Microsoft Edge: Plugins und Sicherheitseinstellungen richtig verwalten

von | 01.04.2015 | Windows

Der ursprüngliche Microsoft Edge Browser (damals noch „Spartan“) ist mittlerweile Geschichte. Seit 2020 setzt Microsoft auf eine völlig neue Edge-Version, die auf Chromium basiert. Adobe Flash Player wurde 2020 endgültig eingestellt – Zeit für ein Update zu modernen Browser-Sicherheitseinstellungen.

Der neue Microsoft Edge bietet deutlich bessere Sicherheits- und Datenschutzoptionen als sein Vorgänger. Während Flash Player komplett verschwunden ist, gibt es heute andere Plugins und Erweiterungen, die ihr gezielt steuern könnt.

Moderne Plugin-Verwaltung in Microsoft Edge

Öffnet Microsoft Edge und klickt auf die drei Punkte (⋯) oben rechts. Wählt „Einstellungen“ aus dem Dropdown-Menü. In der linken Seitenleiste findet ihr den Bereich „Websites“. Hier könnt ihr detailliert festlegen, welche Inhalte und Plugins ausgeführt werden dürfen.

Unter „Berechtigungen“ seht ihr verschiedene Kategorien wie JavaScript, Popups, Benachrichtigungen und Medien-Autoplay. Jede dieser Einstellungen kann global aktiviert oder deaktiviert werden. Besonders interessant: Ihr könnt auch spezifische Ausnahmen für einzelne Websites definieren.

JavaScript und andere kritische Komponenten verwalten

JavaScript ist heute das, was Flash früher war – mächtig aber potentiell problematisch. Über „Einstellungen > Websites > JavaScript“ könnt ihr festlegen, ob Websites JavaScript ausführen dürfen. Komplett deaktivieren solltet ihr es aber nicht, da moderne Websites ohne JavaScript meist unbenutzbar werden.

Sinnvoller ist die Verwaltung über „Websites > Alle Berechtigungen“. Hier seht ihr eine Liste aller besuchten Websites und könnt für jede einzeln festlegen, welche Funktionen erlaubt sind.

Enhanced Security Mode aktivieren

Microsoft hat 2021 den „Enhanced Security Mode“ in Edge eingeführt. Dieser schränkt JavaScript-Funktionen ein, die häufig für Angriffe missbraucht werden. Gebt in die Adressleiste „edge://settings/privacy“ ein und scrollt nach unten zu „Sicherheit“. Aktiviert den „Enhanced Security Mode“ für zusätzlichen Schutz.

Dieser Modus reduziert die Angriffsfläche erheblich, kann aber bei einigen Websites zu Kompatibilitätsproblemen führen. Ihr könnt ihn wahlweise nur für InPrivate-Fenster oder generell aktivieren.

SmartScreen und weitere Schutzmaßnahmen

Microsoft Defender SmartScreen ist standardmäßig aktiviert und schützt vor bösartigen Websites und Downloads. Unter „Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste“ könnt ihr diese Funktion konfigurieren.

Zusätzlich empfiehlt sich die Aktivierung von „Tracking-Schutz“ auf „Streng“. Dies blockiert die meisten Tracker und Werbung automatisch, ohne dass ihr separate Ad-Blocker installieren müsst.

Erweiterungen sicher verwalten

Erweiterungen sind die modernen Plugin-Nachfolger. Über „Einstellungen > Erweiterungen“ oder direkt „edge://extensions/“ seht ihr alle installierten Add-ons. Jede Erweiterung kann detailliert konfiguriert werden – bestimmt selbst, auf welche Daten sie zugreifen darf.

Besonders bei Erweiterungen von unbekannten Entwicklern solltet ihr vorsichtig sein. Installiert nur Add-ons aus dem offiziellen Microsoft Store oder von vertrauenswürdigen Quellen.

Site-spezifische Einstellungen

Ein mächtiges Feature ist die website-spezifische Konfiguration. Klickt auf das Schloss-Symbol links neben der URL einer Website. Hier könnt ihr für diese spezielle Seite Berechtigungen anpassen – etwa Kamera-Zugriff, Standort-Abfrage oder Benachrichtigungen.

Diese Einstellungen überschreiben die globalen Regeln und geben euch granulare Kontrolle über jede einzelne Website.

Fazit: Von Flash zu modernem Web-Schutz

Die Flash-Ära ist vorbei, aber die Sicherheitsherausforderungen bleiben. Der moderne Edge-Browser bietet deutlich bessere Kontrollmöglichkeiten als frühere Versionen. Nutzt die granularen Einstellungsmöglichkeiten, um euren Browser optimal zu konfigurieren – sicher, aber nicht so restriktiv, dass das Surfen keinen Spaß mehr macht.

Regelmäßige Updates von Edge und euren Erweiterungen sind übrigens genauso wichtig wie die richtigen Einstellungen. Microsoft liefert monatlich Sicherheits-Updates – lasst sie automatisch installieren.

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Zuletzt aktualisiert am 15.04.2026