Apple iPhoneSo ist das in der freien Marktwirtschaft: Jeder kann alles versuchen – und sich dagegen wehren, wenn’s anders kommt. Beispiel: iPhone. Wer hätte noch vor einigen Monaten gedacht, dass es sich ein Handyhersteller leisten kann, sein Handy nur über einen einzigen Kanal zu verkaufen und die Menschen obendrein zu zwingen, einen ganz bestimmten Provider zu benutzen? Sicher kaum jemand. Aber genau so ist es gekommen. Man kann das iPhone in Deutschland nur im T-Punkt kaufen. Und man muss Kunde bei T-Mobile sein – oder es werden -, wenn man mit dem iPhone telefonieren möchte. Ganz schöne Gängelei.

Auch Vodafone hatGespräche mit Apple geführt. Doch Vodafone wollte sich nicht darauf einlassen, einen Teil der Gebühren an Apple abzuführen. Zu Recht! T-Mobile hatte damit offensichtlich weniger Schwierigkeiten. Schätzungen zufolge gehen bis zu 30 Prozent der monatlichen iPhone-Tarifumsätze an Apple. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht. Und was macht Vodafone? Klagt gegen diesen Deal. Klagt gegen die technische Sperre im iPhone, die verhindert, dass ein iPhone-Besitzer nur im Netz von T-Mobile telefonieren kann. Der Provider aus Düsseldorf hat jetzt erst mal Recht bekommen.

Danach ist es eben nicht Rechtens, dass das iPhone in Deutschland nur in einem einzigen Mobilfunknetz funken darf, zumindest offiziell. Es gibt eine entsprechende Einstweilige Verfügung. Die Telekom kann innerhalb der nächsten 14 Tage Widerspruch einlegen. Wenn sie das nicht machen, ist die Exklusivität für T-Mobile vorbei. Dann könnte man das iPhone im T-Punkt kaufen – und über Vodafone, O2 oder E-Plus telefonieren.

Ich fände das gut. 😉

1 Antwort
  1. Harald Lux
    Harald Lux sagte:

    Vodafone als Retter der freien Marktwirtschaft? Wer es glaubt wird selig … Das Konzept des iphone ist doch nur die konsequente Fortsetzung von Simlock bzw. “gebrandeten” Mobiltelefonen.

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