Mit dem oben beschriebenen Tipp lassen sich auch unerwünschte Komponenten von Windows deinstallieren. Allerdings nicht alle, denn manche Windows-Komponente – wie zum Beispiel den Messenger – versteckt Windows so gut, dass Sie ihn nur mit einem Trick aus dem System schmeißen können. Dazu müssen Sie als erstes die Ordneransicht verändern. Öffnen Sie einen beliebigen Ordner (zum Beispiel „Eigene Dateien“ vom Desktop) und wählen Sie aus dem Menü „Extras > Ordneroptionen“ den Eintrag „Ansicht.“ Im Bereich „Erweiterte Einstellungen“ finden Sie ein Listenfeld mit den Einträgen „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ und „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“. Entfernen Sie das Häkchen vor diesen beiden Einträgen.

Öffnen Sie nun den Ordner „\Windows\inf“ und suchen Sie die Datei „sysoc.inf“. Mit einem Doppelklick wird die Datei im Windows-Editor geöffnet. Alle Einträge, in deren Zeile „hide“ steht, werden beim Hinzufügen oder Entfernen von Windows-Komponenten in der Systemsteuerung nicht angezeigt. Entfernen Sie jeweils das Wort „hide“ für die gewünschten Einträge. Statt „“,hide,““ muss in der jeweiligen Zeile dann „“,,““ stehen. Die Bezeichnungen der jeweiligen Programme sind in der Liste etwas kryptisch; lassen sich mit etwas Phantasie aber zumeist erahnen. Der Messenger beispielsweise verbirgt sich hinter dem Eintrag „msmsgs“; im Zweifelsfall entfernen Sie einfach alle „“hide““-Einträge in der Datei.

Starten Sie nun über „Systemsteuerung > Software > Windows-Komponenten hinzufügen / entfernen“ das Setup-Programm für die Windows-Komponenten. In der Liste tauchen nun auch die bisher deaktivierten Komponenten auf. Auf die gleiche Weise wie oben beschrieben können Sie so natürlich auf Komponenten gegen das Löschen sichern, indem Sie an die passende Stelle „hide“ hinzufügen.