Während manche Rechtschreibhilfe lediglich Tippfehler aufspürt, können bessere Korrekturprogramme auch verzwickte Rechtschreibfehler entdecken – und passende Korrekturvorschläge unterbreiten.

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Daran hat die Rechtschreibreform nichts geändert. Im Gegenteil: Vieles ist sogar komplizierter geworden, etwa die Regeln zur Getrenntschreibung. Doch wozu gibt es PCs mit Rechtschreibprüfung, die mühelos Fehler im Text entdecken und rot unterkringeln? Das vermittelt ein Gefühl von Sicherheit: Was nicht unterkringelt ist, das ist auch richtig geschrieben. Weitere Kontrolle unnötig.

Rechtschreibhilfen finden nur falsche und unbekannte Wörter

Eine trügerische Sicherheit, wie sich bei näherer Betrachtung herausstellt. Denn die meisten Rechtschreibhilfen sind wirklich nur Hilfen, keine soliden Rechtschreibprüfer. Darum sollte sich niemand darauf verlassen, dass die in Textverarbeitung, Browser oder E-Mail-Programm eingebaute Rechtschreibhilfe verlässlich jeden Fehler entdeckt. Dem ist nämlich nicht so: Viele Fehler bleiben unentdeckt, vor allem bei Groß- und Kleinschreibung.

Die meisten PC-Benutzer verlassen sich auf die Rechtschreibhilfe des Office-Pakets. Sie gehört zur Serienausstattung von Word und Co. und beherrscht alte wie neue Rechtschreibung. Man kann jederzeit zwischen den beiden Rechtschreibwelten umschalten. Dazu einfach im Menü „Extras“ die Funktion „Optionen“ auswählen und dort das Register „Rechtschreibung und Grammatik“ anklicken. Word bietet hier in der linken unteren Ecke die Option „Neue deutsche Rechtschreibung“ an. Wer den Haken davor entfernt, arbeitet mit der alten Rechtschreibung. Word kontrolliert den getippten Text dann nach alten Schreibregeln, bis die Option wieder aktiviert wird.

Schreibfehler, die nur aus dem Sinnzusammenhang erkennbar sind

Auf Wunsch verwenden auch Outlook, Powerpoint oder Excel die Kontrollfunktion, die Fehler im Text rot unterkringelt. Allerdings entdeckt die Rechtschreibhilfe des Office-Pakets eben keineswegs alle Fehler. Ob nun „aufgrund“ oder „auf Grund“ richtig ist, entscheidet sich allein durch den Kontext. Microsofts Schreibhilfe bemängelt daher keine der beiden Schreibweisen – und liegt damit mal richtig, mal daneben.

Wörter mit offensichtlichen Tippfehlern, also Wörter, die es gar nicht gibt, entdeckt jede Korrekturhilfe. Auch wenn etwas getrennt geschrieben wird, was eigentlich zusammen geschrieben werden muss – oder umgekehrt –, sind die roten Kringel in der Regel nicht weit. Die meisten einfachen Rechtschreibhilfen, wie sie in Browsern oder E-Mail-Programmen angeboten werden, erreichen hier allerdings bereits ihre Grenzen.

Duden Korrektor macht seine Arbeit am besten

Erkennbar die besten Erkennungsraten bietet Duden Korrektor Plus. Die Software arbeitet problemlos mit Word, Office, OpenOffice, StarOffice und vielen anderen Programmen zusammen. Im Fall von Word und Co. wird die Standardprüfung einfach ersetzt. Der Duden Korrektor prüft penibler als Microsofts Standardprüfung, findet mehr Fehler und macht sinnvollere Korrekturvorschläge. Vor allem präsentiert der Duden Korrektor keine sinnlosen Korrekturvorschläge.

Manche Schreibweise lässt sich nur anhand des Zusammenhangs bestimmen. Weil Software damit naturgemäß Schwierigkeiten hat, benennt der Korrektor in Zweifelsfällen die Rechtschreibregeln und überlässt es dem Benutzer, die korrekte Schreibweise zu wählen. Andere Rechtschreibhilfen neigen dazu, sich in solchen Fällen gar nicht zu melden oder sinnlose Vorschläge zu unterbreiten. Ich habe mit dem Duden Korrektur exzellente Erfahrungen gemacht.

Tipps zur Rechtschreibung im Web

Wer gerade kein Textprogramm mit Rechtschreibhilfe zur Hand hat, kann sich auch im Web helfen lassen. Unter http://www.canoo.net können Webbenutzer nicht nur Schreibregeln und Grammatik nachschlagen, sondern erfahren nach Eingabe eines Wortes auch eine Menge über Wortstamm sowie korrekte Wortbildung, Deklination oder Konjugation. Das ist besser als fast alles, was moderne Rechtschreibhilfen anbieten.

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