Googles Webseite ist normalerweise recht aufgeräumt: In der Mitte ein Eingabefeld für den Suchbegriff, darüber eine kleine Grafik als Logo (das zu bestimmten Anlässen schon mal variiert), dann noch eine Schaltfläche, um den eigentlich Suchauftrag loszuschicken – das war’s auch schon.

Dabei schlummern im Hintergrund jede Menge interessanter Funktionen und Extras, die aus der Suchmaschine einen Power-Suchdienst machen. So kann sich zum Beispiel jeder mit wenigen Hangriffen eine eigene Infozentrale zusammenstellen, eine individualisierte Google-Startseite mit personalisierten Grafiken, auf die eigenen Interessen zugeschnittenen Infobereichen und vielen wirklich nützlichen Zusatzdiensten, etwa Live-Börsenticker oder News-Übersichten.

iGoogle kann individuell konfiguriert werden

„iGoogle“ nennt sich der Service, angeblich einer der am schnellsten wachsenden Dienste bei Google. Nachvollziehbar, denn wer sowieso mehr oder weniger jede Anfrage über Google abwickelt, kann sich auch gleich sein eigenes Portal zusammenstellen und ist so informationstechnisch bestens versorgt. Ich nutze iGoogle schon lange – und bin begeistert. Um iGoogle zu nutzen, reicht ein Klick auf den (allerdings gut versteckten) „iGoogle“-Link in der rechten oberen Ecke des Google-Fensters.

Wer zum ersten Mal iGoogle startet, dem wird geholfen: Assistenten nehmen den Benutzer an die Hand, stellen einige Fragen, um die personalisierte iGoogle-Seite zusammenzustellen. Welche Hintergrundgrafik soll es sein? An welchen Nachrichten oder Themen ist man interessiert? Wo steht der PC? Sind diese Fragen beantwortet, erscheint das persönliche iGoogle-Portal. Es erscheint die Wettervorhersage für die eigene Stadt. Google wählt Nachrichten aus den unterschiedlichsten Quellen aus, stellt auf Wunsch eine Verbindung zu Google Calender her. Auch neu eingetroffene E-Mails in Outlook oder Outlook Express können auf der Webseite angezeigt werden.

Alle Elemente frei platzierbar

Doch die präsentierte iGoogle-Seite ist nur als Vorschlag zu verstehen. Jedes Element auf der Seite lässt sich beliebig verschieben: Einfach in den Rahmen klicken und bei gedrückter Maustaste an die Zielposition ziehen – fertig. Viele Benutzer wählen zum Beispiel ein individuelles Hintergrundbild aus. Es stehen mehrere Tausend Motive zur Auswahl. Einige Bilder sehen morgens anders aus als abends, wenn es dunkel wird. Andere ändern ihren Inhalt je nach Wetter: Wenn es regnet, dann auch im Hintergrundbild. Fällt Schnee, dann schneit es auch im Bild. Viele Benutzer lieben solche Spielereien und probieren mit großer Begeisterung die verschiedenen Hintergrundbilder aus.

Bunte Welt der Gadgets

Schier grenzenlos sind die Möglichkeiten der sogenannten „Gadgets“. Das sind vielseitige Miniprogramme oder Infofenster, die man in die iGoogle-Seite einklinken an, angeboten von Google und vielen Partnern. Egal ob Horoskop, Börsenkurse, Bahnfahrplan, Google-Maps-Suche, To-Do-Liste, Übersetzungshilfe, das tägliche Rezept oder das aktuelle Fernsehprogramm: Die Liste der angebotenen Funktionen scheint riesig und nimmt nahezu täglich zu.

Genauso einfach lässt sich praktisch jede Nachrichten- oder Infoquelle aus dem Netz auf der iGoogle-Seite hinzufügen. Einfach auf „Feed oder Gadget hinzufügen“ klicken, danach die Adresse des RSS-Feeds angeben (die genaue Adresse steht meist auf der Webseite, von der man die Informationen bezieht) und bestätigen. Ab sofort präsentiert iGoogle auch die Headlines des RSS-Feeds auf der Seite. Natürlich lässt sich auch einstellen, wie viele Headlines es sein sollen.

iGoogle auf allen Rechnern

Die iGoogle-Seite ist normalerweise an den PC gebunden, auf dem sie erstellt wurde. Es ist aber auch möglich, eine iGoogle-Seite zusammenzustellen, die auf jedem PC zu sehen ist: Dazu ein Google-Konto anlegen, sofern noch nicht geschehen, und bei Google anmelden. Ein Klick auf „Bitte melden Sie sich an, um Ihre Seite zu speichern“ reicht völlig. Dann erscheint die eigene iGoogle-Seite auf jedem PC, sobald man sich bei Google einloggt. Praktische Sache.