NSA überwacht alle Telefon-Gespräche

NSA überwacht alle Telefon-Gespräche

Die NSA kann offensichtlich die Telefongespräche eines kompletten Landes überwachen: Das „Mystic“ getaufte Programm der Behörde ist in der Lage, alle Gespräche zu speichern und auf Wunsch zu analysieren. Mystic speichert die Telefongepräche 30 Tage lang. Auf diese Weise entsteht ein regelrechtes Archiv und die Agentur kann auch in die Vergangenheit „horchen“. Das Programm ermöglicht, auch Gespräche von Personen abzuhören – nachträglich –, selbst wenn die Person zum Zeitpunkt des Gesprächs noch gar nicht im Fokus der Agenten war.

Bis zu fünf Länder sollen auf diese Weise überwacht werden. Welche Länder das sind, hat die recherchierende Washington Post auf Wunsch der US-Regierung nicht verraten. Nur so viel ist bekannt: Es fallen derart große Datenmengen an, dass sogar die NSA an Kapazitätsgrenzen stößt. Für eine flächendeckende Überwachung eignet sich das Programm also allein schon aus technischen Gründen nicht. Allerdings ist das nur eine Frage der Zeit. In wenigen Jahren könnten noch größere Speicherkapazitäten zur Verfügung, dann könnte die NSA auch größere Länder überwachen.

nsa

NSA überwacht alle Telefon-Gespräche

NSA nutzt Google-Cookies und überwacht Spiele-Portale

Keine Woche ohne neue Enthüllungen, was die NSA alles überwacht und welche Methoden zum Einsatz kommen. Jetzt ist klar: Die NSA nutzt auch Google-Cookies, um Standort und Surfverhalten von Internetbenutzern zu ermitteln. Das zumindest berichtet die Washington Post. Da heute nahezu jeder mindestens einen Google-Dienste nutzt, sind auch für nahezu jeden Browser Google-Cookies hinterlegt.

Die Ausbeute für den Geheimdienst ist entsprechend groß. Der Geheimdienst erfährt, nach welchen Begriffen Menschen suchen, so sie sich beim Surfen aufhalten und welche Google-Dienste sie verwenden. Auf welche Weise es der NSA gelingt, die Google-Cookies auszulesen, ist bislang unbekannt.

Doch auch Computerspieler werden von der NSA überwacht. Der Geheimdienst beobachtet Xbox Live, Second Life oder World of Warcraft, um nur einige Beispiele zu nennen. Die NSA hat Mitarbeiter in die Online-Spielewelten eingeschleust und die Spiele überwacht. Konkret geht es wohl vor allem darum, mögliche Chats zu überwachen. Theoretisch könnten Terroristen die Online-Spielewelten nutzen, um sich auszutauschen. Das wollen die Geheimdienste verhindern.

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NSA sammelt im großen Stil Kontakt-Daten

NSA sammelt im großen Stil Kontakt-Daten

Wer den Tatsachen ins Auge blickt, kann sich eigentlich kaum wundern. Doch jetzt besteht Klarheit: Der amerikanische Geheimdienst NSA hat nach Berichten der Washington Post Hunderte Millionen von E-Mail-Adressen gesammelt. Entgegen der Vorschriften und US-Gesetze hat die NSA dabei auch die Kontaktdaten von US-Bürgern gespeichert, und zwar im ganz großen Stil.

An einem einzigen Tag hat die NSA laut den Berichten 444.000 Adressbücher von Yahoo eingesammelt, 100.000 bei Hotmail, 82.000 bei Facebook, 33.000 bei Google Mail und 23.000 bei anderen Dienstleistern. Ohne die Kooperation der Onlinedienste wird das schwer möglich gewesen sein. Rund 250.000 Millionen E-Mail-Adressbücher hat die NSA auf diese Weise pro Jahr gehortet – was angeblich sogar zu Speicherplatzproblemen geführt haben soll. Der Geheimdienst nutzt die Kontaktdaten, um Profile der Menschen anzufertigen und nachhalten zu können, wer mit wem kommuniziert. Wer erst mal die Kontaktdaten hat, kann dann leichter weitere Daten und Informationen hinzufügen, etwa persönliche Daten oder Vorlieben. Es muss dringend etwas passieren gegen diese ungenierte Datensammelei.