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Facebook hat mit seinem „Gefällt mir“-Button ins Schwarze getroffen. Anfangs konnte man nur innerhalb von Facebook selbst „I Like“ anklicken – und so die Welt wissen lassen, was man mag… Doch seitdem es den „Gefällt mir“-Button auch auf Webseiten gibt (auch hier auf schieb.de), ist man praktisch nirgendwo mehr davor sicher. Überall können Facebook-Nutzer sagen, was ihnen gefällt, sie empfehlen ihren Freunden Webseiten, Fotos, Kommentare – oder Videos.

Die Funktion ist wirklich genial: Einfach zu handhaben. Durchaus sinnvoll. Und für Facebook wie ein Lottogewinn. Denn auf Millionen Webseiten kostenlois vertreten zu sein, das ist nicht nur Gratis-PR, sondern mehr als das. Facebook sammelt auf diese Weise Meinungen und Stimmungsbilder ein, bekommt mit, was die Menschen mögen, auf welchen Webseiten sie rumhängen, was ihnen gefällt. Das schärft das Profil der einzelnen User – und sorgt für eine optimale Vernetzung.

Klasse Einfall also – das musste auch Google irgendwann einsehen. Darum haben die Entwickler an einer ähnlichen Lösung getüftelt und sich Plus One einfallen lassen, „+1“. Die Funktionsweise ist ganz ähnlich: Wenn einem etwas gefällt, klickt man den „+1“-Button an.

httpv://www.youtube.com/watch?v=OAyUNI3_V2c

Die Idee: Wer mit Google sucht, eine Fundstelle anklickt und diese besonders mag, kann sie künftig markieren, durch Klick auf „+1“. Google will in den Suchtreffern dann zeigen, welche thematisch passenden Angebote die eigenen Freunde mögen. Das sind dann praktisch Empfehlungen aus dem eigenen sozialen Umfeld. Facebook macht das innerhalb seines Portals, Google vor allem im Suchbereich.

Die neue Funktion ist vernünftig und mitunter sogar sinnvoll. Klappen kann das aber nur, wenn es Google gelingt, das eigene soziale Netzwerk auszubauen. Um den neuen „+1“-Dienst nutzen zu können, ist ein Google-Konto erforderlich. Jeder, der mindestens einen Google-Dienst benutzt (Mail, AdWords, AdSense, Talk, Maps mit eigenen Karten…) hat ein Google-Konto.

Ein eigenes soziales Netzwerk in dem Sinne hat Google noch nicht. Man kann nicht aktiv Personen „adden“. Als Freunde gelten für Google alle, die im eigenen Google-Mail-Adressbuch stehen oder zu denen man mit Google Talk Kontakt hält.

Der neue PlusOne-Dienst ist eine Kampfansage an Facebook. Allerdings aus Sicht von Google auch dringend nötige, denn Facebook wird immer präsenter im Web. Da musste Google gegensteuern. Google will erkennbar die soziale Suche ausbauen: Suchergebnisse sollen relevanter werden, mehr auf die eigenen Bedürfisse zugeschnitten sein, und da sind die Erfahrungen und Vorlieben aus dem eigenen Freundeskreis durchaus hilfreich.

Google will die neue „Mag ich“-Funktion schrittweise einführen. Gestartet wird mit PlusOne in den englischsprachigen Ländern, danach gibt es die Funktion auch im Rest der Welt. Wer Interesse hat mitzumachen, der soll die neue Funktion schon bald für sich freischalten lassen können. Noch vor dem offiziellen Start.

2 Kommentare
  1. Sebastian Winkelmann
    Sebastian Winkelmann sagte:

    Eigentlich ist es für den Plus-Button schon viel zu spät, zumal Google die Community fehlt. Langfristig wäre für den Nutzer die Facebook-Integration in den Google-Ergebnissen am sinnvollsten, wer will schon mehrere Drück-Buttons überall.

    Ansonsten ist es natürlich zu begrüßen, wenn potentiell nicht mehr die finanzstärksten, am besten optimierten, und von Suchmaschinen-Experten betreuten Seiten oben auftauchen, sondern diejenigen, die dem Nuzer einfach gefallen, die er empfiehlt.

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