Politiker versprechen ja eine Menge, wenn sie gewählt werden wollen. Vieles wird ganz schnell wieder vergessen. Journalisten können aufs Archiv zugreifen, Reden und Wahlspots von einst herauskramen – und noch mal senden. Das kann jetzt jeder, zumindest in den USA. Denn dort gibt es ein klasse Onlinearchiv für Wahlspots der Präsidentschaftskandidaten. Eisenhower. Kennedy, Bush senior – und junior. Al Gore und Carter. Sind alle dort zu finden. Außerdem: Ein Archiv mit Cartoons – und ein Foto-Archiv mit tollen Aufnahmen aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts.

Richtig gute Karikaturen sind selten. Aber auf dieser Webseite gibt es wirklich jede Menge davon: Witzige, skurrile, freche, unterhaltsame Zeichnungen, die gekonnt gesellschaftliche Aspekte oder Missstände aufs Korn nehmen. Herrlich.

Unter http://www.toonpool.com kann man sich mehr als Tausend solcher Zeichnungen ansehen. Und täglich werden es mehr.

Zu verdanken ist das einem Profi-Karikaturisten, Bernd Pohlenz, der Toolpool vor kurzem an den Start gebracht hat. Warum? Weil er einfach mal wissen wollte, was Kollegen und Leser von seinen Karikaturen halten.

Bei Toolpool kann jeder seine Meinung sagen und den Künstlern Feedback geben. Über 100 Zeichner machen bereits mit. Ein Eldorado für Cartoon-Fans.

http://www.toonpool.com

Ein Fernseh-Wahlspot für Dwight D. Eisenhower aus dem Jahre 1952. Optisch hat sich mittlerweile eine Menge verändert. Aus Zeichentrick wurden Realbilder, aus Schwarzweiß kräftige Farben. Aber pathetisch sind die Spots geblieben. Und irgendwie dann doch gleich.

OTON “If people can afford, less butter, less fruits, less bread, less milk, yes, it’s time for a change”

“Time for a change”, das ist auch der Slogan einiger aktueller Präsidentschaftskandidaten. Allein schon deswegen ist das Angebot unter http://www.livingroomcandidate.org sehenswert. Hier gibt es jede Menge Fernseh-Wahlspots aus den Jahren 1952 bis heute zu sehen. Klasse.

Bleiben wir in den USA. Die Library of Congress ist die größte Bibliothek der Welt. Hier werden auch Fotos gelagert. Zig Millionen Fotos. Und die stellt die Kongressbibliothek nun nach und nach ins Internet. Und zwar im Online-Fotoalbum flickr.

Ein Stück Zeitgeschichte wird öffentlich. Zum Nachschlagen. Oder als Diashow. Man kann sich die Bilder aber nicht nur anschauen, man kann die meisten auch frei verwenden, etwa auf der eigenen Webseite. Klasse Service.

Indem die Internetuser beschreiben, was sie auf den Fotos sehen, auch Details, entsteht ein riesiger, wertvoller Schlagwortkatalog. Super Idee, die unbedingt Schule machen sollte. So haben wirklich alle was von den Archiven. Vorbildlich.

http://flickr.com/photos/library_of_congress/