KI kann auch sprechen: Die faszinierende Welt der Stimmensynthese

KI kann auch sprechen: Die faszinierende Welt der Stimmensynthese

Stell dir vor, du hörst die Stimme deines Lieblingsstars – aber es ist nicht wirklich seine Stimme. KI macht’s möglich.

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Art und Weise, wie wir Sprache wahrnehmen und erzeugen. Erfahre, wie KI menschliche Stimmen lernen und täuschend echt imitieren kann – inklusive Emotionen.

Der KI-Stimmensynthesizer spricht auf Wunsch mit der sanften Stimme von Santa Claus
Der KI-Stimmensynthesizer spricht auf Wunsch mit der sanften Stimme von Santa Claus

Von Sprachsynthese zu Stimmenimitation

Die Erzeugung künstlicher Sprache ist keine neue Erfindung. Seit Jahrzehnten gibt es Sprachsynthese-Systeme, die geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandeln. Diese Systeme basieren auf einer Datenbank aufgenommener Sprachfragmente, die zu Wörtern und Sätzen zusammengefügt werden. Das Ergebnis klingt oft roboterhaft und unnatürlich.

Doch mit dem Aufkommen von Deep Learning und neuronalen Netzen hat sich das Feld rasant weiterentwickelt. Moderne KI-Systeme sind in der Lage, nicht nur Sprache zu generieren, sondern auch den Klang einer bestimmten Person zu imitieren – mit verblüffender Genauigkeit.

Das Geheimnis liegt in den Daten

Um eine Stimme zu synthetisieren, braucht die KI vor allem eines: Daten, und zwar jede Menge davon. Je mehr Audiomaterial einer bestimmten Person zur Verfügung steht, desto besser kann die KI deren stimmliche Eigenheiten erfassen und nachahmen.

Das Training erfolgt meist mit neuronalen Netzen, insbesondere sogenannten „Generative Adversarial Networks“ (GANs). Dabei lernen zwei Netzwerke quasi im Wettstreit: Ein Generator-Netz erzeugt Audiodaten, die der Originalstimme möglichst ähnlich sein sollen. Ein Diskriminator-Netz versucht, die generierten Daten von echten zu unterscheiden. Durch viele Trainingsrunden verbessern sich beide Netzwerke immer weiter.

Emotionen erwecken die Stimme zum Leben

Eine menschliche Stimme transportiert weit mehr als nur den gesprochenen Text. Betonung, Tonfall, Sprechgeschwindigkeit – all das verleiht dem Gesagten eine emotionale Färbung. Und genau diese Nuancen machen eine synthetisierte Stimme erst wirklich überzeugend.

Moderne Stimmenmodelle sind in der Lage, solche Feinheiten zu erfassen und wiederzugeben. Dafür analysieren sie nicht nur die Audiodaten selbst, sondern auch den Kontext, in dem sie gesprochen wurden. Mithilfe von Sentiment-Analyse und Textverständnis kann die KI die passende emotionale Färbung auswählen und auf den generierten Text übertragen.

KI kann jetzt prraktisch jede menschliche Stimme nachahmen - in Sekunden
KI kann jetzt prraktisch jede menschliche Stimme nachahmen – in Sekunden

Ein Blick in die Zukunft

Die Stimmensynthese hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Aktuelle Systeme wie WaveNet von Google oder Real-Time Voice Cloning von Baidu erzeugen Ergebnisse, die von echten Stimmen kaum noch zu unterscheiden sind.

Doch die Entwicklung geht weiter. Forscher arbeiten daran, die benötigte Datenmenge zu reduzieren und die Flexibilität der Modelle zu erhöhen. Bald könnten wir KI-Systeme haben, die nach dem Hören weniger Sätze eine Stimme imitieren und beliebige Texte darin vorlesen können – inklusive lebensechter Emotionen.

Die Möglichkeiten sind faszinierend: Virtuelle Assistenten mit der Stimme eines geliebten Menschen, personalisierte Hörbücher oder sogar „Gespräche“ mit historischen Persönlichkeiten. Zugleich wirft die Technologie auch ethische Fragen auf, etwa nach dem Schutz der Persönlichkeitsrechte. Eines ist sicher: Stimmensynthese wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen – und wir sollten sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen im Blick behalten.

KI: Scarlett Johanssen beklagt, dass eine Stimme von ChatGPT ihrer ähnelt

KI: Scarlett Johanssen beklagt, dass eine Stimme von ChatGPT ihrer ähnelt

Hollywood-Star Scarlett Johanssen beklagt sich: OpenAIs ChatGPT 4o würde in der App eine Stimme namens „Sky“ verwenden, die ihrer Stimme extrem ähnelt. Ein Streit ist entbrannt.

Seit einigen Monaten reden wir gefühlt ständig über Künstliche Intelligenz. Das war keineswegs immer so. Vor zehn Jahren war KI kaum ein Thema. Außer in dem Kinofilm „Her“ von Spike Jonze. Da verliebt sich ein Mann in die Stimme der virtuellen KI-Assistentin, die alles für ihn erledigt.

KI-Systeme können heute perfekt Stimmen immitieren: Scarlett Johanssen hat sich beschwert
KI-Systeme können heute perfekt Stimmen immitieren: Scarlett Johanssen hat sich beschwert

Gesprochen wurde diese Rolle damals von Scarlett Johanssen. Sie war nicht zu sehen, nur zu hören. Und nun plötzlich kommt die Firma OpenAI, die hinter ChatGPT, und lässt den Chatbot mit einer Stimme sprechen, die doch verdächtig nach der der Schauspielerin zu klingen scheint.

Und genau deswegen ist Streit entbrannt.

ChatGPT spricht mit mehreren Stimmen

Vor einer Woche hat OpenAI die neue Version seines Chatbots ChatGPT 4o vorgestellt – wir haben hier darüber gesprochen. Und mit diesem Chatbot kann man sprechen: Ich frage etwas, der Chatbot antwortet mit einer künstlichen Stimme.

Ich kann aus mehreren Stimmen auswählen. Eine nennt sich „Sky“ – und die klinge doch sehr verdächtig nach der von Scarlett Johanssen, meint die Schauspielerin selbst und verdächtigt das Unternehmen, ihre Stimme geklaut zu haben. Der Fall wird untersucht. OpenAI hat aktuell die Stimme „Sky“ aus dem Programm genommen.

Stimmen klonen: Für KI heute kein Problem

Aber könnte man denn theoretisch die Stimme eines Schauspielers wie Scarlett Johansson klonen und welchen Aufwand müsste man da betreiben?

Es ist heute ohne weiteres möglich, die Stimmen von Schauspielern zu klonen – von den meisten liegt reichlich und damit mehr als genug Audio-Material zur Verfügung, um eine Stimm-KI zu trainieren. Für eine durchschnittliche bis gute Klone-Stimme reichen 30 Sekunden bis zwei Minuten; schon kann man eine Stimme recht gut klonen. Um eine Stimme exzellent zu klonen, braucht es etwas mehr, aber fünf bis zehn Minuten reichen aus, um eine wirklich exzellente Stimme zu klonen.

Hier werden meist ganz bestimmte Sätze eingesprochen, damit auch schwierigere Wörter und bestimmte Herausforderungen wie Aussprache, Akzent, Sprechtempo optimal eingefangen und „gelernt“ werden können.

Dann ist es möglich, eine solche Stimme so ziemlich alles sagen zu lassen – und mittlerweile sind auch Emotionen möglich. Im Englischen sind KI-erzeugte Stimmen für Podcasts zum Beispiel auf einem Niveau, dass man es nicht merkt, dass sie nicht echt ist.

Google und OpenAI kämpfen um die Pole Position im KI-Markt
Google und OpenAI kämpfen um die Pole Position im KI-Markt

Fehler oder Versehen oder Zufall?

Könnte es theoretisch sein, dass die Stimme von Johansson hier einfach kopiert wurde?

Ich würde aus zwei Gründen nein sagen. Zum einen ist die Stimme derart klar und vielfältig, dass das Training mit reinen Sprechproben meiner Ansicht nach nicht ausreichen würde. Da bräuchte es ein gezieltes Training, um diese Qualität hinzubekommen.

Der zweite Grund: Warum sollte sich ein Unternehmen wie OpenAI völlig unnötig in einen derart erheblichen Rechtsstreit stürzen und Schäden für die Reputation in Kauf nehmen? Das erscheint mir nicht plausibel.

OpenAI hat Scarlett Johanssen vor einigen Monaten gefragt, ob sie ihre Stimme hergibt. Sie hat nein gesagt. Vermutlich haben sie eine Sprecherin ausgewählt zum Training, die nur sehr ähnlich klingt. Alles andere würde mich schon sehr wundern.

KI kann jetzt prraktisch jede menschliche Stimme nachahmen - in Sekunden
KI kann jetzt prraktisch jede menschliche Stimme nachahmen – in Sekunden

Stimmen lassen sich perfekt klonen

Aber das Problem bleibt: KI wird immer leistungsfähiger – wie geht das weiter mit dem Klonen von Stimmen?

Das stimmt: Die Fortschritte sind enorm. Vor zwei Jahren hat man definitiv gehört, wenn eine Stimme mit KI erzeugt wurde. Heute ist das teilweise nicht mehr so. In zwei Jahren werden wir es auf keinen Fall mehr bemerken.

Dann werden wir mit Chatbots im Support sprechen, die besser unsere Sprache sprechen als echte Supporter – und immer freundlich bleiben, egal um welche Uhrzeit wir anrufen. Es werden zweifellos viele Jobs wegfallen, im Support, aber auch Stadionsprecher, Sprecher im Bahnhof oder am Flughafen.

Was prominente Stimmen betrifft: Der „AI Act“ der EU sieht Transparenz vor. Ein Unternehmen müsste also offenlegen, wie eine KI trainiert wurde, im Zweifel auch mit welcher Stimme.

Eine Stimme – zudem ungefragt – für bestimmte Zwecke zu klonen, ist zweifellos problematisch. Es scheint noch nicht glasklar geregelt, ob das Klonen einer Stimme, etwa zu Unterhaltungszwecken, erlaubt ist oder nicht. Zur Täuschung darf sie nicht eingesetzt werden. Ein solcher prominenter Fall ist gut geeignet, darüber zu sprechen und Regeln aufzustellen.

KI-Gesetz: Wie die EU die Bürger vor zu gefährlicher KI schützen will

KI-Gesetz: Wie die EU die Bürger vor zu gefährlicher KI schützen will

Die Mitgliedsstaaten der EU haben eine Regulierung von Künstlicher Intelligenz final zugestimmt. Spätestens in zwei Jahren gelten die Regeln verbindlich.

Künstliche Intelligenz (KI) ist das mit Abstand mächtigste Werkzeug, das die Menschheit jemals entwickelt hat. Noch ist nicht abzusehen, welche Möglichkeiten sich irgendwann ergeben – welche Chancen und Risiken die neue Technologie in Zukunft mit sich bringt.

Die EU-Staaten haben nun nach langer Zeit der Verhandlung ein „AI Act“ genanntes KI-Gesetz beschlossen, das bestimmten Einsatz von KI innerhalb der EU komplett verbietet.

Mit Gesichtserkennung lassen sich gute Dinge tun - aber es ist auch Missbrauch möglich
Mit Gesichtserkennung lassen sich gute Dinge tun – aber es ist auch Missbrauch möglich

Einteilung in Risikoklassen

Der AI Act der Europäischen Union ist ein bahnbrechender Gesetzesentwurf, der darauf abzielt, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) umfassend zu regulieren.

Als weltweit erste Gesetzgebung dieser Art soll der AI Act einheitliche Regeln für die Entwicklung, den Vertrieb und die Nutzung von KI-Systemen in der EU schaffen. Ziel ist es, die Risiken von KI zu minimieren und gleichzeitig Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

Der Entwurf sieht ein risikobasiertes Regelwerk vor, das KI-Systeme je nach ihrem Gefährdungspotenzial in vier Kategorien einteilt: von minimal bis unakzeptabel riskant.

Hochriskante Anwendungen, etwa in sensiblen Bereichen wie Gesundheit, Verkehr oder Strafverfolgung, sollen strengen Auflagen unterliegen. Dazu zählen Anforderungen an Datenqualität, Transparenz, menschliche Aufsicht und Cybersicherheit. Der AI Act könnte so weltweit Maßstäbe für einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Zukunftstechnologie setzen.

Mit dem Gesicht das Handy entsperren
Mit dem Gesicht das Handy entsperren oder mit KI erkennen lassen

Gesichtserkennung und Massenüberwachung per KI verboten

Bestimmte KI-Anwendungen, die gegen EU-Werte verstoßen, sollen vollständig verboten werden. So ist eine Massenüberwachung und auch eine massenhafte Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ausdrücklich verboten, sowohl dem Staat wie Unternehmen.

Dabei gibt es allerdings Ausnahmen: Polizei und andere Sicherheitsbehörden sollen eine solche Gesichtserkennung im öffentlichen Raum im Einzelfall nutzen dürfen, um ganz bestimmte Straftaten wie Menschenhandel oder Terrorismus zu verhindern oder zu verfolgen. Bürgerrechtler stoßen sich an dieser Ausnahme.

Diese Einschränkungen erfolgen wohl begründet: In China kommt KI bereits zum Einsatz, um die Bevölkerung engmaschig zu überwachen.

Gesichtserkennung identifiziert Personen, die sich in der Öffentlichkeit nicht regelkonform verhalten – und werden mit „Strafpunkten“ im sogenannten „Social Scoring“ bedacht. Eine albtraumhafte Vorstellung, die durch das KI-Gesetz innerhalb der EU verhindert werden soll.

Auch KI kann diskriminieren: Nicht durch falsche Programmierung, sondern durch kompromittiertes Datenmaterial
Auch KI kann diskriminieren: Nicht durch falsche Programmierung, sondern durch kompromittiertes Datenmaterial

Transparenzpflichten und Anpassungen

Aber auch KI-Systeme, die als besonders risikoreich gelten und in der kritischen Infrastrukture oder im Bildungs- und Gesundheitswesen zum Einsatz kommen, müssen künftig strenge Anforderungen erfüllen. KI-Systeme dürfen keine eigenständigen Entscheidungen fällen und müssen Transparenzpflichten erfüllen.

KI entwickelt sich derzeit rasant. Die Macher der KI-Gesetz sind sich darüber im Klaren, dass die Gesetze mit der Zeit immer wieder nachjustiert werden müssen, um Möglichkeiten nicht unnötig einzuschränken und mögliche neue Risiken einzudämmen. Denn niemand kann heute bereits absehen, welche Möglichkeiten KI in ein, zwei oder zehn Jahren bietet.

Vorteile für Verbraucher

Für Nutzer werden Auflagen und Einschränkungen durchaus spürbar werden. So müssen die Menschen über den Einsatz „hochriskanter“ KI-Systeme informiert werden. Außerdem muss gewährleistet bleiben, dass Menschen die Kontrolle behalten, etwa bei KI-gestützter Therapie in der Medizin.

KI-Systeme müssen außerdem so entwickelt sein, dass Risiken wie Fehler, Manipulationen oder Sicherheitslücken minimiert werden. Auch müssen durch KI erzeugte Inhalte gekennzeichnet werden. Facebook hat im Mai bereits damit begonnen, mit KI erzeugte fotorealistische Bilder mit dem Hinweis „Made with AI“ zu kennzeichnen.

Bitkom formuliert Kritik am KI-Gesetz

Der Branchenverband Bitkom kritisiert allerdings, das KI-Gesetz lasse wesentliche Fragen offen. Besonders problematisch sei, dass die eigentliche Regulierungsarbeit – also die Ausformulierung der Gesetze in Deutschland – erst jetzt erfolge. Es sei noch nicht klar, ob die KI-Industrie einen Schub erhalte oder jede Menge Hemmnisse.

In der Tat könnten zu strenge Regeln das Risiko bergen, dass in Europa keine oder weniger KI-Lösungen entwickelt werden. Denn Investoren müssten die Gewissheit haben, dass ungehindert geforscht und entwickelt werden kann – und neue KI-Lösungen getestet und eingesetzt werden können.

KI-Gesetz erst in zwei Jahren vollständig gültig

Das KI-Gesetz ist nun beschlossen. Nach der Bestätigung der EU-Länder werden die neuen KI-Regeln erst einmal im Amtsblatt veröffentlicht und treten 20 Tage später in Kraft. Zwei Jahre nach dem Inkrafttreten sollen sie dann in allen EU-Staaten gelten; jedes einzelne Land muss sie auch in Gesetzgebung umsetzen.

Wie ChatGPT und Google Gemini das Suchen verändern

Wie ChatGPT und Google Gemini das Suchen verändern

„Wir übernehmen das Googeln für Sie“, so lautet das Motto im Google-Konzern. Wir werden künftig immer häufiger mit Chatbots nach Antworten suchen – und sogar mit ihnen sprechen.

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O gleich diverse KI-Projekte präsentiert, die unseren Alltag bereichern und – wenn es nach Google geht – auch einfacher machen sollen.

Universelle Helfer für alle Lebenslagen könnte man sagen.

Einen Tag vorher wiederum hat OpenAI, die Firma hinter dem bestens bekannten Chatbot ChatGPT, eine neue Version von ChatGPT gezeigt, die wie aus der Zukunft wirkt und nicht nur sprechen, sondern auch singen oder als Dolmetscher fungieren kann.

Es wird immer deutlicher: Die Art und Weise, wie wir uns aufschlauen und Herausforderungen des Alltags meistern werden, verändert sich rasant – aber auch die Art und Weise, wie im Netz Geld verdient wird.

