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Data Fairplay: Geld her für meine Daten

09.10.2017 | Von Jörg Schieb

Internet

Mit Data Fairplay gibt es schon eine ganze Weile einen Anbieter, der es Nutzern ermöglicht, ihre eigenen Daten zu verkaufen – an die Industrie zum Beispiel. Vorteil für die Nutzer: Sie verdienen daran, dass ihre Daten weitergegeben werden – und können selbst entscheiden, wer sie bekommt.

Egal ob wir bei Facebook etwas posten, bei Twitter etwas twittern, bei Google etwas suchen und erst Recht, wenn wir etwas kaufen oder bestellen: Es fallen Daten an, jede Menge Daten, die von Onlinekonzernen gesammelt und häufig zu Geld gemacht werden.

Immer profitieren andere davon, dass sie unsere Daten sammeln, vermarkten und teilweise auch verkaufen – warum sollen wir nicht auch mal selbst davon profitieren? Das ist die Idee hinter DataFairplay, einem Onlineprojekt, über das jeder seine eigenen Daten verkaufen kann.

Das Portal Data Fairplay wurde vor ein paar Jahren mit der Idee gegründet, dass hier jeder User selbst entscheiden kann, wer seine Daten erhalten soll. Man trägt seine Stammdaten ein, etwa Name, Wohnort, Geburtsjahr etc. und kann auch Angaben zu Hobbys, Interessen etc. machen.

Wenn ein Unternehmen Interesse an den Daten hat, kann man sich entscheiden, ob die Daten weitergegeben werden dürfen – und bekommt in dem Fall einen Teil der Provision. Man verdient also konkret daran, dass sich Unternehmen für einen interessieren. Natürlich muss man dann auch damit leben, dass man angeschrieben, angemailt oder angerufen wird. Schließlich steckt bei den Unternehmen, die für die Datensätze Geld bezahlen, auch eine konkrete Verkaufsabsicht dahinter. Der Unterschied zum üblichen Vorgehen ist aber: Man behält weitgehend Kontrolle über seine Daten und verdient selbst daran.

Vor- und Nachteile

Das funktioniert durchaus. Man sieht konkret, welche Unternehmen sich für einen interessieren und auch warum, also welche Interessen eine Rolle spielen. Man sieht auch, was sich mit den Daten verdienen lässt, etwa 5 EUR, wenn man Werbung für ein Kino-Event zulässt, oder 40 EUR für eine Marktforschung, die auch mit Aufwand verbunden ist. Es ist durchaus interessant und lehrreich zu sehen, was die eigenen Daten eigentlich wer sind – und so ganz nebenbei verdient man auch noch Geld. Keine riesigen Beträge, aber es kann sich durchaus summieren.

Natürlich gibt es auch Nachteile. Wer Werbung kritisch gegenüber steht, und dafür gibt es nun wirklich gute Gründe, der wird natürlich Werbung nicht verhindern oder erschweren, indem er mitmacht – und seine eigenen Daten verkauft. Das füllt zwar das eigene Portemonnaie, aber man wird Teil des Ganzen, verdient an der Werbung mit. Natürlich wird man auch kontaktiert – und kann nicht völlig verhindern, auch wenn das natürlich eigentlich verboten ist, dass die Daten in falsche Hände geraten und weitergegeben werden. Ich will damit sagen: Wer von Werbung im Internet genervt ist und Werbung grundsätzlich kritisch gegenübersteht, der sollte auch bei Fairplay lieber nicht mitmachen.

 

 




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