Anfang der Woche habe ich darüber berichtet, dass Microsoft in den USA und Großbritannien mit einer gewagten, sündhaft teuren TV-Kampagne gestartet ist, in der sich Bill Gates zum Clown macht. Mittlerweile sind drei Spots, in denen auch der US-Komiker Jerry Seinfeld zu sehen ist, ausgestrahlt worden – mehr wird es mit ihm nicht geben.

Dafür gibt es jetzt drei neue Spots Spot1, Spot2, Spot3). Da sind ganz normale Menschen zu sehen. Menschen wie du und ich, an ihrem Arbeitsplatz, zu Hause, auf dem Fußballfeld – und sie alle sagen im Grunde nur einen Satz: „I am a PC“. Ich bin ein PC.

Das ist äußerst sympathisch – und weil es offensichtlich ganz normale Menschen sind – Hausmeister, Studenten, Anwälte, Jugendliche auf der Straße – wird unterschwellig eine Botschaft vermittelt. Nämlich: Apple ist elitär. Motto: Da kaufen nur PR-Menschen, Kreative, Leute mit viel Kohle ein… Das wird nicht ausdrücklich gesagt. Aber das ist genau das, was man denkt.

Eine in meinen Augen wirklich gelungene PR-Aktion. Microsoft versucht augenscheinlich, von der reinen Produktwerbung wegzukommen und nun – wie Apple von Anfang an – mehr auf Image und Emotionen zu setzen. Das könnte durchaus funktionieren…

Apple hat längst nachgelegt und auf der Homepage der New York Times seine wirklich witzige Apple-versus-PC-Kampagne fortgesetzt. Weil man die Anzeige nicht immer sehen kann, gibt es auch davon ein Video. Klasse, wie sich die beiden Figuren aus dem Spot (junger Typ in T-Shirt = Apple, untersetzter Anzugträger = PC) nahtlos in die Webseite der New York Times einfügen und miteinander unterhalten, oder besser: streiten.

Werbung kann auch unterhaltsam sein. 😉