Wer per Twitter mit der Welt kommuniziert, der muss sich bekanntlich kurz fassen: Twitter-Nachrichten (Tweets) sind auf maximal 140 Zeichen beschränkt. Mehr ist nicht.

Twitter beweist: Manchmal ist Beschränkung eine Bereicherung. Jedenfalls hat das Twitter-Limit eine interessante Kultur des Sich-kurz-Fassens entstehen lassen.

Gerade erst haben wir uns daran gewöhnt, dass kurze Nachrichten schick sind (und stellen es auch nicht mehr wirklich in Frage), da startet ein neuer Zwitscherdienst mit einem genau gegenteiligen Konzept:  Woofer.

Woofer ist ein Makrobloggingdienst, der langatmige Nachrichten goutiert. Mehr als das: Bei Woofer muss jede Nachricht zwingend(!) mindestens 1400 Zeichen lang sein. Wer sich kurz fassen will, ist hier nicht willkommen. Eloquenz ist gefragt.

Die gute Nachricht: Wer Twitter kennt, kommt auch mit Woofer klar. Optik, Layout, Konzept – alles identisch. Man kann sogar mit seinem Twitter-Account woofern. Einziger Unterschied: Jede Nachricht muss mindestens 1400 Zeichen lang sein, sonst kann man nicht auf “Senden” klicken.

Motto von Woofer: “When 140 characters isn’t really enough!” Also für alle Situationen, in denen 140 Zeichen einfach nicht genug sind.

Ein harmloser, ein charmanter Scherzdienst. Eine “Hommage an Twitter”, wie die Macher selbst schreiben. Sie geben sogar Tipps, wie man die 1400 Zeichen voll bekommt: Sei eloquent, benutze Adverben und kürze bloß nichts ab.

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