Auch wenn Apple immer beliebter wird: Die meisten von uns benutzen nach wie vor Windows. Das aktuelle Windows 8 hat nicht sonderlich viele Freunde. Die meisten stören sich an der ungewöhnlich wirkenden Bedienung, an diesen Kacheln, die man nicht wegbekommt – und sie vermissen das Start-Menü aus früheren Windows-Versionen.

Doch jetzt will Microsoft alles besser machen: Morgen (Mittwoch) erscheint offiziell das neue Windows 10. Einige benutzen Windows 10 schon lange, denn man konnte es kostenlos testen. Doch jetzt wird es ernst, jetzt kann jeder damit arbeiten, wenn er möchte.

Was bringt Windows 10 Neues mit?
Eine Menge: Einheitliche Benutzeroberfläche für viele Geräte, ob PC, Notebook, Tablet, Smartphone oder Minigerät wie Hololens. Apps für alle Gerätetypen, Daten geräteübergreifend, überall dasselbe Look and Feel, Start-Menü wieder da, neuer Browser Edge (mit Kommentarfunktion), Sprachassistentin Cortana, virtuelle Desktops – eine Menge

Lohnt der Umstieg?
Schwierig zu beantwortende Frage, da Geschmäcker unterschiedlich. Da jedoch die meisten mit der auf Touchscreen optimierten Bedienumgebung in Windows 8 hadern, lohnt ein Umstieg allein schon deswegen. Update erfolgt bequem online (3 GB, dauert etwas). Daten werden übernommen. Experten raten dennoch, vorher wichtige Daten zu sichern. Man wird belohnt mit einem modernen Betriebssystem. Es lohnt sich besonders dann, wenn man noch andere Geräte mit Windows10 benutzt, ob Tablets oder Smartphones.

Was ist nicht so gut gelungen?
Vieles ist gut gelöst, manches aber dann doch immer noch nicht optimal. Viele Einstellungsmöglichkeiten sind zum Beispiel verstreut: Mal hier ein paar Infos in der Infoleiste, mal ein paar unter Systemeinstellungen, mal unter Geräte, mal unter Optionen. Das verwirrt. Aber: Es ist besser geworden. Auch die Sprachassistentin Cortana macht in deutscher Sprache eine Menge Fehler und kann deutlicj weniger als die US-Version.
Kann man kostenlos updaten oder muss man bezahlen?
Wer Windows 7 oder 8 benutzt, kann kostenlos das Update ziehen. Wer noch mit XP oder Vista arbeitet, muss die Version kaufen. Kostet so 130 EUR. Das Update erfolgt auf Wunsch automatisch online, dauert aber eine Weile, je nachdem, wie schnell die DSL-Leitung ist.

Windows 10 ist Software as a Service. Das bedeutet, künftige Updates werden automatisch und jederzeit eingespielt, um das System immer auf dem neuesten Stand zu halten. Das erste Jahr Windows 10 ist definitiv kostenlos. Aber es ist möglich, dass Microsoft demnächst wie bei Office auf ein Abomodell umschwenkt, dann müsste man jeden Monat einen kleinen Betrag zahlen, etwa 5 EUR. Aber das steht noch nicht fest.

 

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