Gegenlicht ist eines der größten Probleme beim Fotografieren, vor allem bei der Digitalkamera. Das Problem: Die Kamera wird durch die direkt ins Objektiv scheinende Sonne regelrecht geblendet. Die Elektronik errechnet eine zu kurze Belichtungszeit, viele Bildsensoren werden durch die direkte Sonneneinstrahlung gar komplett aus dem Tritt gebracht. Auf dem Bild sind dann horizontale oder vertikale Streifen sichtbar. Die entstehen, weil das Licht innerhalb des Aufnahmechips ungewollt „weiter transportiert“ wird. Eine Eigenheit elektronischer Kameras, die es bei analogen Kameras nicht gibt.

Darum werden Gegenlichtaufnahmen mit einer digitalen Kamera noch schlechter als bei einer analogen Kamera. Sie sollten daher möglichst immer mit Sonne im Rücken fotografieren – so entstehen die besten Aufnahmen. Lässt sich Gegenlicht nicht vermeiden hilft oft ein Aufhellblitz, der dem Vordergrund die Schatten nimmt und für die richtige Belichtung sorgt. Bei Spiegelreflexkameras lässt sich ein Vorsatz auf das Objektiv schrauben; eine so genannte Gegenlichtblende, die störende Effekte vermeiden kann.