Wer einfach nur Google aufruft, um im Netz zu suchen, lässt eine Menge Möglichkeiten brach liegen: Google bietet interessante Extrafunktionen an. Einige davon sind allerdings gut versteckt.

Mein Google, Dein Google: Jeder sucht anders. Deswegen bietet der Suchriese diverse praktische Einstellmöglichkeiten an, die aus einer Standardrecherche eine individuelle Recherche machen. Wer Google auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen möchte, gibt http://www.google.de/ig in den Browser ein. Schon präsentiert der Suchriese ein „Individual Google“, eben kurz „ig“.

Am einfachsten ist es, ein Lesezeichen einzurichten. Wer das nicht macht, braucht die Spezialadresse trotzdem nur einmal einzugeben. Denn von diesem Augenblick an erscheint auch auf der Standardseite von Google in der rechten oberen Ecke der Menüpunkt „iGoogle“. Ein Klick darauf, schon erscheint die individualisierte Google-Seite.

iGoogle: Mein ganz persönliches Google

iGoogle eröffnet jede Menge interessanter Möglichkeiten. Der Benutzer kann zum Beispiel die Optik variieren, Präferenzen für die Suche festlegen, Nachrichtenquellen auswählen und vieles andere mehr. Alle Einstellungen werden in Form von Cookies auf dem eigenen Rechner gespeichert und stehen so bei jedem Aufruf des Suchdienstes zur Verfügung.

Noch praktischer und durchaus empfehlenswert ist es, ein eigenes Google-Konto einzurichten. Das ist kostenlos und schnell erledigt. Dann reicht ein Klick auf „Anmelden“ in der rechten oberen Ecke des Google-Fensters, um die eigenen Einstellungen zu aktivieren – und zwar auf jedem Rechner der Welt, der Internetzugang bietet.

iGoogle lässt sich bequem individuell konfigurieren. Ein Klick auf „Format auswählen“, schon kann eine eigene Optik ausgewählt werden. Bislang stehen allerdings eher bunte Motive zur Auswahl, deswegen werden die meisten wohl das Standardlayout bevorzugen.

Protokoll mit allen Suchanfragen

Sehr praktisch: Wer ein Google-Konto eingerichtet hat und sich anmeldet, kann auf ein ausführliches Suchprotokoll zurückgreifen. Google speichert dauerhaft alle Recherchen. Ein Klick auf „Suchprotokoll“, schon präsentiert Google die Suchanfragen, übersichtlich nach Datum gegliedert. Über den eingefärbten Kalender lassen sich nicht nur die einzelnen Tage samt Suchanfragen abrufen, man erkennt sogar, wann besonders viel gesucht wurde.

Hinter der Option „Trends“ verbirgt sich eine Analyse des eigenen Suchverhaltens: Wonach hat man besonders oft gesucht, was wurde häufig angeklickt? Wer sich um die Datensicherheit sorgt, klickt auf „Elemente entfernen“ und kann eine Suchanfrage aus dem Google-Gedächtnis tilgen. Sobald man sich abmeldet, werden die Suchanfragen überhaupt nicht mehr archiviert.

Welche Fundstellen und wie viele?

Aber auch welche Treffer Google überhaupt präsentiert und wie viele Fundstellen pro Seite angeboten werden, lässt sich individuell einstellen. Ein Klick auf „Einstellungen“ direkt neben dem Eingabefeld, und der iGoogle-Benutzer kann festlegen, welche Sprachen berücksichtigt werden sollen, wie viele Treffer pro Seite erscheinen und ob ein Klick auf einen Treffer ein neues Fenster öffnen soll. Durchaus praktische Optionen.

Auch in punkto Bildersuche gibt es interessante Funktionen, die durchaus nützlich sein können. Google kann zum Beispiel Gesichter auf Fotos erkennen. Auf Wunsch spuckt die Google Bildersuche ausschließlich Bilder auf, auf denen Menschen zu sehen sind. Diese Funktion ist bislang undokumentiert und lässt sich nicht einfach in Menüs auswählen, ist aber trotzdem relativ einfach verfügbar. Um die Bildersuche zu starten, auf der Google-Startseite auf „Bilder“ klicken.

Bildersuche: Nur Köpfe

Danach den Suchbegriff eingeben, etwa „Kohl“. Google präsentiert danach zahllose Fotos aus dem Web, sowohl vom Exkanzler, aber auch von Gemüse. Wer ausschließlich Personen sehen möchte, klickt in die Adresszeile des Browser und ergänzt die lange Adresse um „&imgtype=face“. Und schon präsentiert Google ausschließlich Gesichter. Insider vermuten, Google bereite hier einen Bildersuchdienst vor, der auf Wunsch nach Personen im Netz fahndet.

Der Suchriese erweitert ständig das Angebot an Möglichkeiten und Funktionen. Es lohnt sich, neue Funktionen auszuprobieren, denn manches erleichtert die Arbeit ungemein oder führt einfach zu besseren Suchergebnissen.