Bei Textverarbeitungen kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Word, OpenOffice, WordPerfect, StarOffice und wie sie alle heißen: Jeder hat ein eigenes Dateiformat. Gerade erst hat Microsoft mit “.docx” einen neuen Standard herausgebracht. Das “Rich Text Format” verstehen jedoch alle Textprogramme.

Das babylonische Formatgewirr bei den Textverarbeitungen hat seine Schattenseiten. Ein Brief in StarOffice geschriebener Brief lässt sich nicht ohne Weiteres in anderen Textverarbeitungen wie Microsoft Word öffnen – und umgekehrt. Schlimmer noch: Selbst innerhalb einer Programmfamilie wechseln die Dateiformate schon mal gerne. Kommt eine neue Programmversion heraus, speichert sie die Dokumente oft in einem völlig anderen Format als vorher.

Im neuen Word 2007 lassen sich dadurch beispielsweise alte Word 5.5-Dokumente nicht mehr öffnen. Selbst Profis blicken bei der Flut an Dokumentformaten der einzelnen Programmversionen nicht mehr durch. Stellt sich die Frage, welches Format sich denn am besten eignet, um Briefe auch nach Jahren und Jahrzehnten noch mit gängigen Textverarbeitungen lesen zu können.

Die Antwort ist einfach: Als Universalformat hat sich das Rich-Text-Format, kurz RTF entwickelt. RTF gibt es bereits seit über zehn Jahren und wird von allen Textverarbeitungsprogrammen unterstützt. Auch in zukünftigen Programmversionen wird das RTF-Format eine bedeutende Rolle spielen. Alle wichtigen Formatierungen, darunter auch Tabellen und Grafiken lassen sich problemlos im RTF-Format speichern. Die Chancen stehen daher gut, dass RTF-Dokumente sich auch in zehn und mehr Jahren noch problemlos lesen lassen; und zwar mit allen gängigen Textprogrammen. Um Dokumente mit Word, OpenOffice oder anderen Textverarbeitungen im universellen RTF-Format abzulegen, muss im Dialogfenster “Speichern unter” lediglich das Dateiformat “Rich Text Format (RTF)” gewählt werden.