Windows Vista arbeitet schneller als sein Vorgänger. Mit einer Ausnahme: Das Kopieren im Netzwerk dauert wesentlich länger als bei Windows XP. Microsoft hat das Problem bereits erkannt und passende Updates zur Verfügung gestellt. Sollte das Problem auch nach der Installation der neuesten Windows-Vista-Updates noch bestehen, lässt sich die Tempobremse auch von Hand lösen.

Zunächst muss in der Systemsteuerung auf „Programme“ sowie „Windows-Funktionen ein- oder ausschalten“ geklickt werden. Im nächsten Fenster das Kontrollkästchen „Remoteunterschiedskomprimierung“ deaktivieren und mit OK bestätigen. Damit werden Berechnungsfunktionen ausgeschaltet, die nur bei der Nutzung von Remotedesktopverbindungen sinnvoll sind, im normalen Netzwerk aber nur bremsen.

Einen weiteren Temposchub gibt es, wenn Vistas Funktion zur Ermittlung der optimalen Geschwindigkeit bei sich ändernden Netzwerkbandbreiten deaktiviert wird. Hierzu im Startmenü mit der rechten (!) Maustaste auf den Befehl „Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung“ klicken und den Befehl „Als Administrator ausführen“ aufrufen. Anschließend den Befehl

netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled

eingeben und mit [Eingabe] bestätigen. Die Autotuning-Funktion für Netzwerkverbindung ist damit deaktiviert. Mit dem Befehl

netsh interface tcp set global autotuning=normal

lässt sich jederzeit wieder die Standardeinstellungen aktivieren.

2 Kommentare
  1. KHK
    KHK sagte:

    Dieser Tipp war Gold Wert! Dadurch statt 1 MBit (nicht: MByte) pro Sekunde jetzt die Maximalgeschwindigkeit von 70 MByte pro Sekunde erreicht (beim Kopieren von einem XP-System auf ein W7 über ein 1GBit-NW). Schneller gehen die Platten eh nicht. Super!

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