Facebook pimpt Fotos auf

Facebook pimpt Fotos auf

Facebook schwingt sich zum Fotokritiker auf: Ab sofort werden alle per App hochgeladenen Fotos auf ihre Qualität hin begutachtet. Erkennt der Algorithmus Mängel, etwa bei zu dunklen Aufnahmen, dann werden die Bilder automatisch optimiert, bevor sie in der Timeline erscheinen. Das soll die User freuen, ist aber durchaus auch eine Bevormundung. Wo soll das nur hin führen?

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Fotos aufpimpen: Schicke Foto-Apps

Fotos aufpimpen: Schicke Foto-Apps

Fotos machen: Im Urlaub irgendwie Ehrensache. Man kann heute wirklich hingehen, wo man will: Überall zücken die Menschen ihr Smartphone, um Fotos zu machen, manche auch ihr Tablet, was manchmal ein bisschen komisch aussieht. Aber was geschieht dann mit den Fotoaufnahmen? Wie kriegt man sie unters Volk, zu Freunden und Verwandten gebeamt – und wie lassen sich die Aufnahmen im Zweifel noch etwas aufpimpen, damit sie schicker oder interessanter aussehen, idealerweise direkt im Handy?

Einfache Schnappschüsse verschicken – das kann jeder. Wer seine Freunde beeindrucken will, der verteilt zum Beispiel solche Fotos: Nur ein ausgewählter Bereich im Foto erscheint farbig, der Rest Schwarzweiß. Schick. Dazu braucht man keine sündhaft teure Foto-Software, sondern nur die passende App. Lässt sich alles gleich im Smartphone erledigen.

Zugegeben: Solche Effekte sind natürlich Geschmackssache. Aber die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Es gibt mittlerweile Dutzende von Apps, um Fotoaufnahmen zu optimieren oder nachzubearbeiten.

tiltshift

Wer solche Schwarzweiß-Aufnahmen mit Farb-Effekten verteilen möchte, der kann das mit Apps wie zum Beispiel Color Splash hinbekommen. Color Splash gibt es für iOS und Android und kostet nicht mal zwei Euro. Es gibt aber auch kostenlose Apps wie Photo Splash – die können dasselbe zum Nulltarif, allerdings nicht ganz so elegant.

Vielfach braucht man gar keine speziellen Apps, denn so manche kostenlose Standard-App kann bereits eine ganz Menge. iPhoto auf den Apple-Geräten ist ein schönes Beispiel: Damit lassen sich Fotos anspruchsvoll retuschieren und diverse Effekte anwenden. Das geht blitzschnell – und kinderleicht. Vor allem auf dem iPad macht das durchaus Spaß, denn hier kann man dank des größeren Displays genauer arbeiten. Und: Nach der Bearbeitung können die Fotos dann gespeichert, verschickt oder hochgeladen werden. Eine Art Foto-Labor direkt im Smartphone drin.

Wer noch mehr Funktionen will: Es gibt Dutzende von Apps, um Fotos aufzubessern oder Effekte anzuwenden.

Die mit Abstand meisten Effekte und Möglichkeiten zur Bearbeitung bietet die App Filterstorm. Farbton, Kontrast, Effekte: Hier lassen sich Fotos wirklich nach allen Regeln der Kunst bearbeiten. Einfach, schnell und bequem. Eine vielseitige Profi-App, die trotzdem nur knapp vier Euro kostet. Hier bleiben garantiert keine Wünsche offen.

Fotos mit TiltShift-Effekt mag ich persönlich besonders: Die Aufnahmen sehen aus, als hätte man eine Miniaturwelt fotografiert. Dafür braucht man normalerweise eine aufwändige Technik und teure Objektive. Mit der passenden App geht’s auch im Mobilgerät: Aus ganz normalem Fotos werden im Handumdrehen TiltShift-Aufnahmen. Damit kann man beeindrucken.

Probieren Sie es mal aus: Der Effekt ist wirklich verblüffend. Das geht auch ohne App, im Web. Auf dieser Webseite, tiltshiftmaker.com, kann man Fotos hochladen und durch den Tiltshift-Maker schicken. Klappt nicht immer, aber oft sehen die bearbeiteten Aufnahmen wirklich gut aus – aber zumindest immer interessant.

Viele der gemachten Aufnahmen sind heute Selfies. Leider nicht immer ganz einfach, sein Handy in die Hand zu nehmen und dann irgendwie im richtigen Moment den Auslöser zu drücken. Das soll einfacher werden, finden einige Smartphone-Hersteller, um Selfie-Fans zu locken.

Sony hat zum Beispiel jetzt das Xperia C3 vorgestellt. Dieses Smartphone hat eine besonders hoch aufgelöste Frontkamera – und sogar einen Blitz in der Frontkamera. Und auf Wunsch löst das Smartphone erst aus, wenn man lächelt – automatisch. Kleine Spielereien wie solche Effekte, die man direkt in die Fotos einbauen kann, gibt’s obendrein. Hübsche Idee. Aber ich habe auch eine App entdeckt, die für alle Selfie-Fans interessant ist.

Klasse Idee: Vapp. Diese kleine App ermöglicht das Auslösen der Kamera im Smartphone, ohne dass man das Gerät in der Hand halten muss. Einfach durch Sprachbefehl. Durch Sound. So lassen sich Fotos machen, selbst wenn man nicht den Auslöseknopf drücken kann. Durch kurzes Rufen. Ideal, wenn man auch selbst mit auf dem Bild sein möchte.

So, und zum Schluss noch eine App, die wirklich auf keinem Smartphone fehlen sollte: TouchRetouch. Kostet weniger als ein Euro – kann aber die Stimmung heben. Denn mit dieser App lassen sich Dinge oder Personen aus einem Foto entfernen, die zwar im Bild sind, aber einfach stören. Einfach Bereich markieren und wegwischen. Klappt meistens ziemlich gut.