Gemini ist die KI von Google. die überall zum Einsatz kommen soll
gemini ai

ChatGPT 4o: Optimiert und schneller

Den ersten Aufschlag hat diese Woche OpenAI gemacht. Das Unternehmen hat eine Weiterentwicklung von ChatGPT präsentiert, die sie „Spring Update“ nennt. Also „Frühlings-Update“.

Die neue Version heißt „ChatGPT 4o“. Das „o“ steht für „optimiert“. In der Tat scheint die neue Version deutlich, deutlich schneller zu sein. Die Antworten kommen nahezu sofort.

Das KI-Modell ist aber auch effizienter, braucht weniger Rechenleistung und ist damit halb so teuer in der Nutzung (für Unternehmen zB) wie vorher. Es gibt weniger Fehler und bessere Lösungsvorschläge bei Problemen, etwa wenn man eine mathematische Formel lösen lassen will.

Die neue Version von ChatGPT hat auch die Sprechfähigkeit weiterentwickelt. Man kann mit dem Chatbot sprechen wie mit einem Menschen, in natürlicher Sprache. OpenAI hat es geschafft, dass es nicht einige Sekunden dauert, bevor eine Antwort kommt.

Die Antworten kommen sehr schnell – und die Aussprache ist sehr natürlich. Es ist sogar möglich, den Chatbot beim Sprechen zu unterbrechen, neue Aspekte zu erwähnen.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich das entwickelt. ChatGPT kann auch als Dolmetscher fungieren. Wenn man de Chatbot sagt: „Du fungierst jetzt bitte als Dometscher.

Wenn ich etwas in Deutsch sage, übersetze das sofort ins Chinesische, und wenn Du etwas in Chinesisch hörst, übersetze es wieder in Deutsche.“ Und schon hat man einen funktionierenden Dolmetscher an der Hand.

Das alles steht nun nicht mehr nur zahlenden Plus-Nutzern, sondern auch in der kostenlosen Version zur Verfügung.

ChatGPT ist schon länger am Start - und bekommt jetzt Konkurrenz
ChatGPT ist schon länger am Start – und bekommt jetzt Konkurrenz

Google Gemini, Gemini, Gemini

Vieles davon klingt für einen Laien nach Science-Fiction. Vor allem, weil ChatGPT nicht der einzige Chatbot am Markt ist. Auch Google entwickelt mit Hochdruck an KIs und hat da diese Woche einiges vorgestellt.

Google steht erkennbar unter Druck, denn OpenAI treibt Google regelrecht vor sich her. Man wundert sich, denn Google hat in den letzten Jahren so viel in KI gesteckt und Technologien entwickelt, die das, was ChatGPT heute kann, überhaupt erst möglich gemacht hat. Vieles von dem, was Google einen Tag nach OpenAI gezeigt hat, sieht aus wie: „Wir können das auch!“

Die wichtigste KI von Google heißt „Gemini“, und die steckt künftig überall: In der Google-Suche, im Google Assistenten, in Youtube, in Google Mail. Wer mag, kann per KI nach einem Video suchen, in dem etwas Bestimmtes passiert oder erklärt wird zB.

Wer mag, kann mit Gemini sprechen. In vielen Sprachen und Stimmen. Das sieht alles so aus wie beim neuen ChatGPT. Die KI soll einem aber auch helfen können, etwa wenn man sich auf eine Prüfung oder ein

Bewerbungsgespräch vorbereiten will oder muss.

Google läutet die "Gemini Ära" ein
Google läutet die „Gemini Ära“ ein

Das Wesen der Suche verändert sich radikal

Wenn wir immer mehr Chatbots benutzen, wie verändert das die Suche im Netz, wie verändert das Google?

Das ist eine wichtige Frage, die sich auch Google stellt. Die neue Devise bei Google lautet: „Wir erledigen das Googeln für Dich“. Damit ist gemeint, das wir, die Nutzer künftig weniger Links anklicken, um zu schauen, ob sich dort die begehrten Informationen verstecken. Das macht die KI.

Fragen können in natürlicher Sprache gestellt werden und auch komplexer werden. Man kann zukünftig fragen: „Welche Pilates-Studios es in Paderborn gibt, wie lange man vom Hotel dahin fährt und wann der nächste Termin für eine individuelle Sitzung frei ist.

Google sieht sich künftig mehr als Assistent. Und das alles muss keineswegs eingetippt werden, es reicht, es zu sagen – die Antworten kommen auch gesprochen, wenn möglich.

Aber nicht nur das. Man wird zukünftig auch einfach die Kamera im Handy aktivieren, auf etwas zeigen – etwa eine abgesprungene Fahrradkette – und fragen können: Was mache ich jetzt?

Und bekommt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Es ist auch möglich, auf einem Bild etwas zu umkringeln und mehr Informationen dazu zu bekommen. Es geht eindeutig in Richtung Raumschiff Enterprise.

KI kann heute sehr kompetent Texte korrigieren - und Vorschläge für bessere Formulierungen machen
KI kann heute sehr kompetent Texte korrigieren – und Vorschläge für bessere Formulierungen machen

Webseiten und Blogs bekommen Probleme

Man könnte den Eindruck gewinnen, es wird nur noch über KI gesprochen. Da scheint sich mächtig etwas zu verändern.

Die Google-Suche ist bedroht. Google macht 224 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr mit Werbung, ein großer Teil davon kommt aus der Google-Suche. Wenn die Leute nun immer öfter Chatbots befragen und nicht mehr bei Google suchen, verdient der Konzern wenige

Darum will der Konzern die Google-Suche nun auch mit diversen KI-Funktionen aufpeppen. Nutzer bekommen öfter Antworten direkt geliefert, weniger Linklisten.

Das bedeutet aber auch, dass potenziell weniger Menschen auf die Webseiten von Verlagen oder Blogs gehen, wenn sie die Antworten schon haben.

Es verändert das Wesen der Webs – und macht die Anbieter von allwissenden Chatbots zu mächtigen Konzernen. Die KIs entscheiden, welche Antworten kommen. Bislang konnten wir selbst entscheiden, welchen Link wir anklicken. In Zukunft nicht mehr.

Neu ist nur, dass wahrscheinlicher seltener Google gefragt wird, weil es eben auch andere leistungsfähige Frage-und-Antworten-Maschinen gibt wie ChatGPT, Perplexity, Llama, Claude und wie sie alle heißen.

Google setzt voll auf KI und will auch seine Suchmaschine mit KI pimpen

Google setzt voll auf KI und will auch seine Suchmaschine mit KI pimpen

Google bohrt seine Suchmaschine auf: Künftig bekommen Nutzer oft direkt Antworten präsentiert – und Hilfen angeboten. Im Vordergrund steht Google Gemini.

Die Suchmaschine Google verändert sich radikal: KI beantwortet künftig viel mehr Fragen direkt, findet Stellen in Videos und reagiert auf natürliche Sprache.

Google hat viel Erfahrung mit KI

Google hat bereits seit vielen Jahren große Investitionen in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz getätigt und kann dabei auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Bereits im Jahr 2011 gründete das Unternehmen seine dedizierten KI-Forschungsabteilung Google Brain, die seitdem wegweisende Fortschritte erzielt hat.

So konnte Google mit seinem AlphaGo-Programm 2016 erstmals einen menschlichen Weltmeister im traditionellen Brettspiel Go besiegen – ein Meilenstein für die KI-Forschung.

In den folgenden Jahren baute Google seine KI-Fähigkeiten weiter aus und integrierte sie zunehmend in seine Produktpalette, etwa in Form der Sprachassistentin Google Assistant oder der Bilderkennungs-Technologie Google Lens.

Heute zählt Google zu den führenden Akteuren im Bereich der künstlichen Intelligenz und treibt die Weiterentwicklung dieser Schlüsseltechnologie kontinuierlich voran.

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im kalifornischen Mountain View hat der Konzern hinter der bekannten Suchmaschine einen Blick in die nähere Zukunft gewährt.

Eins wurde deutlich: Google setzt vollständig auf Künstliche Intelligenz (KI). Google will künftig häufiger das Googeln selbst übernehmen. Anstatt auf eine Anfrage eine Linkliste mit passenden Webseiten zu präsentieren, sollen künftig sogenannte KI-basierte Übersichten möglichst konkrete Antworten liefern. Weiteres Surfen im Netz überflüssig.

Die Google-Suchmaschine wird um diverse KI-Funktionen erweitert
Die Google-Suchmaschine wird um diverse KI-Funktionen erweitert

Google beantwortet viele Fragen künftig direkt

Wer zum Beispiel nach Rezepten für einen Kindergeburtstag sucht, bekommt nicht einfach eine Liste mit Rezepte-Webseiten präsentiert, sondern bereits fertige Rezepte. Sagt man der KI auch noch, wie viele Kinder kommen und welche Unverträglichkeiten vorliegen oder Veganer dabei sind, passt die KI die Rezepte entsprechend an.

Webseiten ansteuern überflüssig.

