Microsofts digitaler Assistent Cortana ist Geschichte – zumindest für Verbraucher. Im Jahr 2023 stellte Microsoft den Support für Cortana in Windows 11 ein und konzentrierte sich vollständig auf Copilot als neuen KI-Assistenten. Was einst als Konkurrenz zu Siri und Google Assistant begann, endete als gescheitertes Experiment.
Das Ende von Cortana für Endnutzer
Nach Jahren des Versuchens, gegen etablierte Assistenten wie Alexa, Siri und Google Assistant anzukommen, zog Microsoft 2023 den Stecker. Cortana verschwindet aus Windows 11 und wird nur noch in spezialisierten Unternehmensumgebungen wie Teams Rooms und Outlook mobile unterstützt. Für die meisten Nutzer bedeutet das: Cortana ist Vergangenheit.
Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig. Cortana kam zu spät auf den Markt, als die Konkurrenz bereits etabliert war. Zudem gelang es Microsoft nie, ein überzeugendes Ökosystem rund um den Assistenten aufzubauen. Während Amazon mit Echo-Geräten und Google mit seinen Smart Speakers erfolgreich waren, blieb Cortana hauptsächlich auf Windows-Geräte beschränkt.
Copilot übernimmt die Bühne
Microsoft setzt jetzt voll auf Copilot, den KI-Assistenten, der auf der fortschrittlichen GPT-Technologie basiert. Copilot ist nicht nur deutlich leistungsfähiger als Cortana, sondern auch besser in das Microsoft-Ökosystem integriert. Ihr findet Copilot in Windows 11, Microsoft 365, Edge und vielen anderen Microsoft-Produkten.
Im Gegensatz zu Cortana kann Copilot komplexe Aufgaben verstehen und bearbeiten: vom Schreiben von E-Mails über die Analyse von Excel-Tabellen bis hin zur Erstellung von PowerPoint-Präsentationen. Die KI versteht Kontext besser und liefert deutlich relevantere Antworten.
Für ehemalige Cortana-Nutzer: Die Migration
Wenn ihr zu den wenigen gehörtet, die Cortana regelmäßig genutzt haben, müsst ihr euch umstellen. Die gute Nachricht: Copilot kann vieles von dem, was Cortana konnte – nur besser. Termine erstellen, Erinnerungen setzen, Fragen beantworten und Web-Suchen durchführen funktioniert alles weiterhin.
Für die Aktivierung von Copilot in Windows 11 klickt ihr einfach auf das neue Copilot-Symbol in der Taskleiste oder nutzt die Tastenkombination Windows + C. Der Assistent öffnet sich in einer Seitenleiste und ist sofort einsatzbereit.
Datenschutz und Privatsphäre
Ein wichtiger Aspekt beim Übergang von Cortana zu Copilot sind die Datenschutz-Einstellungen. Während Cortana bereits viele persönliche Daten sammelte, ist Copilot noch intensiver mit euren Microsoft-Konten und -Diensten vernetzt. Überprüft daher die Datenschutz-Einstellungen in eurem Microsoft-Konto und entscheidet bewusst, welche Daten ihr teilen möchtet.
Unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Sprache könnt ihr in Windows 11 festlegen, welche Sprachdaten Microsoft sammeln darf. Auch die Copilot-spezifischen Einstellungen solltet ihr einmal durchgehen.
Alternative Assistenten
Falls ihr nach Cortanas Ende komplett auf Microsoft-Assistenten verzichten wollt, gibt es Alternativen. Google Assistant lässt sich auch auf Windows-PCs nutzen, Amazon Alexa hat eine Windows-App, und Apple-Nutzer können Siri auf ihren anderen Geräten verwenden.
Besonders interessant sind auch Open-Source-Alternativen wie Mycroft oder Rhasspy, die ihr selbst hosten und vollständig kontrollieren könnt. Diese Lösungen erfordern zwar mehr technisches Know-how, bieten aber maximale Privatsphäre.
Ausblick: KI-Assistenten der Zukunft
Das Ende von Cortana zeigt, wie schnell sich der Tech-Bereich entwickelt. Was gestern noch innovativ war, kann heute schon überholt sein. Microsoft fokussiert sich jetzt auf KI-Technologien der nächsten Generation und integriert diese tief in alle Produktbereiche.
Copilot ist erst der Anfang. Microsoft plant bereits weitere KI-Features, die das Arbeiten mit Windows und Office-Anwendungen revolutionieren sollen. Während Cortana versuchte, ein Allround-Assistent zu sein, spezialisiert sich Copilot auf produktivitätsorientierte Aufgaben – ein Ansatz, der deutlich erfolgreicher zu sein scheint.
Für alle, die noch alte Cortana-Screenshots auf ihren Geräten haben: Sie sind mittlerweile digitale Zeitdokumente einer gescheiterten, aber interessanten Entwicklung in der Geschichte der digitalen Assistenten.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

