Man kennt es auch Spielfilmen: Wenn Agenten oder Diebe einen Hochsicherheitstrakt betreten, legen sie oft ihre Hand auf ein Lesegerät, blicken mit einem oder beiden Augen in einen Scanner oder sprechen einen geheimen Satz, der von einem versteckten Mikrofon eingefangen und analysiert wird. Anschließend vergleicht ein Computer die aufgenommenen Informationen mit denen in der Datenbank. Innerhalb von Sekundenbruchteilen gibt es grünes oder rotes Licht – je nachdem, wer da vor der Tür steht.

Solche Sicherheitsmechanismen sind keine Science-fiction, sondern es gibt sie tatsächlich. Sie werden “biometrische Sicherheitstechniken” genannt, weil biologische Eigenheiten einer Person vermessen (deshalb metrisch) werden. Jeder Mensch verfügt über verschiedene nahezu einmalige Eigenschaften, die sich messen und speichern lassen. Auf diese Weise können Computer leicht feststellen, ob die Person vor der Tür auch wirklich die Person ist, für die sie sich ausgibt.

Ob Fingerabdrücke, Handmaße, Augen (Iris), Stimme oder Gesicht: Nahezu alles kann heute zuverlässig von Computern unterschieden werden. Biometrische Systeme haben den Vorteil, dass man sich keine Zugangskennungen und Passwörter mehr merken muss. Denn den biometrischen Ausweis hat man immer dabei. Auch für den Computer zu Hause gibt es bereits biometrische Sicherheitsmethoden, etwa Fingerabdruckleser. Die funktionieren allerdings noch lange nicht so gut und zuverlässig wie im Film. Aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit.