Ein Klick auf das blaue „e“ mit dem Schweif – schon startet der Internet Explorer, holt Webseiten aus dem Netz und präsentiert sie auf dem Bildschirm. Auf Windows-Rechnern ist der „Internet Explorer“ quasi serienmäßig installiert. Wer einen Link anklickt oder eine Webseite aufruft, wird automatisch mit Microsofts Browserprogramm verbunden. Viele User finden das ungemein praktisch, schließlich ist der PC so von Hause aus mit dem nötigen Rüstzeug für die Onlinewelt ausgestattet. Es müssen keine Programme installiert, keine Einstellungen vorgenommen werden. Es geht gleich ab ins Internet.

Sicherheitsprobleme verunsichern die Benutzer

Klingt gut. Wenn da nur nicht die vielen Sicherheitsprobleme wären, die PC-Benutzer in Angst und Schrecken versetzen. Viren. Würmer. Spyware. Browser Hijacking. Phishing. Spoofing. Experten haben für alles einen Namen – und nennen immer wieder einen Schuldigen: Microsoft. Vor allem Internet Explorer und Outlook Express stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Zu unsicher seien die Programme, zu instabil – und damit problematisch für jeden PC-Benutzer.

Zwar haben auch andere Programme Sicherheitsmängel, allerdings wird kein anderes Programm auch nur annähernd häufig eingesetzt. Rund 80 Prozent aller Datensurfer setzen einen Internet Explorer ein, lässt sich den Statistiken von W3schools und anderen Beobachtern entnehmen. Klar, dass Hacker, Virenautoren und Datendiebe vor allem auf Sicherheitslücken dieser Programme stürzen, denn hier ist die Ausbeute am größten.

Zahlreiche Alternativen: Opera, Mozilla, Firefox, Safari

Deshalb schauen sich immer mehr PC-Benutzer nach Alternativen um. Denn es gibt Alternativen. Wer nicht mit dem Internet Explorer surfen möchte, kann zum Beispiel die kostenlos erhältliche WWW-Software Opera verwenden. Mac-Benutzer schwören auf Safari, ein unglaublich schneller Browser, der zudem auch noch wenig Speicherplatz in Anspruch nimmt.

Immer populärer werden aber vor allem die Browser Mozilla – und Firefox. Der „Feuerfuchs“ ist nach langem Experimentierstadium nun in der Version 1.0 erschienen und erfreut sich größter Beliebtheit. Schon wenige Tage nach Veröffentlichung sind über 1,8 Millionen Kopien des kostenlosen Browsers aus dem Netz geladen worden. Firefox ist OpenSource, wird also von einer riesigen Entwicklergemeinde programmiert – unentgeltlich. Darum ist Firefox gratis. Aber auch sehr, sehr schnell und komfortabel. Es gibt eine deutschsprachige Benutzeroberfläche, die kaum Wünsche offen lässt.

Einen Versuch wert: Firefox ist kompakt und schnell

In Expertenkreisen gilt Firefox als äußerst sicher. Nur selten werden Sicherheitsprobleme bekannt, und die werden dann meistens auch schnell ausgemerzt. Firefox gibt es nicht nur für Windows, sondern auch für Linux, MacOS, Solaris, BeOS, OS/2 und andere Plattformen. Den flotten Gratis-Browser zumindest mal auszuprobieren, kann man nur jedem empfehlen. Niemand muss dem Internet Explorer für immer den Rücken kehren. Es ist problemlos möglich, zwei, drei oder mehr Browser auf dem PC einzurichten – und die Browser parallel zu benutzen. So kann jeder ganz allmählich umsteigen.

Der Internet Explorer bleibt ohnehin immer auf der Festplatte. Ihn komplett zu entfernen ist nahezu unmöglich. Und auch nicht unbedingt ratsam, denn die so wichtigen „Windows Updates“ auf der Microsoft-Homepage lassen sich nur mit dem Internet Explorer komfortabel abwickeln. Wer keinen Internet Explorer benutzt, muss einen komplizierteren Weg gehen. Was Benutzer anderer Betriebssystemwelten wie MacOS oder Linux aber ohnehin nicht kratzt.

Mittlerweile scheint es sich herum zu sprechen, dass die Alternativen einen Versuch wert sind. Denn ganz allmählich bröckeln die Marktanteile des Internet Explorers, entsprechend nehmen die von Alternativen wie Mozilla oder Firefox zu.

Hier gibt´s den Browser:

http://www.sogehtsleichter.de/firefox