Fragen Sie einfach einen Gamer Ihres Vertrauens: Spannend muss ein Computerspiel sein, abwechslungsreich und gespickt mit pfiffigen Ideen. Rasantes Tempo, Action und fesselnde Grafik sind ohnehin Pflicht. Nur wenn diese Mindestkriterien erfüllt sind, schafft es ein Spiel heute auf die Festplatten der zumeist jugendlichen Klientel.

Über eine Million Downloads – in sechs Wochen

Danach kommt es auf den Prüfstand – und schon nach wenigen Minuten (wenn nicht Sekunden) ist klar, ob es als “Versenker” wieder von der Festplatte verschwindet oder ernsthaft gespielt wird. Das rasante und mit opulenten Bildern ausgestattete “Food Force” hat die Nagelprobe bestanden: Kaum sechs Wochen alt – und schon über eine Million Mal aus dem Netz geladen. Ein absoluter Renner und längst kein Insidertipp mehr.

Gut, es spielt zweifellos eine Rolle, dass Food Force kostenlos zu haben. Und zwar völlig legal. Aber für die meisten Jugendlichen sind Spiele ohnehin meist “kostenlos”. Das allein spielt also keine allzu große Rolle. Viel wichtiger scheint, dass Food Force technisch und inhaltlich auf der Höhe der Zeit ist. Und: Es macht einfach auch Spaß, Food Force zu spielen.

Jede Menge Action – für einen guten Zweck

Dabei ist Food Force ein PR-Gag des “World Food Program” (WFP), dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Also nicht gerade eine Quelle, für dich sich Jugendliche normalerweise besonders interessieren. Aber bei Food Force kann der Spieler Hubschrauber fliegen und Missionen bestehen. Es müssen aber keine feindlichen Soldaten aufgespürt und niedergemetzelt werden, sondern Flüchtlinge entdeckt – und mit Nahrung versorgt.

Der Spieler leitet eine Gruppe von WFP-Mitarbeitern, die den Menschen auf der fiktiven Insel Sheylan helfen soll. Sechs Missionen gibt es insgesamt. al ist ein Hubschrauber zu steuern, dann ein Fahrzeug durch unwegsames Gelände zu bugsieren. Wichtigstes Ziel: Lebensmittel zu verteilen. Dabei fällt kein einziger Schuss, noch nicht mal ein böses Wort. Trotzdem gibt es reichlich Action. Viele Gamer sind begeistert – und müssen sich zum ersten Mal nicht vorwerfen lassen: “Was spielst Du denn da?”

Kostenlos zu haben – aber rund 240 MByte

Food Force gibt es für Windows und Mac. Achtung: Es ist stramme 200 MByte groß. Eine DSL-Leitung ist also zwingend. Einziges Handicap: Bislang gibt es Food Force nur in Englisch, was sich allerdings ändern soll. Aber die Erfahrung zeigt ohnehin: Junge Computerspieler haben damit meist nicht die geringsten Probleme. Sie begreifen schnell, worum es geht.

Mission erfüllt: Millionen Jugendliche in aller Welt wurden für die Vereinten Nationen und sinnvolle Projekte wie das WFP sensibilisiert.