Auch komplexere Anfragen sollen künftig möglich sein. „Finde die besten Zahnärzte in Köln und informiere mich darüber, wie lange ich dahin fahre und wo am schnellsten ein Termin zu bekommen ist.“ Oder: „Ich muss mich glutenfrei ernähren. Welche Restaurants in der Umgebung eignen sich da?“

So etwas lässt sich bislang nicht mit einer Google-Suchanfrage herausfinden. Möglicherweise schon sehr bald.

Mit Google Lumiere lassen sich bis zu 5 Sekunden lange Videos aus dem Nichts generieren
Mit Google Lumiere lassen sich bis zu 5 Sekunden lange Videos aus dem Nichts generieren

Aktuelle Situationen „verstehen“

Google KI kann aber auch Videos und Situationen analysieren. Künftig wird die Google-Suche auf aktuelle Situationen reagieren können. Die Kette ist vom Fahrrad gesprungen: Einfach die Kamera vom Smartphone draufhalten und Google fragen. Es folgen konkrete Anleitungen, was zu tun ist.

Gezeigt wurde eine Alltagssituation: Eine Fotokamera funktioniert wie gewünscht – ein Hebel klemmt.

Der Nutzer aktiviert die Kamera im Handy, zeigt das Problem und fragt: „Wieso klemmt dieser Hebel?“ – und die KI erklärt nicht nur, wodurch so etwas entstehen kann, sondern macht auch konkrete Vorschläge, das Problem zu lösen. Es gibt auch Hinweise auf Youtube-Videos, in denen genau das thematisiert wird.

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Gemini ist Googles Wunderwaffe und darf als Gegenstück zu ChatGPT verstanden werdeni

Auch die „Assistenten“ werden verbessert

Google entwickelt sich weg von der reinen Suchmaschine, die passende Treffer auf Webseiten oder in Videos findet, hin zum konkreten Assistenten.

Apropos: Die „Google Assistenten“ in den smarten Lautsprechern oder Android-Handys werden ebenfalls aufgebohrt. Aus heutiger Sicht sind die strohdumm.

Die Google-Tochter Deepmind, die schon vor Jahren KI-Systeme gebaut hat, die Weltmeister in Schach und Go geschlagen hat, arbeitet an moderne KI-Agenten, die künftig an die Stelle des „Google Assistant“ treten sollen.

Sprechen mit der KI – und Fragen stellen

Künftige Systeme sprechen flüssiger, verstehen besser, sprechen viele Sprachen, drücken sich emotionaler aus und können auch Fotos oder aktuelle Sitationen erkennen. „Wo habe ich meine Brille hingelegt?“ Wer die Kamera freigibt und das Zimmer abschwenkt, könnte eine Hilfe bekommen.

Viele dieser Neuerungen wurden nur einen Tag vorher auch von OpenAI für den Chatbot ChatGPT vorgestellt. Das Unternehmen hat eine neue Version ChatGPT 4o vorgestellt – mit „o“ für „omnimodal“. ChatGPT kann demnächst mehrere Dinge gleichzeitig: Sprache verstehen und sprechen, Bilder erkennen und erzeugen, aktuelle Situationen analysieren und sogar singen.

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Gemni kommt in der Google-Suche zum Einsatz – und in vielen anderen Anwendungen.

Wettstreit der KI-Anbieter

Es gibt erkennbar einen Wettkampf um die beste KI-Technologie für den Alltag. Nichts scheint dem Google-Konzern aktuell wichtiger, als neue KI-Lösungen für alles Mögliche zu entwickeln.

Gemini kann jetzt schon auch in Google-Mail-Konten suchen oder Youtube-Videos finden. Das geht schneller und komfortabler als selbst nach der Rechnung eines bestimmten Unternehmens zu suchen oder ein Video zu finden, in dem eine Frau anderen Frauen erklärt, wie man sich am besten verteidigt.

ChatGPT kann hören, sprechen, verstehen, texten und Bilder generieren
ChatGPT kann hören, sprechen, verstehen, texten und Bilder generieren

„Wo habe ich meine Brille hingelegt?“

Google und andere Anbieter wollen KI-Systeme anbieten, die verstehen und helfen – in jeder aktuellen Situation. Für Anbieter von Webseiten zum Beispiel bedeutet das aber auch, künftig weniger Besucher zu bekommen. Denn wenn Google die Fragen schon beantwortet, ist kein Besuch mehr auf der Webseite nötig. Das wird eine Herausforderung für viele Unternehmen werden.

Sie werden ihre Inhalte anpassen müssen. So, dass KI-Systeme sie verstehen und sie als Lösung präsentieren. Die beste Salbe, die bei Mückenstichen hilft kommt von X. Das japanische Restaurant in Düsseldorf hat um 13 Uhr noch einen Tisch frei.

KI verändert nicht nur die Art wie wir suchen, sondern alles – und gibt den Konzernen hinter den KI-Modellen deutlich mehr Macht.

Viele der Neuheiten kommen zuerst in den USA, nach und nach aber auch nach Europa.

Apple und Google bieten Unterstützung von Warnhinweisen bei unerwünschtem Tracking in iOS und Android

Apple und Google bieten Unterstützung von Warnhinweisen bei unerwünschtem Tracking in iOS und Android

Apple und Google haben eine gemeinsame Lösung entwickelt, um den Missbrauch von Trackern wie den AirTag oder vergleichbare Minigeräte zu reduzieren bis verhindern.

AirTags: Immer alles finden

Kleine Tracker wie der AirTag sind super praktisch: Geldbörsen, Gepäck oder Brieftaschen wiederfinden.

AirTags und vergleichbare Tracker sind kleine, tragbare Geräte, die entwickelt wurden, um Objekte wie Schlüssel, Geldbörsen oder sogar Fahrzeuge zu verfolgen und wiederzufinden. Diese Geräte nutzen verschiedene Technologien, einschließlich Bluetooth, GPS und Ultra-Wideband (UWB), um ihre Position zu kommunizieren.

Jeder AirTag lässt sich registrieren und eindeutig benennen
Jeder AirTag lässt sich registrieren und eindeutig benennen
  1. Verbindung: Der Tracker verbindet sich über Bluetooth mit einem Smartphone oder einem anderen kompatiblen Gerät. Bei einigen Modellen wird auch GPS für eine präzisere Lokalisierung verwendet.
  2. Standortbestimmung: Wenn der Tracker in Reichweite ist, kann er durch das verbundene Smartphone lokalisiert werden. Ist er außer Reichweite, helfen Netzwerke anderer Geräte desselben Ökosystems (z.B. bei Apple AirTags durch das „Find My“-Netzwerk), den Standort des Trackers anonym und verschlüsselt zu übermitteln.
  3. Benachrichtigung: Der Nutzer kann auf einer Karte die Position des Trackers sehen und erhält auf Wunsch Benachrichtigungen, falls das Objekt bewegt wird.

Die Nutzung solcher Tracker hat sowohl praktische Vorteile, wie das Auffinden verlorener Gegenstände, als auch Datenschutzimplikationen, da die ständige Standortüberwachung Fragen hinsichtlich der Privatsphäre aufwerfen kann.

Missbrauch verhindern/erschweren

Apple und Google haben gemeinsam eine Industriespezifikation — Detecting Unwanted Location Trackers — für Bluetooth-Ortungsgeräte entwickelt, die es ermöglicht, Anwender sowohl unter iOS als auch unter Android zu warnen, wenn ein solches Gerät unwissentlich zur Ortung verwendet wird.

Dies wird dazu beitragen, den Missbrauch von Geräten, die zur Ortung von Gegenständen konzipiert sind, weiter einzudämmen. Apple hat diese Funktion heute in iOS 17.5 integriert und Google führt sie in Android-Geräten ab Version 6.0+ ein.

Mit dieser neuen Funktion erhalten Anwender:innen eine Warnung auf ihrem Gerät, wenn ein unbekanntes Bluetooth-Ortungsgerät entdeckt wird, das sich mit ihnen bewegt, unabhängig von der Plattform, mit der das Gerät gekoppelt ist.

Apple Airtag und vergleichbare Tracker lassen sich missbrauchen
Apple Airtag und vergleichbare Tracker lassen sich missbrauchen

Warnung vor Trackern plattformübergreifend

Wenn man eine solche Warnung auf seinem iOS-Gerät erhält, bedeutet dies, dass sich der AirTag, „Wo ist?“-Zubehör oder ein anderer Bluetooth-Tracker einer anderen Person, der mit den Industriespezifikation kompatibel ist, mit einem bewegt.

Möglicherweise ist der Tracker an einem Gegenstand befestigt, den man sich gerade ausgeliehen hat. Ist dies aber nicht der Fall, kann das iPhone die Kennung des Trackers anzeigen und einen Ton abspielen, um den Tracker zu lokalisieren, und Anweisungen zum Deaktivieren des Trackers anzeigen. Hersteller von Bluetooth-Trackern wie Chipolo, eufy, Jio, Motorola und Pebblebee haben zugesichert, dass künftige Tracker kompatibel sein werden.

