Das kostenlose Linux-System Ubuntu unterstützt die meisten Grafik-Chips bereits ab Werk. Hier habt ihr die Auswahl zwischen kostenlosen Open-Source-Treibern oder den Hersteller-Varianten. Die können oft deutlich mehr leisten.
Die beste Performance bekommt ihr mit den neuesten proprietären Grafik-Treibern. Ubuntu bietet diese speziell für eure genutzte Hardware an. Damit lassen sich höhere Frame-Raten bei euren Lieblings-Spielen erzielen, Video-Inhalte in 4K und 8K flüssig darstellen und auch KI-Anwendungen sowie Mining-Software profitieren davon.
Seit Ubuntu 22.04 LTS und den neueren Versionen hat sich der Installationsprozess deutlich vereinfacht. Das moderne GNOME-Interface ersetzt das alte Unity, und die Treiberverwaltung ist noch benutzerfreundlicher geworden.
Grafik-Treiber werden in aktuellen Ubuntu-Versionen wie folgt eingerichtet:
- Zunächst in den Einstellungen das Tool Software und Updates öffnen oder direkt über die Aktivitäten-Übersicht suchen.
- Hier zum Tab für Zusätzliche Treiber umschalten.
- Ubuntu scannt automatisch eure Hardware und zeigt verfügbare Treiber an.
- Wählt den empfohlenen proprietären Treiber aus und klickt auf Änderungen anwenden.
- Nach einem Neustart ist der neue Treiber aktiv.
NVIDIA vs. AMD: Was läuft besser?
NVIDIA-Nutzer haben traditionell den Vorteil, dass die proprietären Treiber sehr ausgereift sind. Der aktuelle NVIDIA-Treiber 560er-Serie unterstützt alle modernen Features wie Ray-Tracing, DLSS 3.5 und CUDA für KI-Anwendungen. Auch für Content-Creator gibt es Hardware-beschleunigte Videocodierung.
AMD hat in den letzten Jahren massiv aufgeholt. Die Open-Source-Treiber AMDGPU und Mesa bieten mittlerweile exzellente Performance. Besonders bei neueren AMD-Karten (RX 6000 und 7000er-Serie) ist die Unterstützung hervorragend.
Intel-Nutzer profitieren von den integrierten Grafiklösungen Arc und Xe, die ebenfalls gut unterstützt werden.
Wayland vs. X11: Die neue Display-Architektur
Ubuntu 22.04 und neuer nutzen standardmäßig Wayland statt X11. Das bringt bessere Sicherheit und Performance, kann aber bei älteren proprietären Treibern zu Problemen führen. Falls ihr Schwierigkeiten habt, könnt ihr beim Anmelden zu X11 wechseln.
Gaming unter Ubuntu: Steam, Lutris und Co.
Mit den richtigen Treibern wird Ubuntu zur Gaming-Plattform. Steam für Linux, Lutris für Windows-Spiele via Wine und die Steam Deck-Technologie Proton machen viele Windows-Titel spielbar. Nvidia-Nutzer haben hier oft die Nase vorn, aber auch AMD-Karten liefern solide Performance.
Problemlösung bei Treiber-Problemen
Falls nach der Treiber-Installation Probleme auftreten, hilft oft:
– Boot in den Recovery-Modus
– Treiber über die Kommandozeile deinstallieren: sudo apt purge nvidia-*
– Neustart und erneute Installation über die GUI
Für NVIDIA-Nutzer gibt es auch das praktische Tool nvidia-settings, das detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten bietet.
Fazit: Moderne Hardware braucht moderne Treiber
Ubuntu hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Die Treiber-Installation ist simpel geworden, und die Performance kann sich sehen lassen. Wer das Maximum aus seiner Grafikkarte herausholen will, sollte definitiv die proprietären Treiber nutzen. Die Open-Source-Alternativen sind aber auch keine schlechte Wahl mehr.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

