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Bei der Profi-Bildbearbeitung Photoshop spielt das so genannte „Arbeitsvolume“ eine zentrale Rolle: Immer, wenn es im Arbeitsspeicher eng wird, nutzt Photoshop automatisch einen Teil des Festplattenspeichers als virtuellen Arbeitsspeicher. Meist handelt es sich dabei um eine der lokal eingebauten Festplatten.

Kritisch wird es, wenn es auch auf den Festplatten eng wird. Dann verweigert Photoshop mit der Meldung „Das Volume ist voll“ die Arbeit. Was viele Photoshop-Anwender nicht wissen: In solchen Fällen lassen sich auch Netzwerk- und externen Festplatten als Arbeitsvolume nutzen.

Das Ausweichen auf Netzwerkfestplatten macht allerdings nur bei sehr schnellen Netzwerkverbindungen Sinn, etwa in Gigabit-Netzwerken mit 1000 Mbit – klassische 100-MBit-Netzwerke sind dafür zu langsam. Externe Festplatten sollten mindestens per USB 2.0 oder noch besser per Firewire 800 angeschlossen sein. Nur dann kann Photoshop schnell genug auf die Cache-Dateien zugreifen.

Um Netzwerk- und USB-Platten als Arbeitsvolumen nutzen zu können, muss die Photoshop-Installations-DVD eingelegt und im Explorer in den folgenden Ordner gewechselt werden:

\Zugaben\Optionale Zusatzmodule\Optionale Erweiterungen

Per Doppelklick auf die Datei „AllowNetworkScratch_ON“ wird ein neuer Registrierungsschlüssel in die Registry von Windows geschrieben. Beim nächsten Photoshop-Start lassen sich jetzt im Dialogfenster „Bearbeiten | Voreinstellungen | Leistung“ auch die bislang unsichtbaren externen Laufwerke und Netzwerkplatten als Arbeitsvolume einrichten. Allerdings sollte das immer nur eine Notlösung sein. Am besten ist das Arbeitsvolume auf der lokal installierten Festplatte aufgehoben.