Datenschutz ist zweifellos ein wichtiges Thema. Doch während mancher Aspekt mitunter regelrecht hysterisch kritisch betrachtet wird, herrscht in anderen Bereichen eine nahezu sträfliche Naivität vor. Eins kann man auf jeden Fall sagen: Wer vollkommen unbekümmert und arglos im Netz unterwegs ist, ohne an Datenschutz und damit letztlich an die eigenen Daten zu denken, geht unnötige Risiken ein.

Alle Browser bieten nach und nach Inkognito-Funktion

Darauf stellen sich nun auch die Browser-Hersteller allmählich ein. Sie rüsten ihre Browser auf, sorgen dafür, dass wir immer sicherer surfen können. Vorreiter ist Google mit seinem neuen Browser Chrome, der nach Beenden der Testphase (Beta) seit einigen Tagen ganz offiziell zu haben ist (http://www.google.de/chrome). Denn Chrome bietet als erster offiziell verfügbarer Browser ein sogenanntes „Inkognito-Fenster“ an.

Wer ein Inkognito-Fenster öffnet, surft im Netz, ohne auf dem eigenen Rechner Spuren zu hinterlassen. Chrome speichert dann keine Cookies, merkt sich keine der eingetippten Adressen, und auch im „Verlauf“-Ordner finden sich keine Hinweise auf die angesteuerten Webseiten. Dieser Privatmodus ist zum Beispiel ideal für die Weihnachtszeit, denn so kann niemand herausfinden, auf welchen Webseiten man möglicherweise etwas eingekauft hat. Aber auch alle, die ihren Rechner mit anderen Personen teilen, werden den Inkognito-Modus zu schätzen wissen.

Nicht immer praktisch

Warum also nicht grundsätzlich in diesem Betriebsmodus surfen? Ganz einfach: Weil es auch praktisch sein kann, wenn eine Webseiten einen wieder erkennt oder wenn man selbst in der Historie die angesteuerten Webseiten stöbern möchte.

Auch andere Browser-Hersteller bauen einen vergleichbaren Privatmodus in ihre Browser ein. Microsoft hat den Internet Explorer 8, der sich noch im Betastadium befindet, ebenfalls mit einer Tarnkappe ausgerüstet. Und auch Firefox respektiert künftig verstärkt die Privatsphäre, allerdings erst ab Version 3.1. Auch diese Version befindet sich derzeit in der Betaphase, wird also noch ausgiebig getestet.

Für ältere Versionen von Firefox gibt es den anonymen Modus aber zum Nachrüsten. Das Add-On „Stealther“ (Verstecker) erweitert den Browser um einen Privatmodus. Einfach unter http://www.springhin.de/stealther das Plugin laden und installieren. Anschließend steht der Tarnmodus sofort zur Verfügung. Mit der Tastenkombination „Strg“+“Shift“+“S“ oder über das Menü „Extras > Stealther“ lässt sich der Privatmodus aktivieren.

Welche Daten bleiben verborgen?

In der Statuszeile zeigt ein blaues Schlosssymbol, dass der anonyme Modus gerade aktiv ist und Informationen über besuchte Seiten, Downloads, Formulareingaben und weitere private Daten derzeit nicht gespeichert werden. Besonders konfortabel: Welche Daten verborgen bleiben, lässt sich über den Befehl „Extras | Add-Ons | Erweiterungen | Stealther“ individuell einstellen. Wer möchte, kann hier sogar das Taskleistensymbol verstecken.