Wie kann man Jugendliche, Schülerinnen und Schüler neugierig machen auf wissenschaftliche Themen? Diese Frage stellt sich – unter anderem – die Max Planck Gesellschaft, denen nicht nur das Thema am Herzen liegt, sondern auch der Nachwuchs.

Und wo kann man Jugendliche besser erreichen als im Internet? Deshalb gibt es seit August diesen Jahres eine Webseite „Max-Wissen“, die genau dieses Ziel verfolgt: Junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern.

„Wissen ist Max“, so lautet das nicht ganz ernst gemeinte Motto der aufwändig gemachten Webseite, die von der Max-Planck-Gesellschaft ins Leben gerufen wurde. Die Seite will Schülerinnen und Schüler neugierig machen auf wissenschaftliche Themen, sie aber auch beim schulischen Alltag unterstützen. Unter http://www.max-wissen.de gibt es Material für den Unterricht, aber auch jede Menge nützlicher Hintergrundinformationen für Hausaufgaben und Referate.

Schwerpunkt sind, klar, Themen aus der Wissenschaft. „Bakterien in der Falle“, lautet ein Themenkomplex. „Der Griff nach den Genen“, ein anderer. Oder „Das Klimaphänomen El Nino „. Nur einige Beispiele für packende, durchweg lesenswerte Berichte, die in spannende wissenschaftliche Themen einführen – und oft auch aktuelle Aufhänger haben.

Das meiste ist für die gymnasiale Oberstufe geeignet. Auch Lehrer sollen sich angesprochen fühlen, denn die Betreiber wollen in erster Linie den Unterricht bereichern.

Physik, Chemie, Biologie und Erdkunde – das sind die ausgewiesenen Fachbereiche bei Max-wissen.de. Der Besucher kann im Angebot hier gezielt nach bestimmten Themen stöbern. Oder sich einfach inspirieren lassen. Auf den Webseiten gibt es jede Menge miteinander verzahntes Wissen. Weg mag, kann aber auch die beliebten Max-Wissen-Hefte als PDF-Dokument herunter laden und zu Hause selbst ausdrucken.

Spannend gemacht: Die Max-Reportagen. Längere Hintergrundberichte über wissenschaftliche Erkenntnisse. „Wie Insekten Tritt fassen“, ist eine aktuelle Reportage überschrieben. Hier erfahren die jungen Leser, wieso Insekten eigentlich immer sicher zum Stehen kommen, egal wo sie landen.

Ein anderes Thema: „Die Evolution des Hörens“. Eine Reportage über die Tatsache, dass wir Menschen mit der Zeit das Hören verlernen. Als Stadtmensch zum Beispiel haben wir das Gefühl für die Geräusche der Natur verloren. Draußen, in der Natur, ist es nachts nicht still, sondern mitunter recht lautet. Unzählige Arten machen sich bemerkbar. Vor allem in tropischen Wäldern ist das gut zu hören.

Die Redaktion von Max Wissen wählt ihre Themen sorgfältig und mit Bedacht aus, damit sie den Schülerinnen und Schülern einen möglichst großen Nutzen bringen.

Deshalb macht Max Wissen auch Gebrauch von den Möglichkeiten des Internets. Die Redaktion stellt immer wieder kleine Animationen ins Netz. Hier können die Schüler zum Beispiel sehen, wie im Labor schwarze Löcher entstehen – oder wie die Pole der Erde wandern.

Eine bunte Animation erklärt, wie sich im Inneren der Erde der Eisenkern im Laufe von 2000 Jahre bewegt. So ein Animationsfilm kann das besser verdeutlichen als jeder Text.

Aber auch kleine Einspielfilme gibt es.

Schade nur, dass die Mehrzahl der Animationen und Filme ohne Ton auskommen müssen. Außerdem dürften es gerne auch ein paar mehr Filme und Animationen sein. Darüber ist sich Dr. Beck durchaus bewusst.

Webseiten mit seriösen Inhalten, werbefrei, als zuverlässige Quelle für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, gibt es im deutschsprachigen Web kaum – außerdem werden immer mehr Angebote kostenpflichtig. Nicht unproblematisch.

Hilfreich ist auch das umfangreiche Lexikon, mit jeder Menge Begriffe aus der Welt der Wissenschaft – zum Nachschlagen. Es gibt aber auch spielerische Elemente, zum Beispiel eine Zeitmaschine. Hier erscheint eine an Computerspiele angelehnte Oberfläche auf dem Bildschirm. Wer die richtigen Knöpfe drückt, setzt die Zeitmaschine in Gang – und kann so nach und nach wichtige Meilensteine der Wissenschaft ansteuern. Eine spannende Reise.

http://www.max-wissen.de