Die Windows-Systemsteuerung ist auch 2026 noch ein wichtiges Werkzeug für die detaillierte Konfiguration eures Systems. Während Microsoft in Windows 11 und den neuesten Updates verstärkt auf die moderne Einstellungen-App setzt, bleiben viele erweiterte Optionen nur über die klassische Systemsteuerung erreichbar. Für Nutzer, die häufig auf diese Funktionen zugreifen, lohnt es sich, die Systemsteuerung direkt an die Taskleiste anzuheften.
In Windows 11 und den aktuellen Versionen von Windows 10 gibt es mehrere Wege, um schnell auf die Systemsteuerung zuzugreifen und sie dauerhaft in der Taskleiste zu verankern. Der direkteste Ansatz führt über die Windows-Suche: Drückt die Windows-Taste und gebt „Systemsteuerung“ ein. Sobald das Suchergebnis erscheint, macht ihr einen Rechtsklick darauf und wählt „An Taskleiste anheften“.
Alternativ könnt ihr den Weg über den Datei-Explorer nehmen: Öffnet den Explorer über das Ordner-Symbol in der Taskleiste oder die Tastenkombination Windows+E. In der Adressleiste gebt ihr „control“ ein und drückt Enter – das startet direkt die Systemsteuerung. Auch hier könnt ihr anschließend das Systemsteuerungs-Symbol in der Taskleiste mit der rechten Maustaste anklicken und „An Taskleiste anheften“ auswählen.
Für Power-User gibt es noch einen dritten Weg über das Ausführen-Fenster: Die Tastenkombination Windows+R öffnet den Ausführen-Dialog, wo ihr „control“ eingebt und mit Enter bestätigt. Diese Methode funktioniert übrigens seit Windows XP unverändert und ist besonders schnell.
Warum solltet ihr überhaupt noch die klassische Systemsteuerung nutzen? Obwohl Microsoft kontinuierlich Funktionen in die moderne Einstellungen-App verlagert, bleiben wichtige Bereiche nur über die Systemsteuerung zugänglich. Dazu gehören erweiterte Netzwerkeinstellungen, detaillierte Soundkonfiguration, Java-Updates, Flash-Einstellungen und viele Drittanbieter-Programme, die ihre Konfiguration noch immer über Systemsteuerungs-Applets abwickeln.
Besonders für die Verwaltung von Gerätetreibern, erweiterte Energieoptionen oder die Konfiguration von VPN-Verbindungen ist die Systemsteuerung nach wie vor unverzichtbar. IT-Profis schätzen außerdem die konsistente Oberfläche und die Möglichkeit, direkt zu bestimmten Bereichen zu springen – etwa über „control userpasswords2“ für erweiterte Benutzerkonten-Einstellungen.
Ein praktischer Tipp: Wenn ihr die Systemsteuerung angeheftet habt, könnt ihr durch einen Rechtsklick auf das Taskleisten-Symbol zusätzlich häufig genutzte Bereiche als Jump-List-Einträge hinzufügen. Das ermöglicht direkten Zugriff auf Programme und Features, Netzwerk- und Freigabecenter oder Benutzerkonten.
Für Unternehmen ist die Systemsteuerung besonders relevant, da viele Gruppenrichtlinien-Einstellungen und domänenspezifische Konfigurationen nur hier verfügbar sind. Windows Server 2022 und die neuesten Client-Versionen behalten die Systemsteuerung explizit bei, um diese Enterprise-Funktionen zu unterstützen.
Wer regelmäßig zwischen verschiedenen Windows-Versionen wechselt, profitiert von der Konsistenz der Systemsteuerung. Während sich die Einstellungen-App zwischen Windows 10 und 11 deutlich verändert hat, blieb die Systemsteuerung weitgehend unverändert.
Zusätzlich zur Taskleisten-Verknüpfung könnt ihr die Systemsteuerung auch im Startmenü verankern oder eine Desktop-Verknüpfung erstellen. Für den Desktop zieht ihr einfach das Systemsteuerungs-Symbol aus dem Startmenü auf den Desktop oder erstellt eine neue Verknüpfung mit dem Ziel „control“.
Die Systemsteuerung an die Taskleiste anzuheften ist also auch 2026 noch eine sinnvolle Maßnahme für alle, die regelmäßig tief ins System eingreifen müssen. Der Aufwand ist minimal, der Nutzen für Power-User aber beträchtlich.
Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026

