiegend das Internet für Ihre Bankgeschäfte. Die zunehmende Beliebtheit geht auf die Altersgruppe der 40- bis 50-jährigen zurück, die vermehrt auf Online Banking zugreifen. Nur jeder vierte Mensch im Rentenalter nutzt hingegen das komfortable Online Banking.

Von größerer Bedeutung in Zukunft wird das Mobile Banking sein. Zwar führen die meisten Kunden ihre Bankgeschäfte aktuell noch von einem stationären PC aus, der Anteil der Nutzer mit einem Smartphone oder Tablet steigt jedoch rasant. Ein beliebtes Endgerät für Onlinebanking ist das iPhone von Apple. Das iPhone gehört zu den leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt. Es ist mit einem hochauflösenden Display, einer starken Kamera und einem großen Speicher ausgestattet. In Verbindung mit einem Vertrag mit einer Allnet Flatrate ist das Apple iPhone ein treuer Begleiter und ideal für das Online-Banking.

Für mehr Sicherheit

Mit der neuen Zahlungsrichtlinie der Europäischen Union soll primär die Sicherheit von Bankkunden gestärkt werden. Im Kern fordert die neue Richtlinie stärkere und sicherere Maßnahmen für die Kundenauthentifizierung sowie für den Zugriff auf Konten durch Drittanbieter.

Mit der PSD2 gibt es nun erstmals einheitliche rechtliche und technische Vorgaben, die Banken beim Online-Banking erfüllen müssen. Die wesentlichste Veränderung für Bankkunden ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Um Zugang zum Bankkonto zu erhalten oder Zahlungen zu autorisieren, müssen Bankkunden fortan ihre Identität auf zwei verschiedenen Wegen nachweisen

Die neue Kundenauthentifizierung

Bankkunden müssen sich ab sofort daran gewöhnen, ihre Identität sicher nachzuweisen. Die PSD2 fordert eine „starke“ Kundenauthentifizierung. Stark bedeutet, die Identität nicht länger nur mit einem Passwort oder einen Fingerabdruck nachzuweisen. Zwei „Faktoren“ müssen mindestens genutzt werden. In der Praxis haben sich drei „Faktoren“ durchgesetzt, die für die Authentifizierung möglich sind:

  • Faktor Wissen. Der Nachweis der Identität erfolgt über die Eingabe eines Passworts, einem Pin oder eines Musters
  • Faktor Habitus. Der Nachweis der Identität erfolgt über ein zuvor registriertes Endgerät wie einem Tablet von Samsung oder einem Smartphone
  • Faktor Sein. Der Nachweis der Identität erfolgt über einen biometrischen Nachweis, in der Regel handelt es sich dabei um einen Fingerabdruck

Der Nachweis der Identität ist bei allen Zahlungsaufträgen erforderlich. Überweisungen oder Transaktionen mit einer Kreditkarte zählen dazu. Zudem greift die Zwei-Faktor-Authentifizierung auch für den Log-in in das Online-Banking. Die meisten Banken informieren über die neuen Standards. Mit einem Erklärvideo zur Zwei-Faktor-Authentifizierung der DKB wird das neue Verfahren leicht verständlich dargestellt – und natürlich gibt es auch bei schieb.de entsprechende Erklärungen.

Weitere Änderungen für Bankkunden

Das Online-Banking soll nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler werden. Die starke Kundenauthentifizierung muss bei einigen Banken nicht bei allen Log-ins in das Online-Banking nachgewiesen werden. Sie haben die Möglichkeit, Art. 10 der neuen Richtlinie anzuwenden. Danach ist es ausreichend, wenn Kunden alle 90 Tage ihre Identität auf zwei Wegen sicher nachweisen. Innerhalb dieser Frist von 90 Tagen reicht der Nachweis eines Faktors zur Authentifizierung.

Von diesem komfortablen Log-in in das Online Banking sind Zahlungsaufträge im Internet ausgenommen. Für sie gilt die Regel, die Identität mit mindestens zwei Faktoren nachzuweisen.

Tipps für sicheres Online-Banking

Unabhängig von der neuen Richtlinie für einen sicheren Zahlungsverkehr im Internet können Bankkunden selbst Maßnahmen ergreifen. So sollten alle Bankgeschäfte online nur von einem eigenen Endgerät ausgeführt werden. Die Nutzung fremder Computer, Laptops oder Smartphones birgt die Gefahr, dass die Daten in die falschen Hände geraten. Gleiches gilt für die Nutzung des W-LAN-Signals. Es ist möglich, das öffentliche oder fremde Netze nicht ausreichend geschützt sind und Unbefugte darauf zugreifen.

Weitere Tipps für sicheres Online-Banking:

  • Das bestehende Antivirenprogramm stets mit den neusten Updates versorgen
  • Den genutzten Browser ebenfalls stets updaten
  • Keinen Zugang auf das Online-Banking von Links in E-Mails oder fremder Webseiten tätigen
  • Stets das Sicherheitszertifikat der Bank beim Online-Banking überprüfen