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So setzt Ihr Drohnen sicher ein

28.08.2017 | Von Jörg Schieb

Hardware

Drohnen werden immer besser und immer günstiger. Darum gibt es immer mehr davon. Bis zu eine Million sollen es bis Ende des Jahres allein in Deutschland sein. Deshalb hat der Gesetzgeber neue Spielregeln festgelegt, die alle, die eine Drohne benutzen, einhalten müssen. Was mit Drohnen geht, was man mit Drohnen darf und was nicht.

Mit Drohnen fliegen: In den Produktvideos sieht das immer total einfach aus. Die Bildqualität ist perfekt – und die Steuerung der Drohnen kinderleicht. Die Geräte der neuesten Generation kann man sogar mit der flachen Hand steuern – ganz ohne Fernbedienung oder Smartphone. Keine Frage: Die Bedienung ist viel einfacher geworden als früher.

Ich habe mittlerweole die neue Selfie-Drohne Spark von DJI im Einsatz. Wirklich klein und kompakt. Macht aber trotzdem hochaufgelöste Fotos und Videos in HD-Qualität. Die Bedienung per Hand ist außergewöhnlich.

Sensoren schützen die Drohnen

Wichtig zu wissen: Moderne Drohnen sind sogar mit Sensoren ausgestattet, um sie vor Kollisionen zu bewahren. Das bedeutet: Sie fliegen nicht gegen Wände oder andere Objekte. Das soll Unfälle und verhindern Das klappt meistens auch ganz gut. Meistens. Leider nicht immer.

Deshalb sollte man seine Drohne versichern. Bei manchen Hausratsversicherungen ist das mit drin, bei den meisten eher nicht. Unbedingt mal nachfragen – und im Zweifel eine Versicherung für die eigene Drohne abschließen. Vor allem bei geplanten Einsätzen im Ausland.

Kennzeichnungspflicht und Flugzeug

Auch wichtig zu wissen: Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm Gewicht brauchen jetzt zwingend eine  feuerfeste Plakette, auf der der Name des Besitzers steht. Die muss man auf die Drohne kleben. Damit man weiß, wer der Halter ist, sollte es mal Probleme mit einer Drohne geben – ist auch in manchen anderen Ländern vorgeschrieben.

Wer seine Drohne mit ins Flugzeug nehmen will, muss wissen: Die Drohne selbst ist in der Regel kein Problem. Wohl aber die Akkus. Die Lithium-Polymer-Akkus können sich erhitzen oder Feuer fangen. Deshalb sind die Akkus nicht im Aufgabegepäck erlaubt, sondern bestenfalls im Handgepäck. Da hat jede Airline andere Vorschriften, auch was die Maximalzahl an erlaubten Akkus betrifft. Die für Flugverkehr zuständige IATA informiert auf ihrer Webseite über das Thema. Im Zweifel voprher die Airline fragen, mit der man fliegt.

Flugverbotszonen

Ganz wichtig: Viele Gebiete sind für Drohnen tabu, zum Beispiel militärisches Gelände, aber auch Krankenhäuser, Kraftwerke und natürlich Flughäfen. Hier darf gar nicht geflogen werden. Dasselbe gilt für Einsatzorte der Polizei. Auch über Menschenmengen darf eine Drohne nicht fliegen. Wer eine Drohne steuert, sollte sich unbedingt vorher schlau machen.

Mein Tipp: Die Onlinekarte unter map2fly.de. Hier kann man bequem nachsehen, wo man mit seiner Drohne fliegen darf – und wo nicht. Das gilt auch für die Flughöhe: Normalerweise gilt eine maximale Flughöhe von 100 Metern. Im Umkreis von Flughäfen gibt es aber weitere Beschränkungen, was die Flughöhe betrifft. Map2Fly sagt einem genau, worauf zu achten ist.

Behutsamer Einsatz

In Landschaftsschutzgebieten ist der Einsatz von Drohnen in der Regel verboten. Auch in vielen Nationalparks, etwa in den USA. Man sollte sich also gut informieren, ob man seine Drohne dort verwenden darf, wo man sie verwenden – um Ärger zu vermeiden. In einigen Ländern drohen nicht nur Strafen, sondern sogar die Konfizierung der Drohne.

Wer seine Drohne mit in den Urlaub nehmen will, muss wissen: Es gibt überall eine andere rechtliche Situation. Auf Mallorca zum Beispiel sind rein private Drohnenflüge erlaubt, wenn man entsprechende Regeln beachtet. Kommerzielle Flüge sind schwieriger als bei uns in Deutschland. Wer sich Ärger ersparen will, sollte sich vorab schlau machen, welche Regeln am Urlaubsort gelten.

Auf der Webseite my-road.de gibt es eine praktische Übersicht über die Spielregeln in 116 Ländern. Einfach das Reiseland auf der Karte auswählen und die Hinweise studieren. Und auch beachten. Wer seine Drohne zum Beispiel mit in die USA nehmen möchte, muss sie vorher registrieren, um sie auch benutzen zu können. In anderen Ländern gelten ähnliche Regeln.

Wenn man das alles beachtet, kann man mit Drohnen durchaus tolle Aufnahmen machen. Man sollte aber unbedingt erst mal in freier Natur üben, damit alles reibungslos funktioniert. Und darauf achten, andere Leute nicht zu stören – oder sie einfach zu fotografieren oder zu filmen. Egal, in welchem Land man gerade unterwegs ist.

Mehr Infos:

BMVI Infos über Drohnen

IATA Richtlinien Akkus:
http://www.iata.org/whatwedo/cargo/dgr/Documents/LithiumBattery_PassengerFlyer.jpg

 




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