AirTag und Zubehör von Drittanbietern für das „Wo ist?“-Netzwerk sind von Anfang an mit den branchenweit ersten Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen entwickelt worden, und Apple hat sich verpflichtet, diese Maßnahmen stets zu aktualisieren und zu erweitern, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten.

Diese plattformübergreifende Zusammenarbeit — die erstmalig auch die Beiträge anderer Industrieteilnehmer:innen und Interessengruppen einbezieht — bietet Herstellern, die Funktionen von Warnhinweisen vor unerwünschter Standortbestimmung in ihre Produkte integrieren möchten, Richtlinien und bewährte Verfahren.

Apple und Google werden weiterhin mit der Internet Engineering Task Force in der Arbeitsgruppe Detecting Unwanted Location Trackers zusammenarbeiten, um den offiziellen Standard für diese Technologie zu entwickeln.

Desinformation im Netz: KI soll helfen und ist auch teilweise ein Problem

Desinformation im Netz: KI soll helfen und ist auch teilweise ein Problem

OpenAI hat angekündigt, ein System zur Erkennung von mit KI erzeugten Inhalten zu bauen. Und die EU untersucht offiziell, ob Meta genug gegen Desinformation unternimmt.

Super-Wahljahr und Social Media

Dieses Jahr ist ein Super-Wahljahr. Es ist Europawahl, aber auch den USA finden Wahlen statt und in einiges Bundesländern bei uns. Da kommt es ganz besonders darauf an, dass die Bürger, die Menschen gut und vor allem richtig informiert werden.

Doch das Gegenteil ist der Fall. In den sozialen Netzwerken kursieren so viele Falschnachrichten wie noch nie. Viele mit der Absicht, Stimmung zu machen – vor allem gegen Europa. Die EU-Kommission hat deswegen jetzt ein Verfahren gegen den Meta-Konzern eröffnet.

Wegen der Inhalte. Und dann ist da auch noch KI, die es leichter macht denn je, Fake-News zu erstellen.

Ein schwieriger Fall.

ki detektor 1
ki detektor 1

EU-Kommission hat Verfahren gegen Meta-Konzern eröffnet

Die EU-Kommission hat in diesem Zusammenhang vor kurzem ein Verfahren gegen Meta eröffnet, den Mutterkonzern von Facebook und Instagram.

Die EU-Kommission will prüfen, ob sich das US-Unternehmen an europäische Regeln gehalten hat. Ob Meta die Verbreitung von irreführender Werbung im politischen Umfeld und vor allem Desinformationskampagnen in der EU ausreichend und schnell genug bekämpft.

Seitdem der Digital Services Act (DSA) ist, gibt es klare Regeln dafür – und auch rigide Strafen, wenn sich ein Unternehmen nicht an diese Regeln hält.

Weiterer Punkt: Es wird geprüft, ob es wirklich ausreichende und auch ausreichend einfache Möglichkeiten auf den Plattformen gibt, damit sich User über einzelne Beiträge oder wiederholt Fake und Desinformation verbreitende Konten beschweren können. Beides verstieße eindeutig gegen den Digital Services Act.

Eine wichtige Untersuchung, denn wir wissen alle, dass auf Facebook, Instagram und TikTok jede Menge Desinformation kursiert; vor allem solche, die den gesellschaftlichen Frieden stören und die Wahlen beeinflussen soll.

Was tun gegen Desinformation?

Der Meta-Konzern unternimmt bislang (zu) wenig. Doch aufgrund der zunehmend strengen Richtlinien in Europa kommt einiges in Bewegung. Metas Ingenieure zum Beispiel arbeiten daran, mit Hilfe von KI erstellte fotorealistische Aufnahmen – und nur hier besteht ein Risiko der Verwirrung oder Täuschung – mit geeigneten technischen Maßnahmen, unter anderem mit KI, automatisch zu erkennen und zu kennzeichnen.

Obwohl Deepfakes heute oft verblüffend echt aussehen, ist das oft gar nicht so schwierig, wie es sich anhört. Viele KI-Systeme, die Fotos erzeugen, markieren die erstellten Bilder (unsichtbar) schon jetzt automatisch.

Das machen KIs wie Midjourney, Dall-E3, Artbreeder, Dream und viele andere. Sie kennzeichnen die erzeugten Bilder sowohl durch entsprechende Angaben in den Metadaten der Bilder als auch durch unsichtbare Wasserzeichen.

OpenAI hat diese Maßnahme erst Mitte Februar eingeführt. Sie sollen ab Mai – also jetzt – in Facebook eine Kennzeichnung „Made with AI“ erhalten; später auch auf Instagram. Noch ist das nicht am Start.

Verantwortung der Konzerne

Die großen Anbieter von KI haben da durchaus Verantwortung.

Insbesondere OpenAI unternimmt einiges. OpenAI hat bereits vor Monaten eingeführt, dass mit Dall-E3 erstellte Bilder über eine Kennzeichnung verfügt. Bei Midjourney ist es genauso.

Aber das reicht natürlich nicht. Denn Menschen, die täuschen wollen, die entfernen solche Kennzeichnungen natürlich.

Deshalb arbeitet OpenAI aktuell an einem System, am Ende ebenfalls KI, das mit KI generierte Inhalte erkennen kann.

Eine Art KI-Detektor. Dieses System befindet sich allerdings noch in der Testphase. Aktuell können Wissenschaftler damit experimentieren. OpenAI will noch etwas Feedback, damit das System gut funktioniert.

Mit einem solchen Detektor könnten dann Social-Media-Netzwerke arbeiten, aber auch wir alle, wenn wir bei der Betrachtung eines Bilds oder Videos nicht sicher sind ob echt oder nicht.

Das lässt sich nur schwer in den Griff bekommen

Die automatische Kennzeichnung der durch KI erzeugten Inhalte ist ein sinnvoller Schritt; allerdings kein „Game Changer“.

Systeme, die mit KI generierte Inhalte schnell und zuverlässig erkenne können, ist eine gute Idee. Das endet am Ende aber vermutlich bei einem Katz-und-Maus-Spiel: Wer erkennt besser, wer versteckt besser.

Das eigentliche Problem ist die schiere Masse der gezielten Desinformation und Manipulation. Es gibt zu wenig Abwehr solcher Inhalte. Das nutzen vor allem russische Akteure aus.

Soziale Netzwerke sind heute die Öffentlichkeit. Es wäre früher undenkbar gewesen, solche Propaganda in die Zeitungen oder ins Radio zu bekommen. Doch über Social Media zu manipulieren ist kinderleicht und extrem günstig. Das muss aufhören.

Es geht also nicht, ohne den Menschen die nötigen Fähigkeiten zu vermitteln. Jeder Wähler muss wissen, dass manipuliert wird – und wie.

Nebenkostenprivileg: Schaut Ihr Fernsehen per Kabel? Dann solltet Ihr handeln

Nebenkostenprivileg: Schaut Ihr Fernsehen per Kabel? Dann solltet Ihr handeln

Ab Juli 2024 dürfen Vermieter die Kosten für einen Kabelanschluss im Mehrparteienhaus nicht mehr über die Nebenkosten abrechnen. Das hat klare Vor- und Nachteile. Was Ihr wissen müsst.

Rund 12,6 Millionen Haushalte in Deutschland verfügen über einen Kabelanschluss – und schauen darüber Fernsehen. Viele davon nicht unbedingt freiwillig, weil die Mietwohnung einen Kabelanschluss hat, der zur Wohnung einfach dazugehört.

Die Mehrheit der Kabelkunden hat keinen eigenen Vertrag mit einem Kabelanbieter, sondern mit dem Vermieter. Der Kabelanschluss ist Teil des Mietvertrags – und wird jeden Monat mit den Nebenkosten abgerechnet.

Der Kabelanschluss darf ab Juli nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden
Der Kabelanschluss darf ab Juli nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden

Das Nebenkostenprivileg

Diese Umlage nennt sich „Nebenkostenprivileg“.

Das Nebenkostenprivileg, auch als Betriebskostenprivileg bekannt, bezieht sich auf eine Regelung im deutschen Mietrecht, die es dem Vermieter erlaubt, bestimmte Kosten direkt an den Mieter weiterzureichen, ohne dass diese in der eigentlichen Miete enthalten sind.

Diese Kosten umfassen typischerweise Ausgaben für die Instandhaltung und den Betrieb des Mietobjekts, wie beispielsweise Wasserverbrauch, Heizkosten, Müllabfuhr, Hausmeisterservice und ähnliche Dienstleistungen.

Große Programmauswahl beim Kabelfernsehen
Große Programmauswahl beim Kabelfernsehen

Diese Regelung ermöglicht es dem Vermieter, die Nebenkosten variabel zu gestalten und an die tatsächlichen Verbrauchs- oder Kostenänderungen anzupassen, wodurch eine direkte und transparente Abrechnung der Betriebskosten mit den Mietern ermöglicht wird.

Dadurch tragen die Mieter die Kosten für die tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen, was in der Regel eine gerechtere Verteilung der Gesamtkosten des Gebäudebetriebs bedeutet.

