Bei E-Mails geht Outlook auf Nummer Sicher. Befindet sich im Anhang einer Mail eine ausführbare Datei mit Dateikennungen wie .exe oder .reg, wird der Anhang kurzerhand blockiert. Im Posteingang ist zwar erkennbar, dass ein Anhang vorhanden ist – das Speichern oder Öffnen des Attachements ist aber nicht möglich.

Der Grund: Hinter der ausführbaren Datei könnte sich ein Virus oder ähnliches Schadprogramm verbergen. Wer selbst einschätzen kann, ob ein Anhang potenziell gefährlich ist oder nicht, kann das Versteckspiel unterbinden. Dann lassen sich zum Beispiel auch Installationsdateien und Programme an Freunde und Bekannte verschicken.

Aushebeln lässt sich der Schutzmechanismus mit einer Änderung in der Registrierdatenbank. Das ist allerdings nur für erfahrene Outlook-Anwender ratsam, die das Risiko von ausführbaren Dateien kennen. Deaktiviert wird der Schutz im Registrierungseditor, der mit der Tastenkombination [Windows-Taste]+[R] und dem Befehl „regedit“ gestartet wird. Für Outlook 2003 in den folgenden Ordner wechseln:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Security

Benutzer von Outlook 2007 suchen nach dem den Ordner:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\12.0\Outlook\Security

Dann den Befehl „Bearbeiten | Neu | Zeichenfolge“ aufrufen und dem neuen Eintrag den Namen „Level1Remove“ geben. Doppelt auf den neuen Eintrag „Level1Remove“ klicken und – durch Semikola getrennt – die Liste der Dateiendungen aufführen, die nicht mehr geblockt werden sollen, zum Beispiel

.exe;.reg;.bat;.com

Nach einem Klick auf OK und einem Neustart von Outlook werden Anhänge mit den genannten Dateikennungen nicht mehr blockiert und lassen sich beliebig kopieren oder direkt ausführen. Doch aufgepasst: Hinter ausführbaren Dateien lauern mitunter Schadprogramme, die nach dem Start den Rechner beschädigen können.