Screenshot-Zähler in Windows zurücksetzen – So geht’s

von | 24.02.2013 | Tipps

Screenshots sind aus dem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken. Was Microsoft schon in Windows 8 eingeführt hat und bis heute in Windows 11 funktioniert, ist die praktische Tastenkombination [Windows] + [Druck] für schnelle Bildschirmfotos. Das System speichert die Screenshots automatisch im Bilder-Ordner und nummeriert sie fortlaufend durch. Doch was, wenn ihr den Zähler zurücksetzen wollt?

Die Screenshot-Funktion von Windows speichert eure Bildschirmfotos standardmäßig im Ordner „BilderScreenshots“ und versieht sie mit Namen wie „Screenshot (1).png“, „Screenshot (2).png“ und so weiter. Diese Nummerierung kann über die Zeit ziemlich hoch werden – besonders wenn ihr viele Screenshots macht oder euer System schon länger im Einsatz ist.

Warum den Screenshot-Zähler zurücksetzen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ihr den Zähler wieder auf Null setzen möchtet: Vielleicht habt ihr euer System aufgeräumt und wollt neu anfangen, oder ihr arbeitet an einem neuen Projekt und möchtet eine saubere Nummerierung. Manchmal ist es auch einfach ein ästhetisches Bedürfnis nach Ordnung.

Der Weg über die Windows-Registrierung

Um den Screenshot-Zähler zurückzusetzen, müsst ihr einen kleinen Ausflug in die Windows-Registrierung machen. Keine Sorge – das ist einfacher als es klingt, erfordert aber etwas Vorsicht.

Drückt zunächst die Tastenkombination [Windows] + [R], um das Ausführen-Dialogfeld zu öffnen. Gebt dort regedit ein und klickt auf „OK“. Windows wird euch nach Administratorrechten fragen – bestätigt diese Anfrage der Benutzerkontensteuerung.

Im Registrierungs-Editor navigiert ihr auf der linken Seite zu folgendem Pfad: „HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionExplorer“. Dieser Pfad enthält verschiedene Einstellungen für den Windows-Explorer, darunter auch die Screenshot-Nummerierung.

Auf der rechten Seite findet ihr einen Eintrag namens „ScreenshotIndex“. Falls dieser Eintrag nicht existiert, hat euer System noch keine Screenshots mit der Windows-Funktion erstellt. Macht einen Doppelklick auf „ScreenshotIndex“, um den Wert zu bearbeiten.

Ändert die Basis von „Hexadezimal“ auf „Dezimal“ und gebt als Wert „1“ ein. Warum 1 und nicht 0? Windows beginnt die Zählung intern bei 1, sodass der erste Screenshot tatsächlich „Screenshot (1).png“ heißt. Bestätigt die Änderung mit „OK“ und schließt den Registrierungs-Editor.

Alternative Methoden und moderne Tools

Neben dem manuellen Eingriff in die Registrierung gibt es auch andere Wege. Moderne Screenshot-Tools wie Greenshot, Lightshot oder das in Windows 11 erweiterte Snipping Tool bieten oft eigene Nummerierungssysteme und mehr Flexibilität bei der Dateibenennung.

Das Snipping Tool hat sich übrigens seit Windows 8 erheblich weiterentwickelt. In Windows 11 könnt ihr Screenshots nicht nur aufnehmen, sondern auch direkt bearbeiten, mit Pfeilen und Text versehen oder in verschiedenen Formaten speichern. Die Tastenkombination [Windows] + [Shift] + [S] öffnet das moderne Snipping Tool mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten.

Vorsicht bei Registrierungs-Änderungen

Generell solltet ihr bei Änderungen in der Windows-Registrierung vorsichtig sein. Falsche Einstellungen können im schlimmsten Fall zu Systeminstabilität führen. Erstellt daher vor größeren Änderungen ein Backup eurer Registrierung oder zumindest des betroffenen Bereichs.

Cloud-Integration und Synchronisation

Moderne Windows-Versionen bieten auch die Möglichkeit, Screenshots automatisch in OneDrive zu synchronisieren. Diese Funktion kann in den OneDrive-Einstellungen aktiviert werden und sorgt dafür, dass eure Screenshots automatisch in der Cloud gesichert und auf anderen Geräten verfügbar sind.

Fazit

Das Zurücksetzen des Screenshot-Zählers ist eine einfache Aufgabe, die nur wenige Handgriffe in der Registrierung erfordert. Die Methode funktioniert von Windows 8 bis Windows 11 gleich und gibt euch die Kontrolle über eure Screenshot-Nummerierung zurück. Beim nächsten Bildschirmfoto startet die Zählung wieder bei 1 – für mehr Ordnung in eurer digitalen Ablage.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026