Vorteil: Wer gerne per Kabel fernsieht, hat keinen Aufwand – und zahlt vergleichsweise wenig fürs Kabelfernsehen.

Nachteil: Auch wer den Kabelanschluss nicht nutzt – etwa wegen einer eigenen Satellitenschüssel –, muss trotzdem für den Anschluss zahlen: Weil das gemeinschaftlich genutzte Kabel Bestandteil der Nebenkosten ist.

Dieses Nebenkostenprivileg entfällt zum 1. Juli 2024.

Mieter in Mehrparteienhaushalten sollten aktiv werden

Bedeutet: Alle, die in einer Mietwohnung in einem Mehrparteienhaushalt wohnen und die Kosten für den Kabelanschluss bequem die Nebenkosten an den Vermieter bezahlen, müssen sich rechtzeitig um eine Alternative bemühen, da sie künftig selbstbestimmt ihren TV-Empfangsweg wählen können.

Das Kabelfernsehen wird nicht einfach abgeschaltet. Wer will, kann seinen Anschluss weiter nutzen. Allerdings muss dann mit einem Anbieter (meist Vodafone, aber auch Pyur oder NetCologne) einen eigenen Vertrag abschließen.

Kostenpunkt: zwischen 7 und 13 Euro im Monat. Es wird in der Regel zwei bis drei EUR teurer im Monat.

Als vor 40 Jahren Kabelfernsehen eingeführt wurde, war das ein Durchbruch fürs Angebot
Als vor 40 Jahren Kabelfernsehen eingeführt wurde, war das ein Durchbruch fürs Angebot

Individuelle Verträge mit Anbietern

Anbieter Vodafone nennt den Anschlusstarif „TV Connect“. Aber einer Webseite können Kabelkunden überprüfen, ob ein Umstieg auf den individuellen Tarif möglich ist. In diesem Fall ist keinerlei weiterer Aufwand nötig: dieselbe Dose, derselbe Anschluss. Technisch bleibt alles, wie es ist.

Es ist aber auch denkbar und möglich, dass der Vermieter weiterhin einen Sammelvertrag mit dem Kabelbetreiber abschließt und den Mietern anbietet. Der Unterschied ist dann nur, dass jede Mietpartei einzeln entscheiden kann, ob sie das Angebot nutzen möchte oder nicht. Eine Berechnung über die Nebenkosten ist nicht mehr möglich.

Alternativen zum Kabel

Es gibt allerdings zahlreiche Alternativen zum Kabel.

In Deutschland am beliebtesten ist der Satellitenempfang. Hier entstehen zwar Kosten für die Installation der Schüssel, danach fallen aber keine Gebühren mehr an. Die Programme der öffentlichen-rechtlichen Sender stehen hier in HD-Qualität zur Verfügung. Kommerzielle Programme sind kostenlos in SD zu sehen; HD kostet eine Gebühr (ab 6 EUR im Monat).

Wer die Installation einer Satellitenanlage in Betracht zieht, muss allerdings mit dem Vermieter sprechen, ob das gestattet ist.

IPTV: Das Internet liefert die Programme als Stream
IPTV: Das Internet liefert die Programme als Stream

Digital fernsehen über Zimmerantenne

Zweite Alternative: DVB-T2 HD (digitales Antennenfernsehen). Hier reicht eine kostengünstige Zimmerantenne oder Dachantenne an den meisten Orten aus.

Die meisten modernen Fernseher haben einen eingebauten Decoder dafür. Auch hier sind öffentlich-rechtliche Sender in HD kostenfrei. Kommerzielle Programme kosten (in HD) rund acht Euro/Monat.

Zimmerantennen und Dachantennen dienen beide dem Empfang von DVB-T2 HD, dem terrestrischen Standard für hochauflösendes Fernsehen, unterscheiden sich jedoch in Bezug auf Installation, Empfangsqualität und Kosten.

Zimmerantennen sind kompakt und leicht zu installieren, da sie direkt am Fernseher oder in der Nähe davon platziert werden. Sie eignen sich besonders für städtische Gebiete, wo das Signal stark genug ist, und sind ideal für Mietwohnungen, in denen Installationen an der Außenstruktur nicht erlaubt sind.

Dachantennen hingegen werden außen am Haus oder auf dem Dach montiert und bieten eine deutlich bessere Empfangsqualität, besonders in ländlichen oder topografisch herausfordernden Gebieten.

Sie können schwächere Signale besser aufnehmen und sind weniger anfällig für Interferenzen, die in Gebäuden auftreten können. Während die Installation einer Dachantenne meist aufwändiger und teurer ist, lohnt sich die Investition für einen störungsfreieren und qualitativ hochwertigeren Fernsehempfang.

Fernsehen per Internet (IPTV)

Dritte Alternative ist Fernsehen per Internet (IPTV). Hier ist ein schneller Internetanschluss erforderlich, ab DSL50 oder vergleichbaren Geschwindigkeiten. Viele moderne TV-Geräte verfügen über die nötige Ausstattung. Ansonsten braucht es einen separaten Receiver oder ein Stick, was Kosten von einmalig rund 30 Euro verursacht.

Auch hier sind die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender kostenlos und werbefrei, Live-Streams inklusive. Führender Anbieter ist hier die Telekom mit „Magenta“: Es gibt DSL-Anschluss mit Fernsehfunktion.

IPTV (Internet Protocol Television) ist eine Technologie, die Fernsehinhalte über das Internet anstatt über traditionelle terrestrische, satellitengestützte oder Kabelnetze überträgt.

Im Gegensatz zum Streaming, das oft asynchron ist, ermöglicht IPTV den Nutzern, Live-Fernsehprogramme in Echtzeit zu sehen, sowie On-Demand-Inhalte nach Bedarf abzurufen. IPTV setzt auf ein Netzwerkprotokoll, das es ermöglicht, sowohl Live-TV (Multicast) als auch aufgezeichnete Streams (Unicast) zu senden.

Dies bietet eine flexible und interaktive Erfahrung, da Benutzer individuelle Ansichten wählen, Programme pausieren und Aufzeichnungen planen können.

Viele Telekommunikationsanbieter nutzen IPTV, um integrierte Dienste wie Triple-Play anzubieten, die Internet, Telefon und TV kombinieren. IPTV setzt eine stabile und schnelle Internetverbindung voraus, um eine hohe Bildqualität und Stabilität des Services zu gewährleisten.

Mediatheken und Live-Streaming

Egal, für welches Angebot sich die Haushalte auch entscheiden: Die öffentlich-rechtlichen Programme (auch WDR Fernsehen) stehen jederzeit ohne Zusatzkosten in HD-Auflösung zur Verfügung. Die Mediatheken bieten Radio und Fernsehen – auch als Live-Stream.

Wieso konnten Hacker Taylor-Swift-Ticket bei Eventim stehlen?

Wieso konnten Hacker Taylor-Swift-Ticket bei Eventim stehlen?

Hackern ist es gelungen, in die privaten Konten von Kunden der Ticketbörse Eventim zu hacken und extrem begehrte Tickets für Konzerte von Taylor Swift zu entwenden.

Die Pop-Ikono schlechthin kommt nach Europa: Innerhalb weniger Minuten waren die Tickets für alle „The Eras Tour“-Konzerte von Taylor Swift in Gelsenkirchen, Hamburg und München restlos ausverkauft.

Wer ein Ticket hat, wird von vielen „Swifties“ offen beneidet. Vor allem deswegen, weil ein Schwarzmarkt kaum existiert: Alle Tickets sind auf die Namen der Käufer ausgestellt und können nur auf der Tauschbörse von Eventim weiterverkauft werden.

Das soll einen explodierenden Schwarzmarkt verhindern – macht die Tickets aber noch begehrter. Tickets, die ausschließlich digital existieren.

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Betroffenen beklagen Diebstahl auf TikTok

Da die Tickets so begehrt und damit wertvoll sind, haben Hacker versucht, bereits gekaufte Tickets zu entwenden. Vor einigen Tagen gab es erste Berichte von Betroffenen auf TikTok und anderen Plattformen. Offensichtlich haben Hacker erfolgreich einige private Accounts von Eventim-Kunden geknackt – die gekauften Tickets waren weg.

Passwörter betroffener Eventim-Konten zurückgesetzt

Laut Eventim befinde sich die Zahl der unautorisierten Weiterverkäufe im niedrigen zweistelligen Bereich. Als missbräuchlich identifizierte Transaktionen habe der Online-Verkäufer rückgängig gemacht; den Betroffenen ist damit kein Schaden entstanden. Außerdem sei der Weiterkauf von Swift-Tickets vorübergehend ausgesetzt worden.

Als weitere Sicherheitsmaßnahme hat die Ticketbörse die Passwörter zahlreicher Kundenkonten aus Sicherheitsgründen zurückgesetzt. Betroffene Kunden haben eine E-Mail erhalten, mit entsprechenden Hinweisen erhalten und müssen ein neues Passwort auswählen.

Keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen

Bedauerlicherweise lässt Eventim heute selbstverständliche Sicherheitsmaßnahmen für Online-Konten vermissen: Selbst wer als Eventim-Nutzer will, kann sein Online-Konto nicht durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) absichern.

Eine solche Absicherung bedeutet deutlich mehr Sicherheit: Benutzer müssten dann neben Benutzername und Kennwort einen weiteren Code eingeben, der zum Beispiel in einer App erzeugt oder per SMS zugestellt wird.

Nur weil es diesen Sicherheitsstandard bei Eventim nicht gibt, ist es den Hackern so leichtgefallen, offensichtlich mehrere Dutzend Konten zu kapern. Die Kunden hatten kaum eine Möglichkeit, ihre wertvollen Konten besser zu sichern.

Außer dieser: Für jedes Online-Konto ein eigenes, individuelles und sicheres Passwort anzulegen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, macht das auch jetzt: Das alte Passwort bei Eventim durch ein neues, individuelles, sicheres Passwort mit mindestens zehn Zeichen inklusive Ziffern und Sonderzeichen ersetzen.

Auch meine Zugangsdaten im Darknet?

Einige Beobachter vermuten, dass die Zugangsdaten aus dem Darknet stammen – was sehr wahrscheinlich ist. Im Darknet kursieren Millionen von ergaunerten Zugangsdaten, die Cyberkriminelle missbrauchen.

Ob sich auch die eigenen Zugangsdaten im Darknet befinden, kann jeder selbst ausprobieren: Auf Webseiten wie „Have I been pawned“ oder dem „HPI Identity Leak Checker“ lässt sich das nachschauen: Einfach E-Mail-Adresse eingeben – und das Ergebnis abwarten. Wer an der Sicherheit seiner Online-Konten interessiert ist, sollte das regelmäßig machen.

Regelmäßig überprüfen und absichern

Tauchen hier Hinweise über erfolgreich abgegriffene Zugangsdaten auf, sollten Betroffene unverzüglich die Passwörter der betroffenen Online-Konten ändern; auch die aller anderen Online-Konten, bei denen dieselben Passwörter zum Einsatz kommen.

Generell gilt: In jedem Online-Konto ein individuelles, möglichst komplexes Passwort verwenden. Passwort-Manager erleichtern diese Herausforderung. Und überall dort, wo es möglich ist, den Zugang über Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern, sollte man das auch machen. Auch dabei helfen einige Passwort-Manager, so dass kein Mehraufwand entsteht.

Die Betreiber Online-Konten müssen es nur anbieten.

Neues iPad Pro mit M4-Prozessor

Neues iPad Pro mit M4-Prozessor

Apple präsentiert ein neues beeindruckendes iPad Pro mit fortschrittlichem Display, M4 Chip und Apple Pencil Pro. Ich sage nur: Wow.

Mit einem neuen, erstaunlich dünnen und leichten Design, dem bahnbrechenden Ultra Retina XDR-Display und unfassbarer Performance mit leistungsstarken KI Fähigkeiten macht das neue iPad Pro einen riesigen Sprung nach vorn.

Mit diesem iPad Pro kann man wahrlich nicht nur surfen. Dieses Modell ist eine ernsthafte Alternative für einen Notebook. Selbst Videos schneiden ist damit möglich.

Ein neuer iPad Pro mit leistungsfähigem Prozessor

Apple hat ein neues iPad Pro vorgestellt. Mit seinem beeindruckenden dünnen und leichten Design bringt es Mobilität und Performance auf ein neues Level.

Das neue iPad Pro ist in Silber und Space Schwarz erhältlich und kommt in zwei Größen – als großes 13″ Modell und als supermobiles 11″ Modell.

Beide Modelle haben – zumindest nach Aussagen des Herstellers – das „fortschrittlichste Display der Welt“: Ein neues Ultra Retina XDR-Display mit Tandem OLED-Technologie, das ein fantastisches visuelles Erlebnis bietet. Möglich wird das neue iPad Pro durch die nächste Generation von Apple Chips – der neue M4 Chip liefert einen enormen Sprung bei Performance und Möglichkeiten.

Apple iPad Pro Ultra Retina XDR mit OLED
Apple iPad Pro Ultra Retina XDR mit OLED

Ultra XDR Display

Der M4 hat eine völlig neue Display Engine, die die Präzision, Farben und Helligkeit des Ultra Retina XDR Displays unterstützt. Mit einer neuen CPU, einer GPU der nächsten Generation, die auf der GPU Architektur des M3 aufbaut und der bisher leistungsstärksten Neural Engine ist das neue iPad Pro ein leistungsfähiges Gerät für künstliche Intelligenz.

Die Vielseitigkeit und fortschrittlichen Fähigkeiten des iPad Pro werden außerdem durch neues Zubehör erweitert. Der Apple Pencil Pro bringt leistungsstarke neue Interaktionen, die das Apple Pencil Erlebnis noch besser machen.

Und das neue, dünnere und leichtere Magic Keyboard ist vollgepackt mit unglaublichen Features. Das neue iPad Pro, der neue Apple Pencil Pro und das neue Magic Keyboard können ab heute bestellt werden und sind ab Mittwoch, 15. Mai in den Stores erhältlich.

Das dünnste Apple Produkt aller Zeiten

Das neue iPad Pro – das dünnste Apple Produkt aller Zeiten – hat ein unglaublich dünnes und leichtes Design und bringt Mobilität auf ein ganz neues Level.

Das 11″ Modell ist nur 5,3 mm dünn und das 13″ Modell ist mit beeindruckenden 5,1 mm sogar noch dünner, dabei sind beide Modelle genauso robust wie die Vorgänger.

Das 11″ Modell wiegt weniger als 450 Gramm und das 13″ Modell ist fast 110 Gramm leichter als das Vorgängermodell. So können professionelle Nutze :ihre Workflows auf neue Arten erweitern und an noch mehr Orten arbeiten. Das neue iPad Pro kommt in zwei fantastischen Farben – Silber und Space Schwarz – und beide haben Gehäuse aus 100 Prozent recyceltem Aluminium.

Das iPad Pro ist dünn, sehr dünn
Das iPad Pro ist dünn, sehr dünn

Das fortschrittlichste Display der Welt

Das neue iPad Pro kommt erstmals mit dem neuen Ultra Retina XDR Display. Es ist das fortschrittlichste Display der Welt und ermöglicht noch außergewöhnlichere visuelle Erlebnisse.

Das Ultra Retina XDR-Display nutzt die bahnbrechende Tandem OLED Technologie, die das Licht von zwei OLED Panels kombiniert und für phänomenale Helligkeit auf dem gesamten Bildschirm sorgt. Das neue iPad Pro unterstützt unglaubliche 1.000 Nits Helligkeit auf dem ganzen Bildschirm für SDR und HDR Inhalte und 1.600 Nits Spitzenhelligkeit für HDR.

Kein anderes Gerät seiner Art hat so einen enormen Dynamikbereich. Die Tandem OLED Technologie ermöglicht Kontrolle über Farbe und Helligkeit jedes Pixels im Sub-Millisekundenbereich und macht XDR präziser als je zuvor. Spiegelglanzlichter in Fotos und Videos erscheinen noch heller, Schatten und Bereiche mit wenig Licht sind auf dem iPad noch nie so präzise dargestellt worden – und das alles bei höherer Reaktionsgeschwindigkeit bei bewegten Inhalten.

Für professionelle Nutzer, die in High‑End Workflows mit Farb­management oder unter schwierigen Lichtverhältnissen arbeiten, ist zum ersten Mal eine neue Option mit Nanotexturglas für das iPad Pro verfügbar.1 Nanotexturglas ist nanometer­genau präzise geätzt und behält die Bildqualität und den Kontrast bei, während es Umgebungs­licht streut, um Blendeffekte zu reduzieren.

Mit der bahnbrechenden Tandem OLED Technologie, enormer Helligkeit, unglaublich präzisem Kontrast, brillanten Farben und der Option für Nanotexturglas ist das neue Ultra Retina XDR Display das fortschrittlichste Display der Welt und bietet iPad-Pro-Kunden ein völlig neues visuelles Erlebnis.

Das geht nur mit dem M4

Das unglaublich dünne und leichte Design und das revolutionäre Display des neuen iPad Pro sind nur dank des M4 möglich, der nächsten Generation von Apple Chips, die einen enormen Sprung bei der Performance bietet.

Der M4 basiert auf 3 Nanometer Technologie der zweiten Generation, die noch energieeffizienter und damit perfekt für das Design des neuen iPad Pro ist. Der M4 hat eine völlig neue Display Engine und basiert auf wegweisenden Technologien, die die beeindruckende Präzision, Farbe und Helligkeit des Ultra Retina XDR Displays möglich machen.

