Virtuelle Themse-Tour und U-Boot besuchen

von | 05.11.2013 | Tipps

Street View war in Deutschland völlig zu Unrecht umstritten. Bedenkt man, was Meta, TikTok und andere Tech-Giganten täglich an persönlichen Daten sammeln, ist eine öffentlich sichtbare Häuserfassade im Vergleich dazu wirklich Peanuts.

Was mich nach wie vor beeindruckt: Googles Street View Team lässt sich immer wieder spektakuläre Projekte einfallen. Mittlerweile könnt ihr nicht nur den Grand Canyon erkunden oder virtuell unter Wasser tauchen, sondern auch eine faszinierende virtuelle Themse-Tour unternehmen.

Die virtuelle Themse-Tour bietet einzigartige Perspektiven auf London, die ihr sonst nur als Tourist auf einem teuren Bootsausflug bekommen würdet. Ihr gleitet digital an der Tower Bridge vorbei, seht das London Eye aus einer völlig neuen Perspektive und könnt die Skyline der City in Ruhe betrachten. Die Aufnahmen sind mittlerweile in 4K-Qualität verfügbar und durch die verbesserte Komprimierung laden sie auch deutlich schneller als früher.

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Besonders spannend: Google hat die Street View-Technologie mittlerweile mit KI-Features erweitert. Ihr könnt euch nicht nur durch die Aufnahmen klicken, sondern bekommt auch automatisch generierte Informationen zu Sehenswürdigkeiten eingeblendet. Die neue „Immersive View“-Funktion kombiniert Street View-Bilder mit Satellitendaten und 3D-Modellen für noch realistischere Erlebnisse.

Aber damit nicht genug: Das absolute Highlight ist der Besuch im U-Boot HMS Ocelot. Dieses historische Unterseeboot liegt im Historic Dockyard Chatham in Kent vor Anker und Google hat den kompletten Innenbereich in 360-Grad-Aufnahmen dokumentiert. Wer keine Platzangst hat, kann virtuell ins U-Boot absteigen.

Der digitale U-Boot-Rundgang ist wirklich beeindruckend. Ihr könnt euch durch die engen Gänge bewegen, einen Blick in die Mannschaftsquartiere werfen und sogar die Torpedo-Kammer besichtigen. Die Aufnahmen vermitteln einen authentischen Eindruck davon, wie beengt die Verhältnisse auf einem Unterseeboot waren. Jedes Detail ist erkennbar: von den Instrumenten im Kommandoraum bis zu den Schlafkojen der Besatzung.

Google hat das Museum-Projekt inzwischen ausgeweitet. Ihr könnt heute über 2.500 Museen weltweit virtuell besuchen, von der Tate Modern bis zum Louvre. Die neue „Arts & Culture“-App nutzt dabei KI, um euch personalisierte Touren zusammenzustellen. Machine Learning analysiert eure Interessen und schlägt passende Exponate vor.

Technisch hat sich einiges getan: Die neuesten Street View-Kameras arbeiten mit LiDAR-Sensoren für präzise 3D-Vermessungen. Das ermöglicht nicht nur bessere VR-Erlebnisse, sondern auch die Integration in Augmented Reality-Anwendungen. Mit einer VR-Brille wirkt die Themse-Tour heute fast wie ein echter Bootsausflug.

Die Zukunft sieht noch spannender aus: Google arbeitet an Echtzeit-Street View mit Live-Übertragungen und plant, populäre Routen regelmäßig zu aktualisieren. Bis 2027 sollen auch kleinere deutsche Städte endlich vollständig erfasst werden.

Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026