Vor fünf Jahren ist der Onlinedienst Twitter gestartet. Die maximal 140 Zeichen langen Nachrichten haben das Web für immer verändert und sind aus dem Netz nicht mehr wegzudenken. Seitdem spielt das Echtzeit-Web eine immer größere Rolle. Mittlerweile wird mit gigantischen Zahlen operiert. Angeblick stellt Twitter täglich 350 Milliarden Nachrichten zu – kommt halt drauf an, wie man das rechnet.
Twitter hat beschlossen, nun selbst eine Möglichkeit anzubieten, Fotos in Twitternachrichten zu integrieren und zu verschicken. In den nächsten Wochen soll es mit dem Fotodienst in Twitter losgehen, die bisherigen Fotodienste sollen aber weiterhin unterstützt werden.
Die professionell gemachte Filmreihe „140 Sekunden“ stellt in Kurzfilmen Twitterer vor, etwa @tagesschau oder den Berliner Landeschef der Piratenpartei, der erklärt, wie er mit Beschimpfungen im Web umgeht. Sehenswert – und angenehm langsam, das alles.
Da geht mal eine Behörde mit der Zeit, dann ist es auch wieder nicht gut. Regierungssprecher Seibert nutzt Twitter, um Nachrichten in der Welt zu verbreiten. Und was machen einige Hauptstadtjournalisten? Sind beleidigt, weil sie nicht exklusiv mit Informationen versorgt werden.
Wer unterwegs Twitter-Nachrichten verschicken möchte, der braucht dafür eine App, ein kleines Programm fürs eigene Smartphone. Viele benutzen die App von Twitter – doch die hat diese Woche für Aufregung gesorgt. Denn seit einigen Tagen enthält die App nun Werbung: Ein QuickBar genannter Balken im oberen Bereich des Displays, der mehr oder weniger unverhohlen Reklame macht.
Ein Konto beim Microblogging-Dienst Twitter lässt sich nicht mit mehreren Anwendern gleichzeitig betreiben. Wollen Kollegen oder Freunde gemeinsam twittern, müssen sie sich einen Benutzernamen und ein Passwort teilen. Das ist aber sehr unpraktisch und kann sogar riskant sein, wenn ein User nicht sorgsam mit den sensiblen Zugangsdaten umgeht.
Onlinedienste wie Twitter und Facebook haben in Ägypten eine große Rolle bei der Organisation der Proteste gespielt. Die ägyptische Regierung hat deswegen erst Twitter, dann Facebook und schließlich das gesamte Internet im Land sperren lassen. Mit einem Trick gelangen aber trotzdem Nachrichten ins Netz: Per Anruf und Voicemail.
Zuerst in Tunesien, jetzt auch in Ägypten: Modernen Kommunikationsmedien wie Twitter oder Facebook kommt bei den Protesten in den nordafrikanischen Ländern eine große Bedeutung zu. Die Menschen tauschen über den Kurznachrichtendienst Twitter Meinungen aus. Sie organisieren Protestkundgebungen – anonym. Auf Facebook dasselbe. Und was macht die ägyptische Regierung? Sie lässt das Internet abschalten.