Windows 11: Wetter für mehrere Städte verfolgen – alle Methoden

von | 27.08.2015 | Windows

Die Zeiten von Cortana sind vorbei – Windows 11 setzt auf neue Wege, um Wetterinformationen für mehrere Städte im Blick zu behalten. Während Microsoft seine Sprachassistentin längst in den Hintergrund gedrängt hat, gibt es heute bessere und elegantere Lösungen für alle, die das Wetter in verschiedenen Orten verfolgen möchten.

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Windows 11 Widgets: Der moderne Weg

Der direkteste Nachfolger von Cortanas Wetter-Feature sind die Windows 11 Widgets. Ein Klick auf das Widgets-Symbol in der Taskleiste (oder die Tastenkombination Win + W) öffnet eine Seitenleiste mit verschiedenen Informationskacheln. Das Wetter-Widget zeigt standardmäßig euren aktuellen Standort, lässt sich aber problemlos erweitern.

Klickt auf das Drei-Punkte-Menü des Wetter-Widgets und wählt „Anpassen“. Hier könnt ihr bis zu zehn verschiedene Standorte hinzufügen – perfekt für alle, die beruflich viel reisen oder Familie in anderen Städten haben. Die Eingabe funktioniert sowohl über Postleitzahlen als auch über Städtenamen, und das System erkennt sogar internationale Locations zuverlässig.

Microsoft Weather App: Die Vollversion

Für detailliertere Wetterinformationen empfiehlt sich die Microsoft Weather App, die standardmäßig in Windows 11 installiert ist. Diese App bietet deutlich mehr als die schlichte Widget-Ansicht: 10-Tage-Vorhersagen, Radar-Karten, UV-Index und sogar Pollenflug-Warnungen.

In der App könnt ihr über das Plus-Symbol beliebig viele Standorte hinzufügen und zwischen ihnen wechseln. Besonders praktisch: Die App kann automatisch zwischen verschiedenen Orten rotieren und zeigt Live-Kacheln im Startmenü an. So habt ihr die wichtigsten Wetter-Updates immer im Blick, ohne die App zu öffnen.

Taskleisten-Integration mit Drittanbieter-Tools

Wer eine noch direktere Integration wünscht, findet im Microsoft Store verschiedene Wetter-Apps, die sich in die Taskleiste einbetten lassen. Programme wie „Weather Bar“ oder „Simple Weather“ zeigen die Temperatur dauerhaft in der Taskleiste an. Ein Klick darauf öffnet eine Schnellübersicht mit mehreren konfigurierten Städten.

Diese Tools sind besonders für Power-User interessant, die ihre Taskleiste bereits mit verschiedenen Monitoring-Tools bestückt haben. Die meisten unterstützen verschiedene Wetterdienste als Datenquelle und lassen sich optisch an das Windows-Design anpassen.

Browser-Lösungen für maximale Flexibilität

Eine platform-unabhängige Alternative sind moderne Wetter-Websites, die ihr als Progressive Web Apps (PWA) installieren könnt. Besucht Weather.com, AccuWeather oder Weather Underground in Microsoft Edge, klickt auf das Drei-Punkte-Menü und wählt „Diese Seite als App installieren“.

Der Vorteil: Diese Web-Apps verhalten sich wie native Programme, starten schnell und synchronisieren eure Standort-Einstellungen über alle Geräte hinweg. Ihr könnt sogar mehrere verschiedene Wetter-Dienste parallel nutzen und deren Vorhersagen vergleichen.

Smartphone-Integration nicht vergessen

Dank der Your Phone App (bzw. Phone Link in Windows 11) könnt ihr auch die Wetter-Apps eures Android-Smartphones oder iPhones direkt auf dem PC nutzen. Apps wie Weather Underground oder Dark Sky bieten oft präzisere lokale Vorhersagen als die Standard-Microsoft-Dienste.

Datenschutz und Standortfreigabe

Bei allen Wetter-Apps solltet ihr die Datenschutz-Einstellungen im Blick behalten. Windows fragt beim ersten Start, ob ihr euren Standort freigeben möchtet. Für manuell hinzugefügte Städte ist das nicht nötig – ihr könnt die automatische Standorterkennung deaktivieren und trotzdem Wetter für beliebige Orte abrufen.

Geht dazu in die Windows-Einstellungen, wählt „Datenschutz und Sicherheit“ und dann „Standort“. Hier könnt ihr granular festlegen, welche Apps auf euren Standort zugreifen dürfen.

Fazit: Mehr Optionen als je zuvor

Obwohl Cortana als Wetter-Quelle ausgedient hat, bietet Windows 11 deutlich bessere Alternativen. Die Widget-Integration ist für Gelegenheits-Nutzer völlig ausreichend, während die vollwertige Weather App auch anspruchsvollere Bedürfnisse erfüllt. Kombiniert mit Drittanbieter-Tools und Web-Apps habt ihr heute mehr Flexibilität beim Wetter-Monitoring als je zuvor – und das ohne die manchmal unzuverlässige Cortana-Spracherkennung.

Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026