Die eigene Webseite schneller machen

Die eigene Webseite schneller machen

Ihre Webseite lädt nur sehr langsam? Mit einem Trick lässt sich der Ladevorgang spürbar beschleunigen. Dazu aktivieren Sie die automatische Komprimierung der Daten, die an den Browser gesendet werden.

Ob Ihr Webserver die Daten bereits komprimiert ausliefert, stellen Sie mit dem Webdienst checkgzipcompression.com fest. Einfach eine URL eingeben und auswerten lassen. Testen Sie auch die Adresse Ihres CSS-Stylesheets.

Falls Ihr Webserver ein Apache ist, lässt sich die Komprimierung mit den folgenden Einstellungen in der Konfigurations-Datei (oder in der .htaccess) aktivieren:

<IfModule mod_deflate.c>
            # Insert filter
            SetOutputFilter DEFLATE
            <IfModule mod_setenvif.c>
                        # Netscape 4.x has some problems…
                        BrowserMatch ^Mozilla/4 gzip-only-text/html

                        # Netscape 4.06-4.08 have some more problems
                        BrowserMatch ^Mozilla/4\.0[678] no-gzip

                        # MSIE masquerades as Netscape, but it is fine
                        BrowserMatch \bMSIE !no-gzip !gzip-only-text/html

                        # Don’t compress images
                        SetEnvIfNoCase Request_URI .(?:gif|jpe?g|png)$ no-gzip dont-vary
            </IfModule>

            <IfModule mod_headers.c>
                        # Make sure proxies don’t deliver the wrong content
                        Header append Vary User-Agent env=!dont-vary
            </IfModule>
</IfModule>

Voraussetzung ist, dass die Apache-Module mod_deflate schon aktiviert ist. Nach dem Einspielen der geänderten Konfiguration starten Sie den Apache-Webserver neu und prüfen dann erneut mit dem obigen Webdienst, ob die GZIP-Komprimierung jetzt aktiv ist.

checkgzip-schieb

Apache-Rewrite-Regeln im IIS-Webserver nutzen

Apache-Rewrite-Regeln im IIS-Webserver nutzen

Viele Webseiten nutzen Regeln, mit denen die Adressen der einzelnen Seiten intern umgeschrieben werden („Rewrite Rules“). Diese Regeln werden meist im Apache-Format des Moduls mod_rewrite verfasst und in .htaccess-Dateien aufgelistet. Spielt man die gleiche Webseite dann auf einem IIS-Webserver von Microsoft ein, kann der mit den Rewrite-Regeln nichts anfangen. Für dieses Problem gibt es eine Lösung.

Denn die Apache-Rewrite-Regeln lassen sich mit einem speziellen IIS-Modul in kompatible Umleitungen übersetzen. Dazu installieren Sie das URL-Rewrite-Modul, das Sie kostenlos von der Microsoft-Webseite herunterladen können. Anschließend öffnen Sie den IIS-Manager und darin die Webseite, deren Umleitungs-Regeln Sie übersetzen wollen.

Es folgt ein Doppelklick auf das neue Modul „URL Rewrite“. In der rechten Seitenleiste rufen Sie jetzt die Funktion „Regeln importieren…“. Im Anschluss lässt sich die .htaccess-Datei von Apache laden und die Regeln werden in das IIS-Format konvertiert. Sind keine Fehler aufgetreten, speichern Sie das Resultat rechts oben mit einem Klick auf „Übernehmen“. Damit wird eine web.config-Datei angelegt, und das Umschreiben der URLs funktioniert nunmehr auch im IIS-Webserver.

Hinweis: Nach jedem Ändern der Apache-Regeln müssen die IIS-Regeln angepasst bzw. neu importiert werden. Doppelte Regeln in der web.config-Datei anschließend per Editor eliminieren.

iis-url-rewrite-htaccess-importieren