Die neue CPU bietet bis zu vier Performance-Kerne und jetzt sechs Effizienz-Kerne2 sowie Beschleuniger für maschinelles Lernen (ML) der nächsten Generation. Dadurch liefert sie eine 1,5-mal schnellere CPU Performance als der M2 im iPad Pro der vorherigen Generation.

Der M4 baut auf der GPU Architektur des M3 auf – die 10-Core GPU hat leistungsstarke Features, die erstmals auf dem iPad verfügbar sind, darunter Dynamisches Caching und Hardware beschleunigtes Mesh Shading und Raytracing. Kombiniert mit einer höheren Bandbreite des gemeinsamen Arbeitsspeichers, erreichen Pro Rendering Apps wie Octane so eine bis zu viermal schnellere Performance als beim M2.

Der M4 bringt auch erhebliche Verbesserungen und eine branchen­führende Leistung pro Watt. Verglichen mit dem M2 liefert der M4 die gleiche Performance bei nur der Hälfte des Energieverbrauchs – und verglichen mit dem neuesten PC Chip in einem dünnen und leichten Laptop bietet der M4 dieselbe Performance bei nur einem einem Viertel des Energiebedarfs.

Eine neue fortschrittliche Media Engine unterstützt AV1 Decodierung und ermöglicht so eine energieeffizientere Wiedergabe hochauflösender Videos von Streaminganbietern.

Ein leistungsstarkes Gerät für KI

Das neue iPad Pro mit M4 hat die bisher leistungsstärkste Neural Engine von Apple. Sie kann 38 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen und ist damit 60-mal schneller als die erste Neural Engine von Apple im A11 Bionic Chip.

In Kombination mit den ML Beschleunigern der nächsten Generation in der CPU, einer hoch­leistungs­fähigen GPU, höherer Speicherbandbreite sowie intelligenten Features und vielseitigen Frameworks für Entwickler in iPadOS macht die Neural Engine das neue iPad Pro zu einem unfassbar leistungsfähigen Gerät für KI.

Mit dem iPad Pro mit M4 können Nutzer KI-basierte Aufgaben noch schneller erledigen – etwa mit der Scene Removal Maske, mit der sich ein Motiv in Final Cut Pro mit nur einem Tippen vom Hintergrund eines 4K Videos isolieren lässt. Mit dieser fortschrittlichen Performance ist die Neural Engine im M4 leistungsstärker als die neuronalen Prozessoren in allen heute verfügbaren KI PCs.

iPadOS umfasst außerdem fortschrittliche Frameworks wie Core ML, mit denen Entwickler die Neural Engine einfach nutzen können, um fantastische KI Features lokal bereitzustellen. Dazu gehören leistungsstarke Diffusions- und generative KI Modelle, die mit großartiger Performance direkt auf dem Gerät laufen. Das iPad Pro unterstützt auch Cloud-basierte Lösungen. So können Nutzer leistungsstarke Apps für Produktivität und Kreativität ausführen, die die Power von KI nutzen, wie Copilot für Microsoft 365 und Adobe Firefly.

Bitte lächeln: Pro-Kameras

Das aktualisierte Kamerasystem des neuen iPad Pro ist noch vielseitiger und mit der hohen Audioqualität von vier Mikrofonen in Studioqualität können Nutzer Bildmaterial auf einem einzigen Gerät filmen, bearbeiten und teilen.

Die 12 MP-Rückkamera macht brillante Smart HDR Bilder und Videos mit noch besserer Farbe, verbesserten Texturen und mehr Details bei wenig Licht. Außerdem hat sie einen adaptivem True Tone Blitz, mit dem das Scannen von Dokumenten mit dem neuen iPad Pro besser funktioniert als je zuvor.

Das neue iPad Pro nutzt KI, um Dokumente direkt in der Kamera App zu erkennen. Wenn die Aufnahme durch einen Schatten gestört wird, macht es sofort mehrere Fotos mit dem neuen adaptiven Blitz und setzt den Scan daraus zusammen, wodurch ein deutlich besseres Ergebnis erzielt wird.

Das TrueDepth Kamerasystem befindet sich jetzt vorne auf dem neuen iPad Pro in optimaler Position für Aufnahmen im Querformat. Die 12 MP Ultraweitwinkel-Frontkamera mit Folgemodus macht Videokonferenzen im Querformat noch besser, vor allem, wenn das iPad mit einem Magic Keyboard oder Smart Folio verbunden ist.

Pro Konnektivität

Das iPad Pro hat einen leistungsstarken USB-C Anschluss mit Unterstützung für Thunderbolt 3 und USB 4 und bringt damit schnelle kabelgebundene Konnektivität – bis zu 40 Gbit/s.

Thunderbolt unterstützt eine große Bandbreite an leistungsfähigem Zubehör, das mit entsprechenden Kabeln und Dockingstationen angeschlossen wird, darunter externe Displays wie das Pro Display XDR mit seiner vollen Auflösung von 6K oder externen Speicher.

Das iPad Pro unterstützt WLAN 6E für extrem schnelle WLAN Verbindungen für Pro Workflows unterwegs. Mit Wi‑Fi + Cellular Modellen mit 5G können Nutzer auch unterwegs auf ihre Dateien zugreifen, sich mit Kollegen austauschen und schnell Backups ihrer Daten erstellen.

Cellular Modelle des neuen iPad Pro werden mit eSIM aktiviert, eine sicherere Alternative zur physischen SIM Karte. So können sich Nutzer schnell verbinden und ihre bestehenden Verträge digital übertragen und mehrere Mobilfunkverträge auf einem Gerät hinterlegen. Kunden können mit dem neuen iPad Pro ganz leicht Mobilfunkverträge in über 190 Ländern und Regionen auf der ganzen Welt nutzen und brauchen dafür keine physische SIM Karte ihres lokalen Anbieters.

Apple Pencil Pro

Der Apple Pencil Pro bietet noch mehr magische Features und leistungsstarke neue Interaktionen, die das Apple Pencil Erlebnis noch besser machen. Ein neuer Sensor im Gehäuse registriert, wenn der Pencil gedrückt wird, und zeigt eine neue Palette an, mit der Anwendern schnell zwischen verschiedenen Tools, Linienstärken und Farben wechseln können, ohne den kreativen Prozess zu unterbrechen.

Eine spezielleHaptic Engine bestätigt durch ein leichtes Tippen, wenn Nutzer den Pencil drücken, zweimal tippen oder Formen in Smart Shapes konvertieren. Das sorgt für ein beeindruckend intuitives Erlebnis.

Beim Drehen des Apple Pencil Pro ermöglicht der neue Gyrosensor eine exakte Steuerung der verwendeten Tools. Durch eine Drehung des Stifts wird die Ausrichtung von Tools wie Kalligrafiestiften und Pinseln geändert, genau wie beim Schreiben auf Papier. Mit der Apple Pencil Schwebefunktion können Nutzer vorab die Ausrichtung eines Tools visualisieren.

Mit diesen fortschrittlichen Features des Apple Pencil Pro können Nutzer ihre Ideen auf ganz neue Art umsetzen. Entwickler können außerdem ihre eigenen Interaktionen erstellen.

Als erster Apple Pencil unterstützt der Apple Pencil Pro „Wo ist?“, damit Nutzer einen verlegten Apple Pencil Pro leichter wiederfinden können. Durch eine neue magnetische Schnittstelle hält, koppelt und lädt er an der Seite des iPad Pro. Das iPad Pro unterstützt auch den Apple Pencil (USB-C). Er ist ideal für Notizen, Zeichnungen, Anmerkungen, Journaling und mehr, und das zu einem großartigen Preis.

Das neue Magic Keyboard und Smart Folio

Nutzer können mit dem neuen dünneren und leichteren Magic Keyboard, das für das neue iPad Pro entwickelt wurde, mobiler und vielseitiger als je zuvor arbeiten. Das neue Magic Keyboard hat das magische schwebende Design, das Kunden lieben, und jetzt auch eine Reihe mit Funktionstasten, um auf Features wie Helligkeits- und Lautstärkeregelung zuzugreifen.

Außerdem hat es eine elegante Handauflage aus Aluminium und ein größeres Trackpad, das mit haptischem Feedback noch reaktionsschneller ist, sodass es sich anfühlt, als würde man ein MacBook nutzen.

Das neue Magic Keyboard wird magnetisch befestigt und der Smart Connector stellt sofort die Strom­versorgung und den Daten­austausch sicher, ohne dass dafür eine Verbindung über Bluetooth notwendig ist. Das gefräste Aluminiumscharnier hat auch einen USB-C Anschluss zum Aufladen. Das neue Magic Keyboard kommt in zwei Farben, die perfekt zum neuen iPad Pro passen: Schwarz mit einer Handauflage aus Aluminium in Space Schwarz und Weiß mit einer Handauflage aus Aluminium in Silber.

Das neue Smart Folio für iPad Pro verbindet sich magnetisch und unterstützt jetzt verschiedene Betrachtungswinkel für mehr Flexibilität. Es ist erhältlich in Schwarz, Weiß und Denim und passt zu den Farben des neuen iPad Pro.