Ein bisschen demütigend ist es schon, dass Yahoo nun mit Google gemeinsame Sache machen muss. Google greift Yahoo mit seiner Kooperation quasi unter die Arme, spült dem Unternehmen dringend nötiges Geld in die Kassen. (800 Millionen Dollar pro Jahr sollen es sein.) Der eine Konkurrent hilft dem anderen, damit der Dritte im Bunde – Microsoft – es schwerer hat. So ist das in der Wirtschaftswelt. Manchmal.

Fakt ist, dass Google den Online-Werbemarkt beherrscht. Google hat das bessere System, kooperiert mit mehr Webseiten und ist daher für mehr Anzeigenkunden interessant. Wenn es mehr Anzeigenkunden gibt, steigen die Preise für die Anzeigen, und das ist wiederum für Google und alle Google-Partner spannend, die Google-Anzeigen auf ihren Webseiten präsentieren. Yahoos Werbenetzwerk verliert dadurch an Attraktivität.

Die Kooperation zwischen Yahoo und Google bringt das deutlich zum Vorschein – und wird Yahoo zwar Umsätze bringen, aber trotzdem weiter schwächen. Strategisch. Denn warum sollte man als Anzeigenkunde noch bei Yahoo Onlinewerbung schalten, wenn Yahoo selbst sich bei Google bedient? Da kann man ja gleich zu Google gehen – was garantiert immer mehr „Advertiser“, wie das im Fachjargon heißt, machen werden.

Zunächst ist die Kooperation auf USA und Kanada beschränkt. Hier in Deutschland wird sich also erst mal gar nichts ändern. Und selbst wenn: Der normale Datensurfer bemerkt davon sowieso nichts. Nur eins wird sich ändern: Die Preise für Onlinewerbung – die werden steigen. Weil Google seine Marktanteile weiter ausbauen kann. Microsoft indes wird es noch schwieriger haben, vielleicht ist es sogar völlig unmöglich geworden, im Online-Werbemarkt Fuß zu fassen. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie das noch gehen sollte. Aus eigener Kraft wird es Microsoft schwerlich gelingen, Google UND Yahoo etwas Vernünftiges entgegen zu setzen.

1 Antwort
  1. Nielio
    Nielio sagte:

    Also ich finde es sehr gut, dass Google und Yahoo sich dazu entschlossen haben. Ich möchte nicht dass Microdoffs Macht noch weiter steigt und sie ihren Monopol weiter halten können.

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